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Recycling statt Mülltonne
Alte Jeans sammeln

Sabrina Niklas betreut maßgeblich die Jeans-Sammel-Aktion. Jeden Samstag ist die
Annahmestelle in Elben geöffnet. Alternativ können die Denim-Bekleidungsstücke auch im Wendener Rathaus abgegeben werden.
  • Sabrina Niklas betreut maßgeblich die Jeans-Sammel-Aktion. Jeden Samstag ist die
    Annahmestelle in Elben geöffnet. Alternativ können die Denim-Bekleidungsstücke auch im Wendener Rathaus abgegeben werden.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

yve Elben/Wenden. Es ist ein häufig zitiertes „Problem“: Der Schrank quillt vor lauter Klamotten über, dennoch hat man nichts zum Anziehen. Oder nicht das Richtige. Etwas Neues muss her – Pullover, Shirts, Kleider und Jeans – teils aus der Vorvorsaison – sind einfach nicht mehr „in“. Einige misten aus, andere verstauen die Lieblingsjeans von gestern in die hinterste Ecke. Vielleicht wird sie ja wieder modern. Aber nur selten wird das Denim-Stück wieder hervorgekramt. Der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben und Scheiderwald bittet jedoch genau darum: „Bringt uns eure alten Jeans! Werft sie nicht weg – dann werden sie recycelt und müssen nicht verbrannt werden!“
Die Dörfer Elben und Scheiderwald schreiben sich seit Jahren den Klima- und Umweltschutz auf die Fahnen.

yve Elben/Wenden. Es ist ein häufig zitiertes „Problem“: Der Schrank quillt vor lauter Klamotten über, dennoch hat man nichts zum Anziehen. Oder nicht das Richtige. Etwas Neues muss her – Pullover, Shirts, Kleider und Jeans – teils aus der Vorvorsaison – sind einfach nicht mehr „in“. Einige misten aus, andere verstauen die Lieblingsjeans von gestern in die hinterste Ecke. Vielleicht wird sie ja wieder modern. Aber nur selten wird das Denim-Stück wieder hervorgekramt. Der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben und Scheiderwald bittet jedoch genau darum: „Bringt uns eure alten Jeans! Werft sie nicht weg – dann werden sie recycelt und müssen nicht verbrannt werden!“
Die Dörfer Elben und Scheiderwald schreiben sich seit Jahren den Klima- und Umweltschutz auf die Fahnen. Zahlreiche Projekte zeugen davon. Seit wenigen Tagen erst steht das „Elbmobil“ – ein „Bauwagen“ für kleine Forscher und Entdecker – auf seinem Platz in der Dorfmitte.

Alte Jeans sammeln

Dort steht in Kürze auch eine blaue Tonne, in der die ausgetragenen Jeans-Bekleidungsstücke gesammelt werden. Peter Niklas, Ortsvorsteher von Elben und Scheiderwald sowie 1. Vorsitzender des Vereins für Dorfgemeinschaftsaufgaben, erwartet die Lieferung der Behälter täglich.
Eine weitere blaue Tonne ist für die Sammel-Zweigstelle im Wendener Rathaus vorgesehen. „Jeder kann sich beteiligen, denn alle Generationen tragen heute Jeans – in welcher Form auch immer“, so Sabrina Niklas, die die Initiative maßgeblich betreut.

Schlechte Ökobilanz

Aufmerksam auf die Aktion werden die Niklas’ im Urlaub, als sie sich einen Beitrag von „Quarks und Co.“ anschauen. Der Titel: „Die dunkle Seite der Jeans“. Denn deren Produktion ist alles andere als nachhaltig. Baumwolle ist der Hauptbestandteil von Denim. Für die Erzeugung von nur einem Kilo Baumwolle werden 10.000 Liter Wasser benötigt, zudem für die Produktion von einer Jeans etwa 35 Kilogramm CO2 ausgestoßen – das ist nur eine Facette der traurigen Öko-Denimbilanz.

Recycling statt Müll

So werden Peter und Sabrina Niklas auf Katharina Partyka, Inhaberin eines Kölner-Fashionladens, aufmerksam. Sie sammelt stetig Denim-Bekleidungsstücke für ein niederländisches Unternehmen, das sich auf die Produktion von recycelten Textilien spezialisiert hat. Inzwischen beteiligen sich auch weitere Läden in NRW an dieser Form der Wiederverwertung.

Klimafreundliche Kleidung

Kleidungsstücke aus recycelten Fasern benötigen nämlich weniger als ein Drittel Wasser und sind damit wesentlich klimafreundlicher. Jedoch, so Sabrina Niklas, können nur Textilien wiederverwertet werden, die mindestens zu 95 Prozent aus Baumwolle bestehen.
„Wir aus Elben und Scheiderwald beteiligen uns sehr gerne an der Aktion von Katharina Partyka“, so Peter Niklas. „Das ist eine ganz tolle Idee und eine ganz tolle Sache“, ergänzt seine Frau. „Alle sind gespannt, wie viel wir zusammen bekommen – Alter, Größe, Gebrauchszustand oder Farbe sind egal.“
Jeden Samstag von 17 bis 19 Uhr ist die Annahmestelle am „Elbmobil“ (gegenüber der Adresse Zum Elberscheid 24) in Elben geöffnet. Alternativ kann die Jeansware auch im Wendener Rathaus abgegeben werden.
Ein gesonderter Termin kann unter Tel. (0 27 62) 98 78 19 oder unter Tel. (01 60)94 91 35 87 vereinbart werden.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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