20 bis 30 Kubikmeter Müll aus den Wäldern gesammelt

70 Hillmicker beteiligten sich an Säuberungsaktion

win Hillmicke. Rund 70 Hillmicker haben am Wochenende Arbeitshandschuhe und robuste Kleidung angezogen und sind, rollenweise Müllsäcke im Gepäck, mit Traktoren und Transportern in die Wälder rund um das Dorf gefahren. In stundenlanger Arbeit befreiten die 55 Erwachsenen und 15 Kinder die Flora von dem, was Umweltfrevler im Lauf der Jahre hineingeworfen haben.

Was dabei herauskam, ist mehr als erstaunlich. »Das sind zwischen 20 und 30 Kubikmeter«, schätzte Ortsvorsteher Ludger Wielga gestern beim Ortstermin auf dem Vorplatz der Spiel- und Sporthalle, wo der Unrat zusammengetragen worden ist. Eine ganze Küchenzeile, das Interieur mehrerer Badezimmer samt Wanne und Toilette, ein Ölofen, der zwar vollkommen verrostet war, aus dessen Pumpe aber noch Kraftstoff herauslief, fünf große Kabelhaspeln, ein kompletter Kaninchenstall, verrostete Bleche, Auto- und Traktorreifen, rollenweise Stacheldraht, dazu der »normale«–Müll am Wegesrand, Dosen und Flaschen, bilden einen riesigen Müllberg, der auf Kosten der Gemeinde Wenden zur Kreismülldeponie gebracht wird. Die letzte derart umfassende Müllsammelaktion wurde vor mehr als 20 Jahren veranstaltet, damals von der Dorfjugend. Inzwischen waren die Umweltfrevler wahrlich nicht untätig. Jürgen Gurres, Erster Brudermeister der Schützenbruderschaft Hillmicke: »Wir wollen das jetzt auf jeden Fall alle drei bis fünf Jahre wiederholen.« Auch Ratsherr Gerd Müller war angesichts des Müllbergs nicht gerade angetan vom Handeln der unbekannten Umweltsünder.

Außer den rund 70 Helfern, die vor Ort den Unrat einsammelten, waren auch Mitglieder der Feuerwehr aktiv, die ihr Feuerwehrhaus als Unterkunft zur Verfügung stellten. Für die Bewirtung sorgten Mitglieder des Theatervereins, die Essen und Trinken aus der Vereinskasse stifteten.

»Wir hatten die Aktion schon länger geplant, erst danach haben wir von der konzertierten Aktion der Gemeinde erfahren und uns dann angeschlossen«, so Jürgen Gurres. »Besonders wichtig finde ich, dass auch Kinder mitgemacht haben. Wenn die einmal solchen Müll gesehen haben, werfen sie nichts mehr weg.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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