12 Räuber und Gäste in Hünsborn
Jubelnder Gesang

Beim Finale des Benefizkonzerts in der St.-Kunibertus-Kirche in Hünsborn musizierten die 12 Räuber gemeinsam mit ihren französischen Gästen. Wunderbar!
  • Beim Finale des Benefizkonzerts in der St.-Kunibertus-Kirche in Hünsborn musizierten die 12 Räuber gemeinsam mit ihren französischen Gästen. Wunderbar!
  • Foto: gum
  • hochgeladen von Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin)

gum Hünsborn. Überaus gut besucht war am Freitagabend das Benefizkonzert des Quartettvereins 12 Räuber unter dem Motto „Ein Hauch von Frankreich“ in der wunderschön renovierten Pfarrkirche St. Kunibertus in Hünsborn. Das lag zum einen sicher daran, dass die Hünsborner wissen, welche Qualität ihr hoch dekorierter Chor abliefert, zum anderen wohl aber auch an den Gästen aus Nantes, dem Kammerchor Eclats de Voix und dem Instrumentalensemble Euterpe. Wenn dann noch, quasi als Sahnehäubchen, die ehemalige Hünsbornerin Margarete Rasche-Alvarez, die seit 30 Jahren in Frankreich lebt, als Querflötistin im Ensemble mit von der Partie ist, dann ist es ja schon fast ein Muss, das Konzert zu besuchen. 
Die zahlreichen Zuhörer werden es nicht bereut haben, den heimischen Grill gegen einen Sommerabend mit Mozart, Beethoven und anderen großartigen Komponisten eingetauscht zu haben, denn alle Ensembles begeisterten mit eigenem, unverwechselbarem Profil. Hingabe, Können und ansteckende Freude am Gesang und dem Klang der Instrumente kennzeichneten alle Darbietungen. Der Spendenerlös (der Eintritt war frei) ist für Kranke und Bedürftige im Ort gedacht.

12 Räuber mit vielen guten Solisten

Das Entree des Instrumentalensembles Euterpe – Ausschnitte aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“, die im wahrsten Sinne des Wortes verzauberten – ließ innehalten und fasziniert lauschen.
Die Leiterin des heimischen Madrigalchors, Elisabeth Alfes-Blömer, hatte für die 12 Räuber einen wunderbaren Mix aus zeitgenössischer Musik, Kompositionen alter Meister aus verschiedenen Epochen und verschiedenen Stilen zusammengestellt. Interpretation und Vortrag der Sänger machten das Zuhören zu einer einzigartigen Freude. Mit starken Stimmen erklang zu Beginn „Ubi caritas“ (Thomas Hahnelt), gefolgt von „Cantate Domino“ (Giovanni Croce) und wohl als Hommage an die französischen Gäste „Bonjour, mon coeur“ (Orlando di Lasso). Bei dem einfühlsamen Lied „Jedes Kind braucht einen Engel“ (Klaus Hoffmann) brillierte Sandro Schäfer als Solist. Überhaupt zeigten die Räuber immer wieder mit Soli, welche Ausdruckskraft in ihren Stimmen steckt. Das temperamentvolle Spiritual „Wade In The Water“ (Arr. Kirby Shaw) erhielt mit Jochen Blömer als Solosänger eine zusätzliche Dimension. Auch das „Nachtgebet“ (Mathieu Neumann) wurde durch Solist Manuel Hausmann zusätzlich aufgewertet. Nach dem Spiritual „Lay Up Your Treasures In Heaven“ (Arr. Pepper Choplin) mit Michael Quast als begeisterndem Solisten räumten die 12 Räuber die Bühne für die französischen Freunde, Eclats de Voix unter der künstlerischen Leitung von Chorleiter Gérard Baconnais.

Am Schluss musizierten alle gemeinsam

„Immortal Bach“ (Knut Nystedt) sang der gemischte Chor, der sich zu beiden Seiten der Kirchenschiffe aufgestellt hatte, was für eine raumgreifende Akustik sorgte. „Cantique de Jean Racine“ (Gabriel Fauré) bescherte dem Publikum das herzergreifende Erlebnis inniger Sangeskunst zum Lob Gottes. Das „Salve Regina“ (Francis Poulenc) wurde ebenso wie „Thiss Marriage“ (Eric Whitacre) und das „Kyrie/Gloria“ aus der „Missa Tango“ (Martin Palmeri) mit solch begeistertem Beifall belohnt, dass der Chor das „Gloria“ noch einmal wiederholte. Sehr gut gefiel das Instrumentalensemble mit „The Man I Love“ (George Gershwin), bevor die 12 Räuber gemeinsam mit Eclats de Voix und dem Kammerorchester verschiedene Kompositionen wie „Dies Irae“ (Ruth Morris Gray), „Dona nobis pacem“(Otto Groll) und das Finale aus der Oper „Fidelio“(Ludwig van Beethoven) zu Gehör brachten. Nur ein einziges Mal hatten sie zusammen geprobt – unglaublich, welch wunderbarer Musikgenuss dabei herauskam. Als bewegenden Abschluss sangen die Chöre „Jerusalem“ (Stephen Adams, Fritz Ihlau) mit Jochen Blömer als Solist. Die Zuhörer waren hin und weg, applaudierten frenetisch und wollten die Akteure nicht gehen lassen. Sie waren erst zufrieden, als das Finale aus der Oper „Fidelio“ noch einmal als Zugabe erklang.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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