SZ

Wenden: Geld aus 2018 übrig
Abwassergebühr soll sinken

Die Kläranlage des Ruhrverbands in Gerlingen wurde nach umfangreicher Erweiterung am 7. September 2012 wiedereröffnet. Hier werden Abwässer aus der Gemeinde Wenden geklärt.
  • Die Kläranlage des Ruhrverbands in Gerlingen wurde nach umfangreicher Erweiterung am 7. September 2012 wiedereröffnet. Hier werden Abwässer aus der Gemeinde Wenden geklärt.
  • Foto: hobö (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

hobö Wenden. Hinsichtlich der Abwassergebühren in der Gemeinde Wenden gibt es mit Blick auf das Jahr 2021 eine positive Entwicklung für die Bürger zu vermelden: Die Schmutzwassergebühr wird sinken, die Niederschlagswassergebühr bleibt gleich. In Summe wird die Abwassergebühr für den vielzitierten „Otto Normalverbraucher“ also niedriger.Das jedenfalls sieht der Vorschlag vor, den die Gemeindeverwaltung dem kommunalen Haupt- und Finanzausschuss (HFA) in dessen Sitzung am Montag, 7. Dezember (Beginn um 17.30 Uhr im Rathaus), zur Beratung vorlegen wird und über den der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch, 9. Dezember (Beginn um 17.30 Uhr in der Aula des Gesamtschule), entscheidend abstimmt.

hobö Wenden. Hinsichtlich der Abwassergebühren in der Gemeinde Wenden gibt es mit Blick auf das Jahr 2021 eine positive Entwicklung für die Bürger zu vermelden: Die Schmutzwassergebühr wird sinken, die Niederschlagswassergebühr bleibt gleich. In Summe wird die Abwassergebühr für den vielzitierten „Otto Normalverbraucher“ also niedriger.Das jedenfalls sieht der Vorschlag vor, den die Gemeindeverwaltung dem kommunalen Haupt- und Finanzausschuss (HFA) in dessen Sitzung am Montag, 7. Dezember (Beginn um 17.30 Uhr im Rathaus), zur Beratung vorlegen wird und über den der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch, 9. Dezember (Beginn um 17.30 Uhr in der Aula des Gesamtschule), entscheidend abstimmt.

Schmutzwasser 

Für die Bürger der Gemeinde Wenden setzt sich die Abwassergebühr bekanntlich aus zwei Komponenten zusammen: aus der Schmutzwasser- und aus der Niederschlagswassergebühr.Die Schmutzwassergebühr wird anhand der verbrauchten Menge an Frischwasser in Rechnung gestellt. Für jeden abgezapften Kubikmeter Frischwasser verlangte die Gemeinde Wenden im Jahr 2019 noch 2,88 Euro Schmutzwassergebühr. Für das nun zu Ende gehende Jahr 2020 zog die Kommune dann 3,04 Euro ein, was einem Anstieg um 16 Cent bzw. 5,6 Prozent entsprach. Im nächsten Jahr wird die Gebühr allerdings wieder um 3,7 Prozent gesenkt: Für jeden abgezapften Kubikmeter Frischwasser sollen 2,93 Euro Schmutzwassergebühr abgebucht werden, also 11 Cent pro Kubikmeter weniger als in diesem Jahr.

Niederschlagswasser

Die zweite Berechnungsgrundlage für die Abwassergebühr in der Gemeinde Wenden ist die Niederschlagswassergebühr. Sie ist zu zahlen, wenn von versiegelten Flächen auf dem eigenen Grundstück Regenwasser in die Abwasserkanäle gelangt. Die sogenannten „abwasserwirksamen Flächen“ werden als Maßstab genommen. Für jeden Quadratmeter waren im Jahr 2019 noch 0,55 Euro zu berappen. Im Jahr 2020 wurde diese Gebühr um 2 Cent auf 0,53 Euro gesenkt (- 3,6 Prozent). Dabei bleibt es auch im Jahr 2021.

Rechenbeispiel

Die Gemeinde rechnet vor, dass sich für den Eigentümer eines durchschnittlichen Wohnhauses mit 130 Kubikmetern Wasserverbrauch (= 380,90 Euro) und 170 Quadratmetern „abwasserwirksamer Fläche“ (= 90,10 Euro) die Abwassergebühr im Jahr 2021 auf 471 Euro summiert. Die jährliche Abwassergebühr sinkt also in diesem Beispiel von 485,30 Euro im nun zu Ende gehenden Jahr um 14,30 Euro, was einer Verringerung von 2,9 Prozent entspricht. Wie die Gebühr im Einzelnen aussieht, ist natürlich schlussendlich davon abhängig, wie groß die „abwasserwirksame Fläche“ auf dem jeweiligen Grundstück ist und wieviel Frischwasser verbraucht wird.

Überfluss aus 2018

Als Hauptgrund für die Kostensenkung benennt die Gemeindeverwaltung eine „Überdeckung“ aus dem Jahr 2018. Seinerzeit sind also mehr Gebühren vereinnahmt worden als Kosten gegenüberstanden. Dieser Überschuss fließt nun in den Gebührenhaushalt für 2021 ein.
Wie die SZ gestern bereits berichtete, schlägt die Verwaltung dem Gemeinderat ebenfalls vor, die Hebesätze für die Grundsteuern A und B sowie für die Gewerbesteuer 2021 nicht zu verändern. Womit hier zumindest kein negativer Trend absehbar ist.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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