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Gewerbestandort Freudenberg

Wo Werkstoffe absichtlich zerstört werden ...

Das Zentrallabor Siegerland ist mit seinen Untersuchungen und Analysen die ideale Ergänzung zum benachbarten Ingenieurbüro F. Braun.

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Mit modernsten Prüfgeräten gehört das Labor zu den führenden privaten Unternehmen auf dem Gebiet der zerstörenden Werkstoffprüfung. Fotos: Zentrallabor Siegerland

Die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung auf der einen Seite, die zerstörende auf der anderen: Als Felix Braun im Jahr 1973 gemeinsam mit den beiden Teilhabern Reinhard Hellbach und Otto Keßler das Zentrallabor Siegerland gründete, war das zweifelsohne eine mehr als sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Ingenieurbüro F. Braun. Schließlich konnte fortan von Freudenberg aus die komplette Werkstoffprüfung angeboten werden. Das ist auch heute noch der Fall (siehe nebenstehender Bericht), wenngleich das Zentrallabor betreffend mit leicht veränderter Mannschaft: Otto Keßler stieg vor sieben Jahren als Teilhaber aus, Andreas Braun in selber Funktion in das Unternehmen ein. Heute arbeiten insgesamt 30 Mitarbeiter in den Laborräumen, die kürzlich komplett umgestaltet wurden.Mit modernsten Prüfgeräten und großzügig dimensionierten Prüfräumen gehören wir zu den führenden privaten Unternehmen auf dem Gebiet der zerstörenden Werkstoffprüfung“, sagt Andreas Braun. Zerstörendes Prüfen, ergänzt er, bedeute in diesem Zusammenhang im wahrsten Sinne des Wortes, dass das, was geprüft werde, anschließend nicht mehr vorhanden sei. „Weil zum Beispiel Proben herausgeschnitten wurden oder es sich einfach nur um eine Probeplatte aus der Produktion handelt.“Im Bereich der Rohrproduktion beispielsweise sei es wichtig, bereits im Vorfeld vielfach und auch fundiert zu prüfen. Ziel der Kunden sei es, wiederum eigenen potenzielle Kunden von Möglichkeiten und Qualitäten zu überzeugen – und dafür braucht es nun mal ein unabhängiges Unternehmen wie das Zentrallabor Siegerland. Das nämlich ist seit 1993 durchgehend akkreditiert. Zuerst von der ehemaligen „Deutsche Akkreditiersystem Prüfwesen“ (DAP), seit 2009 von der „Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH“ (DakkS) als nationale Akkreditierungsstelle der Bundesrepublik Deutschland.Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf verschiedene Leistungen und Prüfverfahren. Neben der Herstellung von Proben in der mechanischen Probenwerkstatt sind das unter anderem die mechanisch-technologischen Prüfungen, bei denen zum Beispiel Biegeversuche, Zugversuche oder Härteprüfungen im Mittelpunkt stehen, chemische Analysen, bei denen genauestens geschaut wird, aus welchen Bestandteilen das gelieferte Material besteht, metallografische Prüfungen, bei denen die Mitarbeiter die einzelnen Bestandteile und den inneren Aufbau des Materials unter dem Mikroskop analysieren, oder aber auch Korrosionsprüfungen und Wärmebehandlungen. Klassischerweise werden im Zentrallabor Produkte geprüft, die an bestimmte Normen und Regelwerke geknüpft sind. „Es kommen aber auch Kunden zu uns, weil sie Werte zu bestimmten Produkten haben möchten, um diese dann zu verbessern“, sagt Andreas Braun. Und: „Sämtliche Prüfeinrichtungen werden gemäß einem internen und externen Prüfprogramm gewartet, justiert, kalibriert und geeicht. Gleiches gilt auch für alle Wärmebehandlungseinrichtungen.“Eingeschickte Proben, die analysiert wurden, werden übrigens für mehrere Monate eingelagert. „Wenn Folgeuntersuchungen in Auftrag gegeben werden, weil ein Ergebnis vielleicht nicht so ausgefallen ist wie erwartet, dann können wir direkt damit loslegen – und der Kunde muss uns nicht erst wieder eine Probe zuschicken“, sagt Andreas Braun.