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Aktiv sein und sich bewegen 

Wandern, Klettern, Radfahren: Outdooraktivitäten sind gut für die Gesundheit und ein genussreiches Leben

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Das Wandern wird immer beliebter – angesichts solcher Ausblicke ist das kein Wunder. Aber auch vor unserer Haustür warten anspruchsvolle Touren. Fotos: NaturFreunde Deutschland

Wie sich der Spaß am Sport und die Schönheiten der Natur erhalten lassen.Wir gehen wandern, mal weiter, mal kürzer, wir treten in die Pedale, mal fester, mal entspannter, wir klettern an Felswänden hinauf, mal höher, mal etwas niedriger, und wir trainieren unseren Gleichgewichtssinn beim Stand-up-Paddling, mal erfolgreicher, mal weniger. In welcher Intensität auch immer: Aktivitäten im Freien tun uns gut und verleihen uns neue Kräfte für den Alltag.„Raus aus der Bude’, dieses Motto gibt es schon so lange. Dabei ist es fast egal, was man unternimmt: Aktiv sein und sich bewegen, das ist der Schlüssel – nicht nur für unsere Gesundheit, sondern auch für ein intensives, genussreiches Leben“, sagt Matthias Grell. Der Outdoorexperte ist Mitglied der NaturFreunde Deutschlands und engagiert sich dort unter anderem im Bundesfachbereichsvorstand Natursport und Wandern. Wenn also jemand um das Zusammenspiel von Mensch und Natur weiß, dann sicherlich Matthias Grell.

Outdoor aktiv sein, also Natursport zu betreiben, bedeute doch nichts anderes als sportliche Aktivitäten in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter in und mit der Umwelt zu genießen. „Beim Natursport teilen wir uns den Lebensraum mit Tausenden von Tier- und Pflanzenarten. Diesen Lebensraum für uns und andere zu erhalten, setzt eine bewusste und achtsame Nutzung voraus.“ Natursport und Naturschutz seien daher für ihn untrennbar miteinander verbunden: „Nur so lassen sich der Spaß am Sport und die Schönheiten der Natur erhalten.“ Dass das Wandern aktuell so beliebt ist, überrascht den in Hessen lebenden Outdoorexperten nicht. „Wandern ist ja eine sportliche Tätigkeit, die jeder Erwachsene und jedes Kind ohne großen Aufwand betreiben kann. Gut sitzende Schuhe, ein kleiner Rucksack mit Trinkflasche, ein paar Ersatzklamotten – und schon kann es losgehen. Ob von der Haustür aus oder in anspruchsvolles Berggelände: In Anspruch und Schwierigkeit gibt es fast keine Grenzen.“

Allerdings rät Matthias Grell all jenen, die in anspruchsvollem Gelände unterwegs sein wollen, dazu, sich im Vorfeld kundig zu machen. Wer richtig versinken möchte im Zusammenspiel von Mensch und Natur, kann sich von den Natur-Freunden Deutschland entsprechend ausbilden lassen – vom Wanderleiter bis hin zum Trainer C Bergwandern.

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Keine Frage: Auch die Kletterei – hier ein Bild aus Arco am Gardasee – erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Doch schon unsere Aufnahme zeigt, wie wichtig dabei Sicherheitsvorkehrungen sind.

Wer der Natur hingegen noch näher sein möchte und etwa auch die Nacht draußen verbringen möchte, der sollte nach sogenannten Trekking- oder Wildcampingplätzen Ausschau halten. Da wildes Campen in Deutschland untersagt ist und Campingplätze oftmals nicht in fußläufigen Entfernungen zueinander liegen, sind Trekkingplätze für immer mehr Menschen eine beliebte Alternative. „Vielerorts sind Naturverbände und Naturvereine in Deutschland bemüht, dieser Nachfrage entgegenzukommen. Sie schaffen neue Möglichkeiten für Trekkingtouren, indem sie entsprechende Wildcampingplätze errichten. Diese werden zum Teil auch fußläufig miteinander verbunden, so dass sie sich für Mehrtagestrekkingtouren eignen“, erklärt Matthias Grell.

