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Prüfung der Gemeinde beschert negatives Ergebnis
Aus einem „Solarpark“ wird erstmal nichts

Die Anlage eines solchen Solarparks in „freier Wildbahn“ erscheint in der Gemeinde Wenden erstmal nicht möglich. Nun prüft man unter anderem, ob entlang der
Autobahnen Photovoltaikanlagen installiert werden können.
  • Die Anlage eines solchen Solarparks in „freier Wildbahn“ erscheint in der Gemeinde Wenden erstmal nicht möglich. Nun prüft man unter anderem, ob entlang der
    Autobahnen Photovoltaikanlagen installiert werden können.
  • Foto: Symbolbild/Pixabay
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

hobö Wenden. Aufgeben gilt nicht. Dieser Maxime folgend, behandelt die Gemeinde Wenden das Thema „Solarpark“. Im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 hatte der Rat auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen, dass die Verwaltung die Voraussetzung für die Anlage eines „Solarparks“ prüft und ein Jahr später über die Ergebnisse informiert. Am Mittwoch war nun soweit, die Verwaltung präsentierte dem Rat die Prüfergebnisse. Vorweg: Aus einem „Solarpark“ im Wendener Land wird vorerst nichts, aber die Sonne ist metaphorisch gesehen noch nicht untergegangen. Die Kommune sucht nun die Gespräche mit anderen möglichen Kooperationspartnern.

Zunächst einigte man sich, eine Potenzial- bzw. Machbarkeitsanalyse durchzuführen.

hobö Wenden. Aufgeben gilt nicht. Dieser Maxime folgend, behandelt die Gemeinde Wenden das Thema „Solarpark“. Im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 hatte der Rat auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen, dass die Verwaltung die Voraussetzung für die Anlage eines „Solarparks“ prüft und ein Jahr später über die Ergebnisse informiert. Am Mittwoch war nun soweit, die Verwaltung präsentierte dem Rat die Prüfergebnisse. Vorweg: Aus einem „Solarpark“ im Wendener Land wird vorerst nichts, aber die Sonne ist metaphorisch gesehen noch nicht untergegangen. Die Kommune sucht nun die Gespräche mit anderen möglichen Kooperationspartnern.

Zunächst einigte man sich, eine Potenzial- bzw. Machbarkeitsanalyse durchzuführen. Das Ziel sollte sein, zu prüfen, ob geeignete Flächen für die Erstellung einer Solar-Freiflächenanlage im Gebiet der Gemeinde Wenden existieren. Daraufhin wurden sieben Unternehmen gebeten, ein Angebot für eine solche Analyse abzugeben. Doch niemand wollte diese Dienstleistung erbringen.

Palnzngsabteilung musste selbst ran

Also begab sich die Planungsabteilung der Gemeinde selbst ans Werk. Im Rathaus analysierte man, ob es „vergütungsfähige Flächen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)“ gibt. Diese könnten im Anschluss von einem Projektierer entwickelt, genutzt und betrieben werden.

Grundsätzlich könnten laut Gemeinde auch „förderfreie Anlagen“ ohne Restriktionen auf Grün- und jede Ackerflächen gebaut werden. Diese Option komme für die Gemeinde jedoch nicht infrage, da sie in diesem Fall den generierten Strom am freien Markt selbst vertreiben müsste und „ein großes operatives Risiko“ eingehen würde, wie die Verwaltung mitteilt.

Eine Einspeisevergütung nach dem EEG wird derweil für Anlagen bis zu einer Leistung von 20 Megawatt gewährt, sofern die Anlage auf einer „förderfähigen Fläche“ errichtet wird. Das aktuelle EEG sieht hierfür mehrere Möglichkeiten vor: Großanlage auf Konversionsflächen; Freiflächenanlagen im Gewerbe- oder Industriegebiet; Großanlage auf Grünflächen oder Ackerland; Freilandanlage entlang Autobahnen und Schienenwegen. Militärische Konversionsflächen sind in der Gemeinde Wenden nicht vorhanden. Freiflächen in Industriegebieten stehen in der benötigten Größenordnung ebenfalls nicht zur Verfügung. Solaranlagen auf Grünflächen sowie Ackerland durften nur noch bis Ende 2010 errichtet werden.

Neu ist ein Anspruch auf EEG-Vergütung für Freilandanlagen auf Flächen entlang von Autobahnen oder Schienenwegen in einer Entfernung bis zu 200 Metern. Innerhalb dieser Entfernung ist ein längs zur Fahrbahn gelegener und mindestens 15 Meter breiter Korridor freizuhalten.
Nach erster Prüfung konstatiert die Gemeinde, dass die infrage kommenden Grundstücke in weiten Teilen in geschützten Landschaftsbestandteilen liegen, anderweitig benötigt werden (z. B. Gewerbeflächen) oder es sich um Waldstücke handelt. Zudem befinde sich keine Fläche mit einer „adäquaten, wirtschaftlich sinnhaften Größe“ in Gemeindebesitz.

Kooperation mit Autobahn GmbH des Bundes?

Ein wirtschaftlicher Betrieb wird für Freiflächenanlagen ab einer Größenordnung von 5 bis 10 Hektar angenommen. „Im Ergebnis besitzt die Gemeinde Wenden nach erster Prüfung aber keine Grundstücke, die sich für die Anlage eines ,Solarparks’ eignen“, so die Verwaltung. Um weitere Optionen zu eröffnen, ist die Gemeinde Wenden nun auf die neugegründete Autobahn GmbH des Bundes zugegangen. Es werden Möglichkeiten einer Kooperation erörtert. Bei der Gesellschaft ist ein Arbeitskreis in Bezug auf Thema „Photovoltaik an Autobahnen“ gegründet worden.

Erste Empfehlungen sind auf Anfrage der Kommune im Laufe des zweiten Halbjahres 2021 zu erwarten. Darüber hinaus könnte das Thema „Photovoltaik“ bei der neuen Energiegenossenschaft „Photovoltaik im Kreis Olpe“ platziert werden. Zusätzlich steht die Gemeinde mit Experten des „Landesverbandes Erneuerbarer Energien“ (LEE) für Freiflächenanlagen in Kontakt. Über den weiteren Verlauf der Gespräche will die Verwaltung den Gemeinderat „zeitnah“ informieren.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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