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Herbst

Im Frühling oder im Herbst?

Gehölze: Experten haben mit Blick auf die perfekte Pflanzzeit einen Favoriten

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Gehölze im Topf gibt es das ganze Jahr im Handel. Foto: dpa

Die Gehölze müssen gut Wurzeln bilden und Feuchtigkeit speichern.Die einen tun es lieber im Frühling, die anderen vertrauen auf den Herbst: Es geht um die geeignete Pflanzzeit für Sträucher und Bäume. Was sagen die Experten dazu?Man muss hier erst einmal unterscheiden, um welches Gehölz es sich handelt. Da ist zum einen die Topfware. Diese Gehölze kann man das ganze Jahr über im Handel finden und auch entsprechend gut in die Erde bringen. Das Setzen dieser Gehölze ist grundsätzlich auch im Winter so lange möglich, wie der Boden noch nicht gefroren ist. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) rät aber dazu, sie nur vom Frühling bis in den Herbst zu setzen. Und da ist die zweite Gruppe Gehölze: die sogenannten Wurzelnackten. Sie werden ohne Topf oder Erde um die Wurzeln verkauft – und zwar in der Regel nur von Oktober bis März. Das schränkt die Pflanzzeit für sie ein. Der Vorteil dieser Gehölzgruppe: Sie sind meist preiswerter als Topfpflanzen, da die Baumschulen weniger Aufwand und Kosten damit hatten.

Aber auch hier raten die Experten, etwa vom BGL oder vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, die Wurzelnackten am besten schon im Herbst zu setzen. Denn dann können die Sträucher und jungen Bäume im noch warmen und auch tendenziell feuchten Boden gut Wurzeln bilden und Feuchtigkeit speichern, bevor es kalt wird und der Boden gefriert.

Gerade ein Netz aus feinen Wurzeln ist wichtig, denn es verankert das Gehölz besser im Boden und es steht dann direkt im Frühjahr zur Aufnahme von Wasser, Sauerstoff und wichtigen Mineralien bereit. Das gilt als Startvorteil, da die im Herbst gesetzten Gehölze zum Beginn der nächsten Wachstumsphase kräftiger austreiben als die, die erst im Frühling in die Erde kommen.

Außerdem müssen frisch gesetzte Gehölze am Anfang immer gut gegossen werden, bis sich ihr Wurzelwerk verzweigt hat. Im regnerischen Herbst spart man sich diese Arbeit. Aber wie es bei jedem Ratschlag eben ist, es gibt immer auch Ausnahmen davon. Denn der Winter kann auch tückisch sein für manche junge Gehölze. Daher raten die Experten vom Bundesinformationszentraum Landwirtschaft dazu, frostempfindliche Obstbäume wie Aprikose und Pfirsich erst im Frühjahr zu setzen.

Und der BGL empfiehlt, die im Herbst gesetzten Gehölze ganz grundsätzlich vor Frost zu schützen: Etwa mit einer Schicht Laub oder Reisig auf dem Wurzelbereich. Weiße, kalkhaltige Farbe schützt die Rinde an warmen Übergangstagen mit kalten Nächten vor Spannungsrissen.

Echte Maßarbeit 

Investition lohnt sich: Sonnenschutz ist nun mal nichts für Bastler

Ganz regelmäßig flattern sie in die Briefkästen: Die bunten Prospekte mit Angeboten über Wintergärten, Terrassendächer, Markisen und Sonnensegel. Wer es draußen gemütlich haben möchte, und das auch noch im Herbst, sollte sich beraten lassen – denn vor dem Kauf sollte eine fachmännische Beratung stehen.

„Vorgefertigter Sonnenschutz passt im Grunde nie richtig, da jedes Haus seine Eigenheiten hat. Damit zum Beispiel eine Markise auch bei schlechtem Wetter zuverlässig an der Hauswand hält, sollte sie von einem qualifizierten Fachbetrieb des Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerks angebracht werden“, sagt Dipl.-Ing. Björn Kuhnke, Technischer Referent des Bundesverbandes Rollladen + Sonnenschutz e. V. (BVRS). Aus seiner Sicht sind Sonnenschutzsysteme nichts für Bastler und Hobbyhandwerker.

Wegen der komplexen Aufgabenstellung wurde für die Rollladen- und Sonnenschutz-Fachbetriebe (R+S-Fachbetriebe) vor wenigen Jahren die Meisterpflicht wieder eingeführt. Oft kapitulieren selbst geübte Heimwerker vor den preiswert im Internet oder im Baumarkt erworbenen vermeintlichen Schnäppchen. „In vielen Fällen muss dann ein R+S-Fachbetrieb versuchen, die Situation zu retten“, so Kuhnke. Spätestens, wenn der Schattengar nicht dorthin fällt, wo er gebraucht wird, macht sich eine schlechte oder gar fehlende Beratung bemerkbar. Die Fachbetriebe können vorher den Schattenwurf ermitteln und wählen die zu den Kundenwünschen passenden Produkte von Markenherstellern aus.

Sie kümmern sich um die sichere Montage und schließen auf Wunsch auch einen Elektromotor, Sensoren und eine Steuerung an. Die Investition lohnt sich: Bei guter Pflege und regelmäßiger Wartung hält ein solcher hochwertiger Sonnenschutz 30 Jahre und länger.

Auch in Sachen Sicherheit, Energieeinsparung und Wohnkomfort haben hochwertige Rollläden und Sonnenschutzprodukte viel zu bieten: Wenn es im Winter draußen frostig und kalt ist, verstärken Rollläden beispielsweise die isolierende Wirkung der Fenster. Im Sommer sorgen sie dafür, dass Wohnräume angenehm kühl und schattig bleiben. Auf eine zusätzliche Klimatisierung können die Bewohner daher häufig verzichten. Damit leisten sie einen Beitrag zum Klimaschutz, was sich auch wertsteigernd auf das Haus auswirkt. bvrs