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"Elbmobil" auf erster Reise
Begeisterte Forscher in der "Arche Noah"

Peter Niklas (l.) ist glücklich über die gelungene Jungfernfahrt des „Elbmobils“. „Arche Noah“-Leiterin Anna Jahn (2. v. l.) möchte den Wagen zweimal jährlich leihen.
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  • Peter Niklas (l.) ist glücklich über die gelungene Jungfernfahrt des „Elbmobils“. „Arche Noah“-Leiterin Anna Jahn (2. v. l.) möchte den Wagen zweimal jährlich leihen.
  • Foto: Yvonne Clemens
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

yve Hünsborn. „Das war richtig eklig“, schüttelt sich Maximilian. „Gar nicht, das hat doch nur gekitzelt“, findet Pia. Die beiden Kinder stehen mit Hannah vor einem großen Regenwurmbeobachtungsglas. Aufgeregt erklären die kleinen Forscher aus der „Bärenhöhle“, was sie im „Elbmobil“ Spannendes erlebt haben. In dem hölzernen Unikat-„Bauwagen“ kennen sie sich schon aus, öffnen die Stauräume und holen Kisten mit Utensilien rund um die Naturwissenschaften hervor.

Draußen steht Peter Niklas, der Ortsvorsteher von Elben und Scheiderwald. Er hat den großen Wagen nach Hünsborn zum Familienzentrum „Arche Noah“ gebracht. „Ich bin schon ein wenig ins Schwitzen geraten“, verrät Niklas. Schließlich ist das „Elbmobil“ stolze 7 Meter lang und 2,40 Meter breit.

yve Hünsborn. „Das war richtig eklig“, schüttelt sich Maximilian. „Gar nicht, das hat doch nur gekitzelt“, findet Pia. Die beiden Kinder stehen mit Hannah vor einem großen Regenwurmbeobachtungsglas. Aufgeregt erklären die kleinen Forscher aus der „Bärenhöhle“, was sie im „Elbmobil“ Spannendes erlebt haben. In dem hölzernen Unikat-„Bauwagen“ kennen sie sich schon aus, öffnen die Stauräume und holen Kisten mit Utensilien rund um die Naturwissenschaften hervor.

Draußen steht Peter Niklas, der Ortsvorsteher von Elben und Scheiderwald. Er hat den großen Wagen nach Hünsborn zum Familienzentrum „Arche Noah“ gebracht. „Ich bin schon ein wenig ins Schwitzen geraten“, verrät Niklas. Schließlich ist das „Elbmobil“ stolze 7 Meter lang und 2,40 Meter breit. Zum ersten Mal hat es seinen Platz auf dem Gelände des Wasserbeschaffungsverbandes in Elben verlassen.

Corona verzögert Einsatz

Dort „parkt“ es inmitten von insektenfreundlichen Pflanzen, Hochbeeten, Waldsofa, Holzhütte und Spielplatz. Ein blühendes Fleckchen Erde für das gesamte Dorf. „Das ,Elbmobil’ ist nicht nur für die Ortschaften Elben und Scheiderwald entwickelt worden“, sagt Niklas. Doch die Pandemie habe aus ihm einen Dauerparker gemacht.

Seit Herbst 2020 steht der „Bauwagen“ an seinem Ziel in Elben. Während der Ortsvorsteher auf die Straßenzulassung wartete, legte die Coronakrise das Leben lahm. Dabei sollte das Mobil mitsamt seiner multifunktionalen Ausstattung an Träger von Jugendarbeit sowie Kindergärten, Grundschulen oder sonstige Vereine ausgeliehen werden.

Wert von 50 000 Euro

„Endlich ist die Jungfernfahrt gelungen“, blickt Niklas glücklich auf die Kinder, die gerade Bienenstöcke untersuchen. „Das ,Elbmobil’ kommt richtig gut an“, freut sich Erzieherin Ilona Arns mit ihm. Es ist nicht nur die handgefertigte Hülle, die den etwa 50 000 Euro teuren Wagen so wertvoll macht. Das zeigt sich, als Carla und Mats Klappen der Truhenbänke öffnen. Mikroskope, Pinzetten, kleine und große Lupen, Ferngläser, Seile, Gartengerät für Kinder, Werkzeuge zum Basteln, Bauen, Schnitzen – inklusive Literatur und Anleitungen – kommen zum Vorschein.

In der Außenbox des Anhängers lagern Rucksäcke in vielerlei Größen, die für Outdoor-Aktivitäten gepackt werden können. Luca zieht an der Holztür, hinter ihr verbirgt sich eine Biotoilette. Ein kleiner Holzofen in der Ecke sorgt für angenehme Wärme an kälteren Tagen. „Das ,Elbmobil’ soll das ganze Jahr über im Einsatz sein“, betont der Ortsvorsteher. Selbst die Möglichkeit zum Übernachten bestehe. Und auch das technische Equipment – vom Beamer bis zur Lichtanlage – fehle nicht.

"Wir sind alle begeistert."
Anne Jahn
Leiterin „Arche Noah“

„Wir sind alle begeistert“, bringt es „Arche Noah“-Leiterin Anne Jahn auf den Punkt. „Die Kinder sprechen nur noch von dem ,Elbmobil’.“ Anne Klopries, Kassiererin im Verein zur Förderung von Dorfgemeinschaftsaufgaben (VfD), hat die Leiterin auf den Wagen aufmerksam gemacht. „Ich habe sofort Peter Niklas angerufen.“ Völlig unkompliziert sei der rollende Ort für junge Entdecker nach Hünsborn gekommen.

Ohne Zuschuss ginge nichts

Das Vorhaben „Elbmobil“ ist von Peter Niklas gemeinsam mit dem VfD initiiert und umgesetzt worden. Der Ortsvorsteher erinnert sich an die Beantragung der Fördermittel, die ohne Zusammenhalt im Ort, Sorgfalt und Ehrgeiz nicht zu bewältigen gewesen seien. Das auch mit Unterstützung der Gemeinde Wenden und Partnern realisierte Großprojekt finanziert sich aus Mitteln des „Leader“-Programms (65 Prozent) und einem Zuschuss der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (35 Prozent).

Gezogen zu den wechselnden Wirkungsstätten wird der robuste Wagen von „Elbine“, einem leuchtend roten Traktor. „Das war eine Privatinvestition“, erklärt Niklas im Gespräch mit Anne Jahn. Vor einigen Wochen habe er sich das 20 Jahre alte Fahrzeug gemeinsam mit seinem Freund Ralf Backwinkel angeschafft. Die Fahrdienste übernehmen die beiden ehrenamtlich, zudem ist das „Elbmobil“ voll versichert. 

Und dann gibt's auch noch Geschenke

Niklas öffnet einen Karton vom Projektpartner Westnetz, der gefüllt ist mit Büchern, Spielen und Co. rund um naturwissenschaftliche Themen. Aufgeregt tragen die Kinder die Geschenke in den Wagen, der für ganze zwei Wochen hier steht. „Wir möchten ihn gerne zweimal im Jahr ausleihen, um MINT-Themen zu vertiefen“, so Anne Jahn. Das dürfte auch den Abschied vom „Elbmobil“ für die Kinder leichter machen. Denn sie wissen, ihr neuer Lieblingsort kehrt zurück.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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