Hillmicke und Ottfingen aufwerten
Annähernd 80.000 Euro für zwei Spielplätze

Der Spielplatz an den Baugebieten „Obstgarten“ und „Obstwiese“ in Wenden ist überwiegend von meterhohen Ginsterbüschen überwuchert. Die Spielgeräte sind nicht mal mehr zu erkennen. Immerhin ist der überfüllte Papierkorb erreichbar.
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  • Der Spielplatz an den Baugebieten „Obstgarten“ und „Obstwiese“ in Wenden ist überwiegend von meterhohen Ginsterbüschen überwuchert. Die Spielgeräte sind nicht mal mehr zu erkennen. Immerhin ist der überfüllte Papierkorb erreichbar.
  • Foto: hobö
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

hobö Wenden. Vor etwas mehr als zwei Jahren verabschiedete der Wendener Gemeinderat ein fast 100-seitiges Spielplatzkonzept. Auf Grundlage desselben geht die Kommune nun sukzessive einige Plätze an und erneuert sie oder wertet sie auf. In der Sitzung des Sport- und Kulturausschusses am  Donnerstag   steht die Erneuerung von zwei Spielplätzen in Hillmicke und Ottfingen auf der Tagesordnung. Hier möchte die Verwaltung insgesamt rund 76.000 Euro investieren. Derweil wäre der Spielplatz an den Baugebieten „Obstgarten“ und „Obstwiese“ in Wenden auch einen Blick wert. Hier ist außer dem Papierkorb derzeit kein einziger Quadratmeter des Geländes ohne Schneidwerkzeug erreichbar.

Zwei Spielplätze erneuern

Die Gemeindeverwaltung schlägt aber zunächst vor, den Kinderspielplatz „Auf den Wieden“ in Hillmicke sowie den Spielplatz „Am Kapellenplatz“ in Ottfingen zu erneuern. Die dafür benötigten finanziellen Mittel würden im Haushalt 2022 eingeplant. Der Gemeinderat, so der Vorschlag aus dem Rathaus, soll die Verwaltung diesbezüglich beauftragen, „entsprechende Fördermittel zu akquirieren“.
Nach Auswertung des Spielplatzkonzeptes sei festzustellen, dass die besagten Spielfläche in Hillmicke und Ottfingen „gemäß der Versorgungsquote knapp ausreichend“ seien, so die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Der „Spielwert“ der vorhandenen Geräte biete jedoch lediglich „ein mangelhaftes Spielerlebnis“. In enger Zusammenarbeit mit dem Hillmicker Ortsvorsteher und den ortsansässigen Familien seien alle Ideen und Vorschläge für die Neugestaltung des Spielplatzes in einer Planung zusammengeführt worden. Das gelte auch für Ottfingen, wo mit den Vertretern der Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO) kooperiert worden sei.
Das Unternehmen Hasendorf aus Paderborn hat die Planungen konkretisiert und ein entsprechendes Angebot für die Umsetzung der Neugestaltung abgegeben. Die beiden Kostenvoranschläge belaufen sich auf rund 76.000 Euro. Die Projekte werden aber noch ausgeschrieben, welche Angebote dann eingehen, wird sich noch zeigen. 

Förderung bis zu 65 Prozent

Nach dem Dafürhalten der Verwaltung können Fördermittel in Höhe von bis zu 65 Prozent für beide Maßnahmen akquiriert werden. Entsprechende Förderanträge seien bis zum 30. September dieses Jahres zu stellen. Eine Entscheidung seitens des Ministeriums ergehe im ersten Quartal 2022. „Der Eigenanteil der Kommune ist für die zu beantragenden Fördermittel in erforderlicher Höhe gesichert“, garantiert die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Im Rathaus will man nach Erteilung der Förderbescheide „umgehend das Ausschreibungs- bzw. Auftragsvergabeverfahren einleiten“.
Wie eingangs erwähnt, wünschten sich die Bewohner der beiden Baugebiete „Obstgarten“ und „Obstwiese“ in Wenden, wenn die Gemeinde auch einen Blick auf den dortigen Spielplatz werfen würde. Das im Bebauungsplan „Obstwiese“ als Spielplatz ausgewiesene Gelände ist vorwiegend mit mehr als einem Meter hochgewachsenen Ginstersträuchern bewachsen. Spielgeräte sind nicht mal mehr zu erkennen. Lediglich ein schmaler Pfad zu einem Papierkorb ist zu erreichen. Der ist an einem Schild „Kinderspielplatz“ montiert, auf dem die Benutzung „auf eigene Gefahr“ eingeschränkt wird. Fußballspielen oder ein Befahren mit Fahrzeugen wie beispielsweise Rollern oder Fahrrädern solle nicht stattfinden. Aber diese „Gefahr“ besteht auch nicht.
Im 2019 verabschiedeten Spielplatzkonzept der Gemeinde Wenden ist dieser Spielplatz gar nicht ausgewiesen – obwohl er schon mit dem Baugebiet „Obstgarten“ Ende des vergangenen Jahrtausends angelegt wurde.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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