Abfallgebühren sinken spürbar

Positive Botschaft in Gemeinde Wenden / Vierköpfige Familie spart fast 10Prozent

hobö Wenden. Eine in diesen Zeiten selten zu vernehmende frohe Botschaft konnte gestern im Umweltausschuss der Gemeinde verkündet werden. Die Kosten für die Abfallentsorgung in der südlichsten Kommune des Kreises Olpe sinken im kommenden Jahr spürbar. Eine vierköpfige Familie beispielsweise hat gegenüber dem Vorjahr knapp 9,5Prozent weniger Kosten zu schultern. Vor wenigen Wochen wurde bereits beschlossen, dass auch die Abwassergebühren in der Gemeinde Wenden – wenn auch nur minimal ––sinken werden (die Siegener Zeitung berichtete).

Die Kalkulation der Kosten für die Abfallentsorgung wird von vielen Faktoren bestimmt. Nicht nur, dass es verschiedene Gebühren für drei verschiedene Abfallsorten (graue, braune und grüne Tonne) und es bei zweien (graue und braune Tonne) noch die Wahl zwischen verschieden großen Abfallbehältern gibt, nein, es gesellen sich unter anderem noch die Faktoren der tatsächlich anfallenden Abfallmengen sowie die Kosten der Entsorgungsfirmen hinzu.

Grüne Tonne

Die Gebühren im Einzelnen: Bedingt durch eine Erhöhung der Unternehmerentgelte wurde von der Gemeinde für die Entsorgung der grünen Tonnen (Papier, Pappe, Kartonagen) eine Kostensteigerung von rund 2600e veranschlagt. Damit wird die Gebühr für jeden Behälter um 0,30e teurer und beläuft sich im Jahr 2004 auf 10,76e pro Behälter.

Graue Tonne

Die für das kommende Jahr kalkulierten Kosten für die Restabfallentsorgung (graue Tonne) werden mit 40000e geringer angesetzt als in 2003. Dies liegt daran, dass mit insgesamt 200t weniger Restabfallaufkommen gerechnet wird und das Gesamtbehältervolumen um 20000Liter steigt. Das führt dazu, dass im Jahr 2004 pro Liter zur Verfügung gestellten Restabfallvolumen in der grauen Tonne 0,35e verlangt werden. 2003 waren es 0,41e.

Braune Tonne

Das Bioabfallaufkommen (braune Tonne) erhöht sich nach Schätzungen der Gemeinde um 100t. Daher erhöht sich diese Gebühr für diese Entsorgungsleistung geringfügig um 0,01e auf 0,34e pro Liter Tonnenvolumen.

Grundgebühr

In die Kalkulation der Grundgebühr gehen alle Kosten und Einnahmen ein, die nicht direkt mit der Abfallmenge zu tun haben. Dazu zählen auch die Entgelte der Abfuhrunternehmen AKM und SITA. Beide Firmen haben für 2004 von ihrer vertraglich vereinbarten Preisgleitklausel Gebrauch gemacht und fordern eine Anhebung ihrer Entgelte um jeweils 4,8Prozent. Das entspricht rund 10000e zusätzlich. Gleichzeitig fließt aber der Überschuss aus dem Gebührenjahr 2002 in Höhe von 56500e in die Grundgebühr-Berechnung ein.

Die Grundgebühr von insgesamt 288970,84e wird schließlich zur Hälfte auf die 5300 Grundstücke in der Gemeinde und die Zahl von 18972 zu veranlagenden Einwohner aufgeteilt. Dies wiederum ergibt eine jährliche Grundgebühr pro Grundstück von 25,50e (-4,50e) und pro Einwohner von 7,-e (-1,30e).

Vorschlag der Verwaltung abgelehnt

Die Gemeindeverwaltung hatte dem Umweltausschuss vorgeschlagen, die Grundgebühr weniger stark zu reduzieren. Erstmalig nämlich sollte der Anreiz zum Kompostieren auf dem eigenen Grundstück nicht aus dem allgemeinen Haushalt der Gemeinde bezahlt werden, sondern in die Kalkulation der Müll-Grundgebühr einfließen. Dem schob aber der Umweltausschuss der Gemeinde gestern einen Riegel vor. Alle Fraktionen waren sich einig, dass es bei der bisherigen Regelung bleiben soll. Immerhin zahlt die Gemeinde jährlich rund 20000e an ca. 1300 Grundstücksbesitzer, die angeben, auf dem eigenen Grundstück Bioabfälle zu kompostieren.

Der nun abgelehnte Verwaltungsvorschlag hätte zur Folge gehabt, dass die Grundgebühr pro Grundstück nicht um 4,50e, sondern lediglich um 2,50e gesunken wäre. Die personenbezogene Grundgebühr hätte sich lediglich um 0,80e statt der nun vereinbarten 1,30e verringert.

-15,40E für Vier-Personen-Haushalt

Mit diesen Angaben kann nun jeder seine Abfallgebühren für das nächste Jahr errechnen. Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit je 120l großen Restabfall- und Biotonnen wird die Grundstücksgrundgebühr (1x25,50e), viermal die Personen-Grundgebühr (4x7e = 28,-e), die Gebühr für die grüne Tonne (10,80e), für die graue Tonne (120lx0,35e = 42,-e) sowie die Gebühr für die braune Tonne (120lx0,34e = 40,80e) fällig. Insgesamt ergibt dies eine Jahresgebühr von 147,10e. Das macht eine Reduzierung gegenüber 2003 (162,50e) um 15,40e (ca. 9,48Prozent) aus.

Wie in den Vorjahren will die Gemeinde die Gebühr für die Inanspruchnahme der Sperrmüll-, Metallschrott- sowie Grünschnittabfuhr bei 22,e belassen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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