84 Einsatzkräfte probten für den Ernstfall

Feuerwehrübung auf dem Gelände der Firma Dornseifer

rudi Hünsborn. Das Gelände der Firma Dornseifer im Hünsborner Industriegebiet war am Freitagabend Schauplatz eines großen Spektakels – das zum Glück nur eine groß angelegte Übung darstellte. Die Lage dabei verlangte nämlich das ganze Können der Helfer sowie schnellen Handlungsbedarf. 84 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hünsborn und Olpe, des Technischen Hilfswerkes (THW) Olpe sowie des Malteser Hilfsdienstes Olpe waren insgesamt vor Ort.

Der Hünsborner Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr dürfte sich allein aus übungstechnischer Sicht zweifellos zur Elite seines »Fachs« zählen. Erst vergangenes Wochenende probte man zusammen mit Wehren aus dem Siegerland die interkommunale Zusammenarbeit; nunmehr griff man zusammen mit den Floriansjüngern aus Olpe ein. Die groß angelegte Übung spielte sich dabei auf dem Gelände der Firma Dornseifer ab. Juniorchef Peter Dornseifer hatte die Firmenzentrale nicht zuletzt aufgrund der Tatsache zur Verfügung gestellt, dass er einst selbst seinen Wehrersatzdienst beim THW leistete. Auch dieses war beim vermeintlichen Notfall am Freitag mit 22 Personen und fünf Fahrzeugen vertreten. Vor allem die schwere Gerätschaft der Blauröcke war dabei gefragt. Bei der Übung gingen die Verantwortlichen nicht nur von einem Brand aus, sondern auch von eingeklemmten Personen, die aufwändig geborgen werden mussten.

Vermeintliche Ursache des Szenarios stellte ein verunfallter Pkw dar: Der Fahrer erleidet einen Herzinfarkt, tritt das Gaspedal des Wagens durch und rast unter einen Lkw, der gerade betankt wird. Dieser gerät in Brand; der Fahrer des Pkw wird in seinem Auto eingeklemmt. In direkter Nähe befinden sich zudem Gefahrengut-Kanister. Mitarbeiter der Metzgerei werden auf den Unfall aufmerksam und eilen zur Hilfe. Dabei vergisst einer der Angestellten, den Räucherofen zu schließen; der Rauch verbreitet sich in der gesamten Halle. Zwei Mitarbeiter der Metzgerei retten sich in den Dachgarten; zwei weitere befinden sich noch in der Halle. Ein weiterer Lkw-Fahrer kommt zur Hilfe, vergisst jedoch, die Handbremse an seinem Fahrzeug zu betätigen. Dieses kommt auf abschüssigem Gelände ins Rollen und klemmt einen weiteren Arbeiter zwischen zwei Containern ein.

Dass die Übung einen enormen Aufwand seitens technischer Gerätschaften als auch das gesamte Können der Einsatzkräfte verlangte, war angesichts der prekären Ausgangslage selbstverständlich. Nicht nur Fertigkeiten in Sachen Brandbekämpfung und Personenrettung wurden verlangt. Ebenso musste das Gelände ausgeleuchtet und Gefahrengutkanister geborgen werden. Während THW und Feuerwehr eben diese Aufgaben bewältigten, übernahm der Malteser Hilfsdienst die Versorgung der vermeintlichen Verletzten.

Der große Aufwand der Übung machte sich jedoch allemal bezahlt. Zufrieden konnte man nämlich feststellen, dass alles reibungslos vonstatten ging und vor allem die Koordination untereinander bestens funktionierte. Und somit wurde eindrucksvoll belegt, dass man selbst für derart große Einsätze bestens gerüstet ist.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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