Bauhof Wenden
880 Dienststunden allein zur Beseitigung von wildem Müll

Bauhofleiter Michael Niklas freut sich über den neuen Minibagger, der den großen Lkw ersetzt und vielseitiger einsetzbar ist.
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  • Bauhofleiter Michael Niklas freut sich über den neuen Minibagger, der den großen Lkw ersetzt und vielseitiger einsetzbar ist.
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hobö Wenden. Ein außergewöhnlich milder Winter, der Ausfall der Wendener Kirmes sowie Neueinstellungen und Neuanschaffungen sind besondere Merkmale des Geschäftsberichts 2020 des Baubetriebshofs der Gemeinde Wenden. Im vergangenen Jahr stellte Leiter Michael Niklas zum ersten Mal einen solchen Jahresbericht mit umfangreichen Informationen über die Einrichtung der Kommune vor. Daher hob der Straßenwärtermeister bei der zweiten Vorstellung in der jüngsten Sitzung des kommunalen Bau- und Planungsausschusses vor allem die Neuerungen bzw. Änderungen hervor.
Das 21 Seiten umfassende Papier ermöglicht einen interessanten Einblick in die sehr unterschiedlichen und vielfältigen Aufgabenfelder. Niklas, der den Baubetriebshof seit dem 1. Juni 2016 leitet und dort bereits seit 1985 beschäftigt ist, zeigt sich insgesamt zufrieden. Vor allem die Neueinstellung von zwei Mitarbeitern begrüßt er. Darunter ist auch ein „Neuer“, der zuvor in den Werthmann-Werkstätten tätig war und nun den Sprung in die kommunale Anstellung schaffte.

Neuer Mobilbagger für den Bauhof Wenden

Freude bereitet dem Bauhofleiter auch die erstmalige Anschaffung eines Mobilbaggers (für rund 144.000 Euro), der vielseitig einsetzbar sei und nach den ersten zehn Monaten 469 Betriebsstunden aufweise. Dafür werde der große Lkw mit Kranaufbau verkauft. Dieser habe in der gleichen Zeit nur 40 Betriebsstunden auf dem Buckel. Im laufenden Jahr werde noch ein kleiner, wendiger Lkw angeschafft.
Der Winter 2019/2020 sei der mildeste seit langer Zeit gewesen. Lediglich 20 Einsätze weist die Statistik des Bauhofs aus, lediglich 2006/2007 gab es mit elf Einsätzen weniger.

Bauhofleiter Michael Niklas freut sich über den neuen Minibagger, der den großen Lkw ersetzt und vielseitiger einsetzbar ist.
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Der Bauhof ist eine Einrichtung der Kommune und gehört organisatorisch zum Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung. Derzeit sind dort 17 Mitarbeiter in Vollzeit (Vorjahr: 15) und einer in Teilzeit beschäftigt – das Durchschnittsalter beträgt 45,4 Jahre. Der Betrieb betreut 149,8 km Gemeindestraßen, 70 km Wirtschaftswege, 13,2 km Radwege, 195 km Kanalnetz mit insgesamt 6350 Kontrollschächten, 60 Hektar Grünflächen, 56 Spiel- und Bolzplätze sowie 12 400 Bäume. Der Fuhrpark umfasst 14 Fahrzeuge, acht Anhänger sowie 22 Großgeräte wie Radlader, Hebebühne, Schneepflüge und andere.
Fast 90 Prozent aller Tätigkeiten entfallen laut Niklas auf die Kernaufgaben. Dies seien die klassischen Aufgaben in einer Gemeinde zur Aufrechthaltung der Sicherheit und Ordnung: Straßenunterhaltung, -reinigung, -kontrolle, Kanalunterhaltung, Grünflächenunterhaltung, kleinere Wartungen, Baumkontrollen, Winterdienst sowie Fahrzeug- und Geräteunterhaltung.

Die Kinderspielplätze in Wenden müssen gepflegt werden

Besondere Aufmerksamkeit erfahren die Kinderspielplätze in der Gemeinde. Das Aufstellen von neuen Spielgeräten, die Pflege und Instandhaltung der Geräte sowie die Überprüfung der Spielgeräte auf Sicherheitsmängel gehören ebenfalls zu den Aufgaben. Neben diesen Kernaufgaben gebe es noch eine Vielzahl an Aufgaben, die der Bauhof im Auftrag der Gemeindeverwaltung ausführe. Die Beseitigung von wildem Müll sei hier ebenso zu nennen wie die technische Absicherung von gemeindlichen Veranstaltungen und Festen.
Hier ist eigentlich die Wendener Kirmes zu nennen, für deren Gelingen die Bauhof-Mitarbeiter im Jahr 2019 etwa 1000 Stunden Arbeit leisteten. Die infolge des Corona-bedingten Ausfalls der „Kärmetze“ freigewordenen Kapazitäten habe der Bauhof in die Straßenunterhaltung investiert, so Niklas. 2019 seien 93 Tonnen Heißasphalt eingebaut worden, im vergangenen Jahr immerhin 230.
Apropos Corona: Die diesbezüglichen Regeln hätten die Arbeit des Bauhofs selbstredend auch beeinflusst, berichtet Niklas. So sei jedem Mitarbeiter ein festes Fahrzeug zugewiesen worden. Desinfektionen und andere Hygienemaßnahmen hätten mitgeholfen, dass bis heute kein offiziell nachgewiesener Corona-Fall unter den Mitarbeitern bekannt geworden sei.

Wilder Müll auch in Wenden ein echtes Ärgernis

Etwas mehr als 880 Stunden Arbeit (Vorjahr: ca. 700) leistete der Bauhof zur Beseitigung von wildem Müll. „Das ist viel zu viel“, erklärte Michael Niklas. Die anfängliche Vermüllung des neueröffneten „Pumptracks“ in Gerlingen benennt Niklas gar als „den negativsten Vorfall“ im Jahr 2020. „Ich kann nicht verstehen, warum solch eine tolle Anlage so hinterlassen wird.“ Auch auf dem „Rummelbachplatz“ in Wenden sei viel Abfall hinterlassen worden. Niklas wünscht, dass die Entleerung der Papierkörbe im Gemeindegebiet wieder dem Bauhof zugeordnet werde. „Dann könnten wir besser reagieren.“ Die Gemeinde hat diese Aufgabe an eine externe Firma vergeben.
„Denn wir helfen gerne da, wo wir können“, schließt Michael Niklas seinen Bericht im Bau- und Planungsausschuss.

Bauhofleiter Michael Niklas freut sich über den neuen Minibagger, der den großen Lkw ersetzt und vielseitiger einsetzbar ist.
Bauhofleiter Michael Niklas freut sich über den neuen Minibagger, der den großen Lkw ersetzt und vielseitiger einsetzbar ist.
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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