Konzept und Umsetzung im Südsauerland entwickelt
"Bergwiesenglück" made in Hünsborn

Inmitten dieses Panoramas einige Bahnen zu ziehen, gehört sicherlich nicht zu den alltäglichen Erfahrungen. Der sogenannte Infinity-Pool des „Bergwiesenglücks“ spricht gleich mehrere Sinne an.
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  • Inmitten dieses Panoramas einige Bahnen zu ziehen, gehört sicherlich nicht zu den alltäglichen Erfahrungen. Der sogenannte Infinity-Pool des „Bergwiesenglücks“ spricht gleich mehrere Sinne an.
  • Foto: „Bergwiesenglück“
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hobö Hünsborn. Viele Urlauber fahren gerne nach Tirol und lassen sich von der bezaubernden Bergwelt in ihren Bann ziehen. Dazu zählt auch Thomas Schönauer aus Hünsborn. Er wäre vermutlich kein Architekt geworden, wenn bei ihm grenzenlose Begeisterung nicht auch in Ideen und Pläne münden würde. Und so entwickelte er während zahlreicher touristischer Aufenthalte im Paznauntal Gedanken an ein Projekt, das anfangs vermutlich viele als unrealistisch eingestuft haben. Doch die Beharrlichkeit und der unbedingte Gestaltungswille haben ein Chalet-Dorf entstehen lassen, das auf 1250 Meter Höhe im Grunde alle Sinne beglückt.

Bilder sagen oft mehr als Worte, aber selbst Fotos können nicht das wiedergeben, was ein Besucher des Chalet-Dorfs sieht und empfindet. Insofern drückt die Bezeichnung die bei den Beteiligten selbst empfundene Freude aus: „Bergwiesenglück“ heißt das ungewöhnliche touristische Angebot, das aus zwölf einzelnen Stadel und dem Restaurant „Bergwiesenhof“ besteht.

Eigenständiges Bergdorf konzipiert

Thomas Schönauer wollte kein weiteres Hotel von vielen schaffen. Er und das Team des Büros Schönauer Architektur Hünsborn konzipierten ein eigenständiges Bergdorf, das in die Region passt. Die einzelnen Häuser des „Bergwiesenglücks“ erinnern an die typischen Heustadel. Im Innern dominieren edle Materialien sowie moderne Architektur, die sich auf das Wesentliche beschränkt und das aufnimmt, was die Natur ringsherum hervorbringt. Und überall prägt die imposante Aussicht das Erleben der Räume. „Man darf halt nie kopieren, sondern muss sich immer wieder neu erfinden“, betont Schönauer.

Die einzelnen Stadel passen sich der urtümlichen Architektur der Region an und besitzen dennoch einen eigenen architektonischen Charakter.
  • Die einzelnen Stadel passen sich der urtümlichen Architektur der Region an und besitzen dennoch einen eigenen architektonischen Charakter.
  • Foto: „Bergwiesenglück“
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Der Hünsborner Architekt hat nicht im Auftrag gehandelt, sondern als Tirol-Liebhaber vom Kauf des Grundstücks, über die Planung, den Bau bis zur Gestaltung der Räume alles ganzheitlich in den Händen gehalten. Die Invite-Group aus Bonn wurde als Investor gefunden, die das „Bergwiesenglück“ nunmehr an die Betreibergesellschaft verpachtet, dessen Geschäftsführer Thomas Schönauer ist. Die Bauzeit betrug lediglich anderthalb Jahre, die Entwicklung von der ersten Idee bis hin zum fertigen Konzept indes fast zehn Jahre.

"Das ist ein Nischenprodukt
und funktioniert auf dem Markt."

Architekt Thomas Schönauer

Das zweifellos als luxuriös einzustufende Hotel-Konzept „Bergwiesenglück“ traf von der Eröffnung im September 2017 sofort auf großes Resonanz. Die Architektur, das Konzept und der Service überzeugen seither und locken viele Gäste aus aller Welt an. Pro Chalet gibt es maximal sechs Betten, insgesamt sind es derer 76 in der Anlage. Hier ist aber ein Hotelzimmer ein ganzes Haus bzw. Stadel. „Nach so etwas suchen die Leute gezielt“, weiß Schönauer gegenüber der SZ zu berichten. „Das ist ein Nischenprodukt, und funktioniert auf dem Markt.“

108 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Etagen

Ein Stadel besitzt 108 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Etagen und bietet bis zu sechs Personen Platz. Drei Bäder, eine eigene Sauna, Gemeinschaftsräume sowie ein Almbad („Hottube“) gehören zu jedem Stadel. Der Infinity-Pool, überdachte Garagenplätze sowie das Restaurant an zentraler Stelle der Anlage ergänzen das Leben im Chalet.

Edle Materialien gepaart mit klar strukturierter Architektur: Auch die Innenraumgestaltung konzipierten die Planer aus Hünsborn.
  • Edle Materialien gepaart mit klar strukturierter Architektur: Auch die Innenraumgestaltung konzipierten die Planer aus Hünsborn.
  • Foto: „Bergwiesenglück“
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Aber auch vor dem Glück inmitten der Bergwiesen machte die Corona-Pandemie keinen Halt. Das Chalet-Dorf musste im Frühjahr 2020 sowie von September vergangenen Jahres bis in den Mai 2021 schließen. Seither läuft der Betrieb in dem ungewöhnlichen Hotel und dem 90 Sitzplätze umfassenden Restaurant „Bergwiesenhof“, das für jedermann offensteht. „Da ist ein großer Ansturm auf uns zugekommen“, erinnert sich Thomas Schönauer und verbindet diese Erkenntnis mit einem großen Lob an Rudi Schuchter, der als Tiroler den Betrieb vor Ort leitet. Das Restaurant wird mit Eugen Ehrenberger ebenfalls von einem Einheimischen geführt. Genau diese Kombination aus dem besonderen Tiroler Charme, der verzaubernden Natur und der gehörigen Prise Luxus begründet den Erfolg des noch jungen Chalet-Dorfs.

Spiel- und Fitness-Stadel enstanden 

Inzwischen ist ein „Spielstadel“ für Kinder und Jugendliche entstanden, das umrahmt wird von einer 300 Jahre alten Wetterhülle. Ein „Fitness-Stadel“ gibt es nun ebenfalls.

Kurzum: Thomas Schönauer hat mit seinen Ideen und den im Hünsborner Architekturbüro entstandenen Konzepten nicht nur für sich und seine Familie ein „Bergwiesenglück“ beschert. Selbst Einheimische schalten hier gerne ein paar Tage vom hektischen Alltag ab. Weitere Infos gibt es auf der Homepage.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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