Je nach Anbieter bestehe die Ausstattung neben einem Bodenplatz oder einer Holzplattform für das Zelt auch aus einer Sitzgelegenheit, einer Feuerstelle und oft noch weiteren Dingen. In der Regel sei eine Reservierung erforderlich, um eine Überlastung zu vermeiden.

Doch nicht nur das Wandern liegt im Trend, auch die Kletterei erfreut sich steigender Beliebtheit. Warum? „Nun, das Klettern liegt in der Natur des Menschen, schon als Kind ist das Hochklettern ein Antrieb, dem häufig spielerisch nachgegangen wird. Mit der wachsenden Zahl an Kletter- und Boulderhallen hat der Klettersport für viele Menschen an Attraktivität gewonnen.“ Ob sportliches Training in der Halle oder Herausforderung am Naturfelsen: Grundkenntnisse der Kletter- und Sicherungstechnik sind immer absolute Voraussetzung für einverletzungsfreies, sicheres und naturverträgliches Sporterlebnis. Auch hierzu bieten zum Beispiel die Natur-Freunde Deutschland oder auch der Deutsche Alpenverein entsprechende Kurse an. Bleibt das Radfahren – mit Rennrad, Mountainbike oder E-Bike.

"Ein ganzheitlich positives Körpergefühl stellt sich erst ein, wenn ich mich in weniger zivilisationsgeformte Umgebungen begebe, egal ob an eine Felswand, auf einen Bergpfad oder einen verträumten Flusslauf."

Matthias Grell
Verband NaturFreunde Deutschland

„Das Fahrrad ist sicherlich das Verkehrsmittel der Zukunft, ob als Stadtrad, als Pedelec oder als Lastenrad. Das Radfahren lässt sich gut in den Alltag integrieren, ist umwelt- und klimafreundlich, gesund und macht Spaß. Rauf aufs Rad – regelmäßig in die Pedale zu treten liegt im Trend, nicht erst seit der Corona-Pandemie“, weiß Matthias Grell.

Der Radboom führt grundsätzlich zu veränderten Verkehrskonzepten und zu immer mehr Radwegen. Wer sich mit Radfahr-Apps auskennt, hat heutzutage schnell eine Radtour geplant und findet auch genügend Ziele und Rastpunkte. „Naturfreundehäuser sind oft lohnende Ziele: Sonn- und feiertags liegt zum Beispiel die Eisenwaldhütte im Hütschelsbachtal ganz in der Nähe von Siegen in einem idyllischen Areal. Hier können sich Wanderer und Radfahrer mit einem leckeren Stück Kuchen für die Weiter- und Rückfahrt stärken.“

Wer es dann doch etwas anspruchsvoller mag, dreht vielleicht seine Runden um den Biggesee und peilt dabei das Naturfreundehaus Käte Strobel an, ein Familien-Ferienzentrum, das am höchsten Berg im Oberbergischen Land gelegen ist, dem 519 Meter hohen Homert. Outdooraktivitäten machen etwas mit uns.

„Klar kann man auf einer Stadionrunde oder im Schwimmbecken seine Ausdauer trainieren. Ein ganzheitlich positives Körpergefühl stellt sich aber erst ein, wenn ich mich in weniger zivilisationsgeformte Umgebungen begebe, egal ob an eine Felswand, auf einen Bergpfad oder einen verträumten Flusslauf“, so Matthias Grell. wette

Infos im Netz

Weitere Informationen zum Thema gibt es online unter:
- www.naturfreunde.de/natursport
- www.naturfreunde.de/sportprogramm-2022
- www.trekking-thueringen.de
- www.nfht.de/umweltabenteuercamp-0
- www.kaete-strobel-haus.de/
- www.naturfreunde-nrw.de/lebensraeume