Aldi-Neubau hat gestern begonnen

Ersten Spatenstich gesetzt / Langwierige Vorgeschichte kritisiert / Fertigstellung im Juni

hobö Wenden. Wohl selten hat die Bebauung eines Grundstücks derart viele Diskussionen in Politik und Öffentlichkeit hervorgerufen wie in diesem Fall: Das Areal zwischen dem Wendebachcenter und der Alten Schule an der Hauptstraße in Wenden sollte nach dem Abriss des Falke-Komplexes vor mehr als einem Jahrzehnt zunächst für ein Seniorenzentrum dienen, dann gab es Pläne, das Wendebachcenter in einer weiteren Baustufe dorthin auszudehnen, und schließlich hatte die Aldi-Lebensmittelkette das Grundstück im Visier. Nach ersten Kontakten mit dem Grundstückseigentümer im August 1998 und den darauf folgenden langwierigen Verhandlungen mit der Gemeinde Wenden und anderen Behörden vergingen viereinhalb Jahre, bis gestern schließlich offiziell mit dem Neubau des Aldi-Marktes begonnen wurde.

Spatenstich mit dem Bagger

Nachdem in den vergangenen Tagen die Bäume und Sträucher auf dem Grundstück entfernt worden waren, begann gestern Morgen der Abriss des seit geraumer Zeit leer stehenden Hauses an der Hauptstraße. Am Nachmittag dann erschienen Vertreter der am Bau beteiligten Firmen sowie der Verwaltungsspitze der Gemeinde Wenden, um den symbolischen ersten Spatenstich zu setzen. Und da es sich nicht gerade um ein kleines Projekt handelt, nahm Bürgermeister Peter Brüser keinen Spaten in die Hand, sondern trieb eine Baggerschaufel in die Erde.

Beschwerlicher Behörden-Gang

Trotz des für ihn freudigen Anlasses konnte sich Bruno Schürholz aus Drolshagen, der für die Planung des Projektes verantwortlich zeichnet, einige kritische Bemerkungen nicht verkneifen. Nachdem er im September 1998 erste Planungen für einen Aldi-Markt erstellt habe, »begann der beschwerliche Weg durch die Behörden«. Schürholz: »Dies ist ein Beispiel, wie man in der Bundesrepublik Investitionen kaputt machen kann. Ich hätte Minister Clement gerne für heute eingeladen, um ihm das mal deutlich zu machen.« Noch immer liege die Baugenehmigung nicht vor, lediglich die Genehmigungen für Hausabriss sowie die Verlegung des Wendebachs und des Kanals habe man in der Hand. Allerdings geht Schürholz davon aus, dass die Baugenehmigung in der achten Kalenderwoche eintreffe.

Lange und spannende Geschichte

»In der Tat war dies eine lange und spannende Geschichte«, gab Bürgermeister Brüser zu. Gewisse Rahmenbedingungen machten ein solches Vorhaben kompliziert. Das Bestreben der Gemeinde sei aber stets gewesen, Aldi in Wenden zu behalten. Aldi gehöre zur Einkaufskultur und gebe künftig sicherlich wirtschaftliche Impulse auch für das Wendebachcenter.

Bruno Schürholz erklärte unterdessen, dass trotz des späten Baubeginns an dem Ziel festgehalten werde, den Neubau rechtzeitig zur Schließung der derzeitigen Aldi-Filiale (der Pachtvertrag für das Gebäude an der Kampstraße läuft im Juni aus) beziehen zu können.

711Quadratmeter Verkaufsfläche

Der neue Aldi-Markt soll eine Verkaufsfläche von 711Quadratmetern bekommen. Auf dem rund 4000Quadratmeter großen Grundstück werden 1075Quadratmeter überbaut sowie 73 Parkplätze angelegt. Der umbaute Raum misst 6800 Kubikmeter.

2Mill.e Gesamtinvestition

Für die Bebauung ist die Verlegung des Wendebachs auf 150m Länge sowie die Verlegung des Schmutzwasserkanals auf 110m Länge erforderlich. Überdies wird eine 65m lange Winkelstützmauer errichtet, und rund 3000Kubikmeter Erdmasse müssen zum Auffüllen angekarrt werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich nach Angaben von Bruno Schürholz auf rund 2Mill.e. Und durch die Errichtung des neuen Marktes, so Schürholz, würden mindestens zehn Arbeitsplätze langfristig gesichert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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