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Maschinenbau und Technik

Karrierechancen im Metallhandwerk

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Eine Ausbildung im Metallhandwerk ist heute keinesfalls das Ende, sondern vielmehr der Start in eine Berufslaufbahn, die vielfältige Karrierewege möglich macht. Foto: AdobeStock

Das Metallhandwerk hält für junge Menschen viele hervorragende Möglichkeiten bereit, die eigenen Talente zu entfalten und Karriere zu machen. Oft aber sind sich die Jugendlichen ihrer Möglichkeiten gar nicht bewusst.

Diether Hils, Bereichsleiter Berufsbildung im Bundesverband Metall, spricht über die Attraktivität der Branche und betont: „Ob Experte, Techniker, Meister, Betriebswirt oder höhere Bildungsabschlüsse: Die Beschäftigungsaussichten sind glänzend. Und die Verdienstmöglichkeiten sind genauso interessant wie das Betätigungsfeld.“ Die vielfältigen Berufe der Branche würden aber noch weitere Vorteile mit sich bringen: „Im Metallhandwerk wird im Team gearbeitet und am Ende des Tages sieht man, was man geschafft hat“, so Diether Hils. „Hinzukommt, und das ist für junge Menschen immer wichtiger, dass der Werkstoff Metall nachhaltig und damit zukunftsweisend für eine zirkuläre Kreislaufwirtschaft ist.“

Junge Leute mit Interesse am Metallhandwerk sollten allem voran Geschick und Freude an handwerklichen Tätigkeiten mitbringen. „Wer sich nicht sicher ist, für den ist ein Praktikum das Richtige“, so Diether Hils. „Darüber hinaus sind durchschnittliche bis gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern eine ideale Voraussetzung für den Start in eine Karriere im Metallhandwerk.“

Wie man am besten von Seiten der Unternehmen junge Leute für einen Beruf im Handwerk begeistern kann? „Das gelingt am besten live auf den örtlichen Berufsorientierungsmessen, die von Schulen und Handwerksorganisationen wie den Metallinnungen angeboten werden“, so der Fachmann. „Dort werden Berufe und Unternehmen vorgestellt und man erhält einen sehr guten Überblick über das Berufsfeld und die Firmen seiner Umgebung.“ Über die örtlichen Messen hinaus sei es heute unerlässlich, dass Firmen sich auf ihren Websites und in den Sozialen Medien als attraktive Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber präsentieren. Dabei hebt Diether Hils noch einen weiteren wichtigen Aspekt im Hinblick auf die zurückliegenden Monate hervor: „Während der Pandemie fanden Berufsorientierungsmessen und -maßnahmen in den Schulen gar nicht oder – wenn überhaupt – nur online statt. Mit der Folge, dass Schüler durch das ,Homeschooling’ in einer völlig neuen Lernumgebung waren und oftmals nur unzureichend erreicht werden konnten. Wir freuen uns, dass sich diese Situation verändert hat und wieder Präsenzveranstaltungen stattfinden.“

Handwerksberufe seien gerade auch im Hinblick auf zukunftsweisende Entwicklungen innerhalb der einzelnen Tätigkeitsbereiche äußerst attraktiv: „So sind Wirtschaft 4.0 und Digitalisierung heute ein fester Bestandteil in den Betrieben des Metallhandwerks“, sagt Diether Hils. „Aufträge, Ausschreibungen und Auftragsverarbeitung werden digital unterstützt.“ Produktionstechnik im Metallhandwerk sei aber nicht erst seit heute digital. „Die Digitalisierung gehört quasi zum Handwerkszeug. Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, dass der Werkstoff Metall durch seine ökologisch wertvollen Eigenschaften das Berufsfeld ungemein attraktiv für junge Menschen macht.“ Auch habe der technologische Wandel in den vergangenen Jahrzehnten das Metallhandwerk für junge Frauen interessant gemacht: „Schwere körperliche Tätigkeiten werden vielfach durch Technik abgenommen“, weiß der Fachmann. „Junge Frauen, die sich für Technik interessieren, sind darüber hinaus im Metallhandwerk absolut willkommen und stellen bei Berufswettbewerben regelmäßig auch die Sieger. Daraus folgen erfolgreiche Karrieren, in denen gut ausgebildete Frauen auch Verantwortung in und für Unternehmen übernehmen.“ Wie man als Auszubildender seine Karriere im Metallhandwerk voranbringen kann? „Eine Ausbildung im Metallhandwerk ist heute keinesfalls das Ende, sondern vielmehr der Start in eine Berufslaufbahn, die vielfältige Karrierewege möglich macht“, so der Experte abschließend. „Dabei unterstützt auch das Bafög den Karriereweg. Es stehen also viele Möglichkeiten zur Verfügung.“ Er könne daher nur allen Interessierten raten: „Die Devise heißt: Einfach machen! Auf der nächsten Berufsorientierungsmesse oder im Netz findet man die Unternehmen, die Bewerber suchen.“ Dabei sei eines ganz klar: „Metallhandwerker werden gebraucht!“ vg