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Nachfrage in der Gemeinde ungebrochen
200 neue Bauplätze für Wenden

Im Baugebiet „Obstwiese“ in Wenden sind die ersten Häuser bereits bewohnt, andere befinden sich noch in der Bauphase. Das erste der vier Mehrfamilienhäuser entlang der Bergstraße soll laut Gemeinde Wenden im Frühjahr angegangen werden.
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  • Im Baugebiet „Obstwiese“ in Wenden sind die ersten Häuser bereits bewohnt, andere befinden sich noch in der Bauphase. Das erste der vier Mehrfamilienhäuser entlang der Bergstraße soll laut Gemeinde Wenden im Frühjahr angegangen werden.
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

hobö Wenden. Sie sind längst keine Schnäppchen mehr, die Baugrundstücke in der Gemeinde Wenden. Und dennoch gehen sie weg wie die vielzitierten warmen Semmeln. Bekam man vor rund 20 Jahren ein Quadratmeter Bauland im Zentralort Wenden (mitsamt der Kosten für den Straßen- und Kanalbau) für rund 76 Euro von der Gemeinde, kostet der Grund und Boden nunmehr 124 Euro. Das entspricht einer Steigerung in knapp zwei Jahrzehnten von ca. 63 Prozent. Grundstücke aus privatem Besitz wechseln zumeist für einen noch weit höheren Preis den Besitzer. Dem Wunsch nach den eigenen vier Wänden leistet dieser Umstand aber keinen Abbruch. Daher beantragte die CDU-Fraktion im Wendener Gemeinderat im November vergangenen Jahres, eine „Planungsoffensive“ in diesem Sektor.

hobö Wenden. Sie sind längst keine Schnäppchen mehr, die Baugrundstücke in der Gemeinde Wenden. Und dennoch gehen sie weg wie die vielzitierten warmen Semmeln. Bekam man vor rund 20 Jahren ein Quadratmeter Bauland im Zentralort Wenden (mitsamt der Kosten für den Straßen- und Kanalbau) für rund 76 Euro von der Gemeinde, kostet der Grund und Boden nunmehr 124 Euro. Das entspricht einer Steigerung in knapp zwei Jahrzehnten von ca. 63 Prozent. Grundstücke aus privatem Besitz wechseln zumeist für einen noch weit höheren Preis den Besitzer. Dem Wunsch nach den eigenen vier Wänden leistet dieser Umstand aber keinen Abbruch. Daher beantragte die CDU-Fraktion im Wendener Gemeinderat im November vergangenen Jahres, eine „Planungsoffensive“ in diesem Sektor. Der Rat unterstützte das Ansinnen der Christdemokraten und forderte Bürgermeister Bernd Clemens per Beschluss auf, bis spätestens zum Sitzungsblock im März dieses Jahres eine Planung vorzulegen, die die derzeit in Umsetzung befindlichen Neubaugebiete sowie auch die weitere Vorhaben aufzeigt und bestenfalls priorisiert. Vor allem zielte der CDU-Antrag darauf, in den kleineren Ortschaften Perspektiven für Bauwillige aufzuzeigen.

Bauland für Elben, Rothemühle, Altenhof und Schönau

Dieser Plan liegt nun vor und wird dem Bau- und Planungsausschuss (BPA) sowie dem Rat der Gemeinde Wenden in den nächsten beiden Wochen vorgelegt. Dabei schlägt die Verwaltung vor, nach der Entwicklung der größeren Ortsteile Bauland auch in den kleineren Dörfern zu erschließen – und zwar in der Reihenfolge Elben, Rothemühle, Altenhof und Schönau.

Vielgelobte Heider stehen perspektivlos da

„Die Planungsoffensive der Gemeinde Wenden läuft schon über einen längeren Zeitraum“, versichert die Gemeindeverwaltung in der Sitzungvorlage für Rat und BPA. Diesbezüglich verweist man auf die in den beiden zurückliegenden Jahren bereits realisierten oder in der Erschließung befindlichen Gebiete, in denen gemeindeweit 58 neue Wohneinheiten geschaffen würden.

Baugebiet "Westerberg" in Wenden wird erschlossen

In diesem Jahr werden überdies die beiden großen Baugebiete „Westerberg“ in Wenden mit insgesamt 22 Bauplätzen und Hünsborn „An der Wahre, 2. Bauabschnitt“ mit 31 Einfamilienhäusern, zwei Mehrfamilienhäusern und insgesamt zehn Reihenhäusern erschlossen.

30 bis 35 neue Bauplätze winken

Die Erschließungsarbeiten beider Baugebiete hat übrigens in dieser Woche begonnen. Zudem ist die Erschließung des Baugebietes „Hirtengarten“ in Römershagen mit fünf Einfamilienhäusern sowie der erste Bauabschnitt des Baugebiets „Breiter Bruch“ in Ottfingen mit drei Einfamilienhäusern vorgesehen. Parallel zu den Erschließungsmaßnahmen im laufenden Jahr sei „die weitere Planung mehrerer Baugebiete vorgesehen“, wie die Verwaltung mitteilt. Bei diesen Planungen seien bereits unterschiedliche Stufen erreicht. Es sei damit zu rechnen, dass die geplanten Gebiete in den Jahren 2022 und 2023 erschlossen werden können. Zu den betreffenden Gebieten gehören der Bereich „Am Buchhagen“ in Möllmicke (bis zu 23 Häuser), der zweite Bauabschnitt am St.-Antonius-Weg in Gerlingen (noch keine genaue Häuserzahl berechnet), der zweite Bauabschnitt „Breiter Bruch“ in Ottfingen (bis zu 13 Häuser) und der Bereich „Hillgenstock, Teilbereich Süd“ in Wenden (bis zu 32 Häuser).
Schwerpunktmäßig sind in diesen Gebieten Einfamilienhaus-Einheiten vorgesehen. Zur Schaffung von sogenanntem „bezahlbaren Wohnraum“ wird ferner die Möglichkeit von Reihen- und Mehrfamilienhäusern in jedem dieser Baugebiete geprüft.

Insgesamt 200 neue Bauplätze für Wenden

Aktuell, rechnet man im Rathaus zusammen, „ist die Realisierung von mehr als 200 Wohneinheiten in der Gemeinde vorgesehen, umgesetzt oder befindet sich aktuell in der Umsetzung“.
Damit, so die Hoffnung, komme man der hohen Nachfrage nach den eigenen vier Wänden nach. Zumal Experten infolge der Corona-Pandemie und der gewachsenen Bedeutung des selbstbewohnten Eigentums einen weiteren Anstieg der Nachfrage prognostizieren.
Allerdings lagen der Gemeinde Wenden im November 2020 knapp 300 Bewerbungen nach Baugrundstücken vor. Hierbei waren jene für Gerlingen und Hünsborn nicht mehr enthalten, weil hier laut Gemeinde die „Vergabe gerade erst erfolgt ist“.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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