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Räder

Marder am Werk

Sinnvoller Schutz: Wie wir unsere Autos vor den pelzigen Nagern schützen können

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Komm raus, Marder! Wenn der Schaden erkannt wurde, ist der pelzige Verursacher meist schon über alle Berge. Besser ist es, vorzusorgen. Foto: dpa

Maßnahmen sollen verhindern, dass die Tiere in den Motorraum gelangen.Marderschäden am Auto können teuer werden. Und zwar nicht nur durch die direkt zerbissenen Teile. Sondern vor allem durch Folgeschäden. Etwa wenn schlimmstenfalls der Kat durch angebissene Zündkabel Schaden nimmt oder Löcher in Kühlschläuchen den Motor überhitzen. Auch können angenagte Gummimanschetten die Antriebs- oder Achsgelenke beschädigen, nennt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Beispiele. Doch was tun?

Sinnvoller Schutz: Wie wir unsere Autos vor den pelzigen Nagern schützen können

Als sinnvoller Schutz hätten sich laut GDV Abschottungen für den ganzen Motorraum erwiesen. Aber auch elastische Drahtgitter etwa aus Maschendraht, die man unter den Motor legt. Das soll verhindern, dass sie überhaupt erst in den Motorraum kommen, denn mit ihren sensiblen Pfoten meiden die Tiere solche Flächen. Eine andere Option könnte sein, diverse Kabel mit Hartplastikschläuchen zusätzlich zu ummanteln. Die müssten mit großer Sorgfalt angebracht werden, um starke Vibrationen aushalten zu können, schreibt der TÜV Nord auf seiner Seite. Und: Die oft attackierten Schläuche und Achsmanschetten schütze man so nicht.

Wer Marderspuren am Auto entdeckt, sollte eine professionelle Reinigung des Motorraums in Betracht ziehen, um den Mardergeruch zu entfernen. Die Tiere seien sehr neugierig, so der TÜV Nord. Sie würden die Motorräume der Autos quasi als „Höhlengänge“ sehen, die es zu erkunden gelte. Die Allesfresser erkundeten dabei alles mit ihrem Maul und nagten dabei hier und dort weiche Kunststoffteile an.

Zu regelrechtem Verbiss kann es kommen, wenn sie andere Artgenossen riechen. Sie würden dann dessen „Bau“ und alles, was nach Widersacher riecht, zerstören wollen. Davon sind meist Autos betroffen, die wechselnd an unterschiedlichen Orten parken – aus der Sicht der Marder also in Revieren verschiedener Tiere stehen, so die Experten. Die nachtaktiven, aber lichtscheuen Tiere kann auch ein Parkplatz in Laternennähe abhalten. Auf Privatparkplätzen oder Carports kann ein an starkes Licht gekoppelter Bewegungsmelder sinnvoll sein. Die Abschreckung durch Gerüche wie etwa durch WC-Steine, Mottenkugeln oder sogar Haare von Hunden ist laut TÜV Nord nicht dauerhaft wirksam. Die Tiere gewöhnten sich schnell daran. Das gelte auch für viele Ultraschallgeräte, die man einbauen kann. Die verursachen ein für Menschen unhörbares, aber für die Tiere unangenehmes Geräusch. Effektiver seien hochwertigere Geräte, die auch die Frequenz der Töne regelmäßig wechseln können.

Mit am wirkungsvollsten sind laut TÜV Nord Elektroschocker. Die würden den Tieren mithilfe kleiner Plättchen bei Berührung einen Stromschlag geben. Das System wird an die Batterie angeschlossen und verbrauche nur wenig Strom. Ein Modul bringe die Spannung der Batterie auf eine für Mensch und Tier unschädliche Hochspannung.

Allerdings rät der TÜV Nord dazu, diese Systeme nur durch Fachbetriebe installieren zu lassen – Kostenpunkt circa 300 Euro. Die direkten Schäden von Marderbissen können Kaskoversicherungen decken. Doch nicht jede Police übernimmt auch die Folgeschäden, so der GDV. Hier gilt es, immer auch einen Blick in die eigenen Unterlagen zu werfen. dpa 

Oldtimer jetzt gründlich checken

Zündung an, Augen auf: Die Oldtimer-Saison sollte mit einem kritischen Blick auf das Fahrzeug beginnen, rät die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Ist Luft in den Reifen und der Boden unter dem Fahrzeug trocken, sind also keine Flüssigkeiten ausgetreten? Funktionieren Hupe und Licht? Gut.

Lässt sich das Bremspedal treten wie gewohnt, kann nun der Motor gestartet werden. Dies sollte im Leerlauf geschehen, um das Axiallager der Kurbelwelle zu schonen, bis es wieder von genügend Öl geschützt ist. Jetzt ist Zeit für eine kurze Testfahrt.

Treten Flüssigkeiten aus, etwa an Bremsen, Wasserkühler, Motor, Getriebe, Differential oder Ölkühler? Sinnvoll ist auch eine Fahrzeugwäsche, egal ob das Fahrzeug abgedeckt war oder nicht. So kann bei feuchter Frontscheibe auch der Scheibenwischer und die Scheibenwaschanlage schonend inspiziert werden.

Ist alles geprüft, empfiehlt die GTÜ eine etwas längere Testrunde, die der Fahrer gut kennt und schon öfter mit dem Oldtimer gefahren ist. Hier fallen ungewohnte Geräusche oder andere Störfaktoren schnell auf. Immer noch alles in bester Ordnung? Ausgiebigen Ausflügen steht nun vorerst nichts mehr im Wege. dpa

Landmaschinen sorgen für Rutschgefahr

Vorsicht vor verschmutzten Straßen durch landwirtschaftliche Maschinen und Baufahrzeuge. Davor warnt jetzt wieder der TÜV Rheinland. Durch bessere Witterungsbedingungen in Frühjahr und Sommer seien Trecker und Co. zu dieser Zeit vermehrt unterwegs, heißt es.

Dies ist vor allem für Zweiradfahrer gefährlich, denn die Fahrbahn kann rutschig sein. Klumpen oder Brocken von Schmutz auf der Straße können ein Zweirad auch bei großer Trockenheit zu Fall bringen.

Land- und Baumaschinen sind generell mit Vorsicht zu behandeln. Die Fahrzeuge sind häufig bei Dunkelheit unterwegs und dabei logischerweise auch sehr langsam, teilt der TÜV Rheinland weiter mit.

Die Beleuchtung kann durch den Einsatz im Gelände verschmiert sein, so dass die Fahrzeuge kaum zu sehen sind. Beim Überholen sollten deshalb eine mögliche Überbreite und abspritzender Dreck mit einkalkuliert werden. dpa