Abwassergebühr in Gemeinde sinkt

Geringere Schuldenlast ermöglicht Reduzierung trotz gestiegener Ruhrverbands-Umlage

hobö Wenden. Die Gemeinde Wenden kann trotz ungünstiger Rahmenbedingungen die Abwassergebühren senken. Pro Kubikmeter sind statt der derzeit fälligen 3,06e im Jahr 2004 lediglich 2,04e von den Bürgern zu entrichten. Das erscheint im ersten Moment zwar nur als bescheidene Entlastung, doch vor dem Hintergrund, dass der Ruhrverband seine Umlage für die Klärung der Abwässer allein für die Gemeinde Wenden um knapp 86000e erhöht, erfährt die Gebührenminderung eine Aufwertung.

Möglich wird die Senkung der Abwasserkosten für die Bürger vor allem durch zwei Faktoren. Besonders der in den vergangenen Jahren kontinuierlich betriebene Schuldenabbau im so genannten Eigenbetrieb Sondervermögen Abwasserbeseitigung führt zu einer stetig sinkenden Zinsbelastung, die auch an den Gebührenzahler weiter gegeben wird. Überdies beschloss gestern Abend der Werksausschuss der Gemeinde auf Antrag von Elmar Holterhof (Bündnis90/Die Grünen) einstimmig eine Reduzierung der angesetzten Personalkosten.

Ursprünglich hatte die Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, den Preis für jeden Kubikmeter Abwasser für die »normalen« Abwassereinleiter bei exakt 3,06e zu belassen. Also exakt jene Gebühr, die in diesem Jahr fällig war. Doch nach längerer Diskussion einigten sich die Politiker, den Ansatz für die Personalkosten herunter zu drücken. Kehrseite der Medaille: Diese nun nicht mehr in der Gebührenkalkulation auftauchenden Personalkosten müssen im allgemeinen Haushalt der Gemeinde Wenden aufgefangen oder aber in der Abwasserkalkulation für das Jahr 2005 Berücksichtigung finden.

Die genaue Feststellung der Personalkosten für den Abwasserbetrieb der Gemeinde Wenden gestaltet sich nämlich nicht so einfach. Insgesamt sind 13 Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Wenden teilweise für den Abwasserbetrieb tätig. Das fängt bei der Erstellung der Abwassergebühren an und reicht bis zu Tätigkeiten des Bürgermeisters als Werkleiter. Der Aufwand der einzelnen Mitarbeiter wird in Prozentanteilen berechnet und ergibt in der Summe 4,56 hauptamtliche Stellen. Aufgrund der gestrigen Abstimmung im Werksausschuss werden im kommenden Jahr nun allerdings lediglich 4,06 Stellen in Anrechnung gebracht. Das ergibt die Gebührenreduzierung um 0,02e pro Kubikmeter Abwasser. Heute muss allerdings der Gemeinderat (Sitzungsbeginn um 17 Uhr) noch seine Zustimmung zu dieser Veränderung geben.

Auf die Personalkosten für den Abwasserbetrieb waren die Politiker aufmerksam geworden, weil dieser Ansatz um rund 25 Prozent gegenüber 2003 erhöht werden sollte. Kämmerer Bernd Clemens erklärte, dass das unter anderem mit der digitalen Erfassung des gesamten Kanalnetzes zusammenhänge. Allerdings sei diese schon sehr weit fortgeschritten, so dass dieser Mitarbeiter möglicherweise nicht mehr das gesamte Jahr 2004 für den Abwasserbetrieb eingesetzt werden müsse. Clemens erinnerte daran, dass man mit 4,56 Stellen immerhin eine Bilanzsumme von rund 35Mille einem Jahr erziele. Das sei doch ein beachtliches Ergebnis. Seit 1998 war der Preis pro Kubikmeter Abwasser nur 2002 (2,92e) niedriger als im nächsten Jahr. Im Jahr 2000 waren sogar 3,16e fällig.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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