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Küche

Hochwertige Modelle liegen weiterhin im Kurs

Moderne Küchen: Insbesondere individuell geplante Räumlichkeiten werden von den Kunden nachgefragt

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Foto: Adobe Stock

Den Trend bestimmen grifflose Küchen mit klaren Linien.Die deutsche Küchenindustrie profitiert weiterhin von der Aufwertung des Zuhauses – was natürlich auch mit der Pandemie zu tun hat. „Die Nachfrage nach individuell geplanten Küchen ist trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nach wie vor gut“, betonte jetzt Frank Jüttner, Vorstandssprecher der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK).

„Der Trend zu höherwertigeren Küchen ist ungebrochen und die Ansprüche der Kunden im Hinblick auf die Ausstattung der Küche steigen stetig.“ Neben dem Design und den Materialien betreffe dies auch die Hausgeräte und Stauraumfunktionen. In seinem Ausblick auf die zweite Jahreshälfte machte AMK-Vorstandssprecher Markus Sander auf folgende Entwicklung aufmerksam: Zwar werde der Stellenwert des Themas Küche weiter hoch bleiben, auch stabilisiere sich der Wohnungsbau derzeit auf hohem Niveau, jedoch müsse man die Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg und die Inflation weiter beobachten.

Darüber hinaus stellten die massiv steigenden Rohstoff- und Transportkosten eine große Herausforderung für Industrie und Handel dar. In seiner Rückschau auf das vergangene Jahr bezeichnete wiederum Volker Irle, AMK-Geschäftsführer, den Geschäftsverlauf der deutschen Küchenindustrie – dazu zählen die Hersteller von Küchenmöbeln, Hausgeräten, Spülen und Küchenzubehör – als erfreulich. Der Umsatz der deutschen Küchenmöbelproduzenten legte im Jahr 2021 laut den amtlichen Zahlen auf 5,7 Milliarden Euro zu. Dies entspricht nach den Auswertungen des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) einem Zuwachs von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während im Jahr 2020 noch der Inlandsmarkt die große Stütze gewesen war, wurde im Jahr 2021 die Erholung der Exportmärkte zum Treiber des Umsatzwachstums.

"Die Ansprüche der Kunden im Hinblick auf die Ausstattung der Küche steigen stetig."

Frank Jüttner
Vorstandssprecher der Arbeitsgemeinschaft
Die Moderne Küche e.V. (AMK)

Auch die Hersteller von Hausgeräten profitierten im vergangenen Jahr von der gestiegenen Küchennachfrage. Das Umsatzplus bei Elektro-Großgeräten, darunter auch den Modellen für die Küche, betrug 5 Prozent. Der heimische Küchenhandel verzeichnete unterdessen im vergangenen Jahr laut GfK bei Küchenmöbeln eine um 3 Prozent gestiegene Verkaufsmenge. Der Verkaufsumsatz zog um 10 Prozent an. Im Trend liegen weiterhin grifflose Küchen mit klaren Linien. Holz findet man im Augenblick in Küchen in Kombination mit anderen Materialien, beispielsweise Naturstein, wie Volker Irle berichtete. Diese minimalistischen Designküchen sind gerne mit beleuchteten Vitrinen ausgestattet, sie sorgen für eine wohnliche Atmosphäre. Fronten mit matten Anti-Fingerprint-Oberflächen und dazu farblich angepasste Arbeitsplatten liegen weiterhin stark im Trend.

Dazu kommen hocheingebaute Geräte, die in der Frontenfarbe ein einheitliches Bild ergeben. Stark nachgefragt sind noch immer Küchen im Industrial Look, die Loft-Atmosphäre liegt besonders bei Männern im Trend.

Küchenarmaturen mit einem Trinkwassersystem für gefiltertes gekühltes, stilles, medium oder sprudelndes Wasser kommen häufig zum Einsatz. Bei den Farben bleibt der Trend bei weißer oder dunkler Optik. amk