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Räder

Achtung, Pollenattacke!

Achtung, Pollenattacke!

Der erste Angriff ist überstanden. Hasel, Erle, Pappel, Esche & Co. schwirrten schon fleißig durch die Lüfte. Sehr zum Ärger der über 12 Millionen Pollenallergiker in Deutschland. Sie schniefen, husten, die Nase juckt, die Augen tränen. Das Elend währt fast ganzjährig. Gesellen sich jetzt noch Frühjahrsmüdigkeit und Zeitumstellung dazu – umso schlimmer.

Das nervt, strengt an und kann vor allem im Auto kreuzgefährlich werden. Während einer Pollenattacke sind Autofahrer in der Stadt knapp 15 Meter blind unterwegs, auf der Autobahn mit Tempo 150 fast 50 Meter. Das Risiko lässt sich mit einigen Tipps wirkungsvoll senken.

- Nichts schützt im Auto besser gegen die kleinen Plagegeister als ein Pollenfilter. Der Frühjahrscheck ist beste Gelegenheit für den jährlichen Wechsel, spätestens aber nach 15 000 Kilometern.

- Glück im Unglück: Maske tragen schützt laut einer Studie der Europäischen Stiftung für Allergieforschung in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse nicht nur vor Covid-19-Infektionen, sondern auch vor Pollenallergien. Die Krankheitssymptome der Maske tragenden Teilnehmer waren um ein Drittel niedriger im Vergleich zu denen der Probanden ohne Maske.

- Wer weiß, wann „seine“ Pollen fliegen, sollte sich mit Medikamenten darauf einstellen, sie im Auto griffbereit deponieren und ihre Nebenwirkungen kennen. Während der Fahrt werden die Fenster geschlossen, die Klimaanlage auf Umluft gestellt.

- Die Ansage lautet: putzen, putzen, putzen! Fußmatten und Polster saugen, Cockpit, Mittelkonsole, Türverkleidungen feucht abwischen.

- Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst informiert täglich, wann welche Blütenstaubteilchen unterwegs sind. pm

Das Alter ist wichtig

Sie wollen wissen, wie alt Ihre Sommerreifen sind, aber die Rechnung ist weg und niemand kann sich erinnern? Kein Problem. Schauen Sie einfach an der Reifenflanke nach. Dort befindet sich die sogenannte DOT-Nummer – sie besteht meist aus drei Blöcken mit je vier Zeichen.

Der dritte Block ist dabei maßgeblich, informiert der ADAC. Oft in ein Oval gefasst, stehen die ersten zwei Ziffern für die Kalenderwoche, in der der Reifen produziert wurde. Die letzten zwei nennen das Jahr. Also steht „3318“ beispielsweise für die 33. Kalenderwoche des Jahres 2018.

Rein rechtlich gibt es in der Regel kein Höchstalter für Pkw-Reifen. Drehen sie sich aber an Anhängern und Wohnwagen, die eine Tempo-100-Freigabe haben, müssen sie ab einem Alter von sechs Jahren ausgetauscht werden. Der ADAC rät, Sommerreifen auch im tadellosen optischen Zustand und unabhängig vom Verschleiß nach spätestens acht bis zehn Jahren auszuwechseln und Winterreifen nicht länger als acht Jahre zu fahren. Denn auch wenn noch genügend Restprofil vorhanden ist, büßen gealterte Reifen an Fähigkeiten ein, härten etwa aus.

Der Gesetzgeber nennt als Mindestprofil 1,6 Millimeter. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Doch der ADAC rät, Sommerreifen schon bei nur noch drei Millimetern Restprofil auszutauschen. Winterreifen sollten demnach mehr als vier Millimeter aufweisen, um bei Nässe, Schnee oder Matsch gut zu greifen. Wer eine Ein-Euro-Münze hat, kann die Profiltiefe abschätzen. Deren Rand ist drei Millimeter tief, sollte also von der Seite betrachtet im Profil verschwinden. dpa

Campinggasanlage regelmäßig prüfen

Alle zwei Jahre müssen Besitzer von Wohnmobilen und Caravans ihre Campinggasanlage checken lassen. Das gilt außerdem vor der ersten Inbetriebnahme, wie die Sachverständigenorganisation KÜS mitteilt.

Dazu eignet sich etwa eine Fachwerkstatt, die berechtigt ist, eine entsprechende Prüfbescheinigung auszustellen. Diese ist auch für die Versicherung wichtig. Außerdem setzen viele Betreiber von Campingplätzendie Prüfung für Wohnmobile und Caravans voraus.

Bei der Hauptuntersuchung bekommt der Halter eines Wohnmobils
unter Umständen keine Prüfplakette,
wenn der Nachweis fehlt. dpa

Im Frühjahr das Auto entrümpeln

Typische Winterutensilien wie Schneeketten, Decken oder auch Besen räumen Autofahrer jetzt besser aus dem Auto. Auch nicht mehr gebrauchte Dachboxen und Skiträger sollten abmontiert werden, rät der ADAC.

So ein Ballast kostet zusätzlichen Sprit. Pro 100 Kilogramm braucht das Auto bis zu 0,3 Liter mehr Treibstoff auf 100 Kilometer, nennt der Autoclub eine Faustregel.

Und montierte Dachboxen etwa verbrauchen auf der Autobahn bis zu 20 Prozent mehr. Schon der Grundträger könne rund 5 Prozent Mehrverbrauch bedeuten. dpa