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Forschergarten für alle Sinne in der Kita "Dorfnest"
40 Kubikmeter Hackschnitzel verteilt

Auf Aussichtstürmen aus Holz können die Kinder Beobachtungsposition einnehmen und haben freien Blick auf ihren neuen Forschergarten, der seit Frühjahr „in Betrieb“ ist und vermutlich im Herbst seiner Bestimmung übergeben werden soll.
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  • Auf Aussichtstürmen aus Holz können die Kinder Beobachtungsposition einnehmen und haben freien Blick auf ihren neuen Forschergarten, der seit Frühjahr „in Betrieb“ ist und vermutlich im Herbst seiner Bestimmung übergeben werden soll.
  • Foto: yve
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

yve Ottfingen.  Insekten schwirren zwischen blühenden Wildblumen, in Hochbeeten gedeiht Gemüse. An einem Strauch mit Beeren hängen allerdings nur noch wenige Früchte. „Da haben die Kinder wohl schon fleißig geerntet und genascht“, sagt Dennis Stracke. Der 2. Vorsitzende des Elternvereins „Ottfinger Dorfnest“ zeigt der Siegener Zeitung den neuen Forschergarten, der auf dem Außengelände der Kindertagesstätte „Dorfnest“ in Ottfingen entstanden ist. Hier ist ein Ort geschaffen worden, wo Kinder die Natur mit allen Sinnen erleben können.

Die Kosten für den Forschergarten belaufen sich auf fast 200 000 Euro, finanziert zu 65 Prozent aus Leader-Fördermitteln. 35 Prozent der Kosten übernahm die Gemeinde Wenden.

yve Ottfingen.  Insekten schwirren zwischen blühenden Wildblumen, in Hochbeeten gedeiht Gemüse. An einem Strauch mit Beeren hängen allerdings nur noch wenige Früchte. „Da haben die Kinder wohl schon fleißig geerntet und genascht“, sagt Dennis Stracke. Der 2. Vorsitzende des Elternvereins „Ottfinger Dorfnest“ zeigt der Siegener Zeitung den neuen Forschergarten, der auf dem Außengelände der Kindertagesstätte „Dorfnest“ in Ottfingen entstanden ist. Hier ist ein Ort geschaffen worden, wo Kinder die Natur mit allen Sinnen erleben können.

Die Kosten für den Forschergarten belaufen sich auf fast 200 000 Euro, finanziert zu 65 Prozent aus Leader-Fördermitteln. 35 Prozent der Kosten übernahm die Gemeinde Wenden. Bei der Planung, so Stracke, habe der Elternverein großen Wert darauf gelegt, den Spielbereich mit den pädagogischen Schwerpunkten „Bewegung und ökologische Bildung“ auszustatten.

"Wir waren begeistert“

Das Konzept für die naturverbundenen Freiräume stammen aus der Feder der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung aus Hohenahr. Stracke: „Wir waren begeistert.“ Das Büro habe sich zum Ziel gesetzt, naturnahe Freiraumkonzeptionen zu kombinieren und richtig spannend umzusetzen.In die Überlegungen miteinbezogen war neben dem Elternverein auch die Kindergartenleitung und Eltern, „die sich auch regelmäßig um die Pflege der Gartenanlage kümmern“.

Allein 40 Kubikmetern Hackschnitzel seien von Freiwilligen und Erzieherinnen verteilt worden. „Die Arbeiten werden meist an Wochenenden erledigt.“ Bei den Bauausführungen wurden bewusst die natürlichen Gegebenheiten des Geländes am Hang genutzt, auf verschiedenen Ebenen zwischen Bruchsteinmauern soll der Nachwuchs immer wieder zum Handeln und Nachdenken angeregt werden.
Dennis Stracke zieht an einer Art Schublade, die an einigen Stellen im Boden oder in den Hochbeeten steckt. Das gebe den Blick auf kleine Lebewesen frei, die sich im Erdreich bewegen. „Die Kinder können so zum Beispiel auch sehen, wie Möhren wachsen.“ Ziel sei, so der Vorsitzende, „dass das eigene Gemüse in der Kindertagesstätte zubereitet werde.“

Nachhaltiger Umgang mit der Natur gefördert

Das fördert einen nachhaltigen Umgang mit der Natur. Sie zu bewahren und zu achten, sollen die Kinder hier ganz automatisch lernen. Integriert in die heimisch ausgerichtete Pflanzenwelt sind Bewegungsgeräte wie Dschungeltunnel, Wasserpumpe, Sandkasten oder Schalenrutsche. Dicke Seile an den Mauern animieren zum Klettern, auf den großen Aussichtstürmen aus Holz können die kleinen Forscher Beobachtungsposition einnehmen. Große Segel auf den Flächen bieten Wetterschutz, auch über dem Atrium, das offen auch für Vereine aus dem Dorf und die Schulkinder sein soll – ob für gemeinsames Singen, Erzählcafé oder Treffen und Austausch unter freiem Himmel.
Seit dem Frühjahr ist der neue Forschergarten „in Betrieb“, vermutlich im Herbst soll er offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Dann kann sich die Öffentlichkeit ein Bild von einem echten Abenteuerort zum Leben, Lernen, Forschern und Bewegen machen – mitten im Grünen, wo Ameisen, Regenwürmer oder Asseln nicht fremd und eklig, sondern willkommene Gäste sind.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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