SZ

Ehrenkreuz in Gold für Wolfgang Solbach
Besondere Würdigung für ehemaligen Leiter der Gemeinde-Wehr

Kreisbrandmeister Christoph Lütticke überreichte Wolfgang Solbach für hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Feuerwehrverbands (v.r.).
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  • Kreisbrandmeister Christoph Lütticke überreichte Wolfgang Solbach für hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold des Deutschen Feuerwehrverbands (v.r.).
  • Foto: Holger Böhler
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

hobö Wenden. In feierlichem Ambiente und in spürbarer kameradschaftlicher Stimmung verabschiedete die Gemeinde Wenden am Freitagabend zwei verdiente Männer von der Kommandobrücke der Freiwilligen Gemeinde-Feuerwehr: den ehemaligen Leiter Wolfgang Solbach aus Wenden sowie dessen Stellvertreter Josef Alfes aus Hünsborn. Als eigentlich alle Worte gesprochen und Zeichen der Wertschätzung überreicht waren, leitete Kreisbrandmeister Christoph Lütticke den überraschenden Höhepunkt des Empfangs in der Aula der Gesamtschule Wenden ein, denn er übergab "Wolli" Solbach das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold – die bedeutendste Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbands. Außerdem wurde der 59-Jährige von der Gemeinde Wenden zum Ehren-Gemeindebrandinspektor ernannt.

hobö Wenden. In feierlichem Ambiente und in spürbarer kameradschaftlicher Stimmung verabschiedete die Gemeinde Wenden am Freitagabend zwei verdiente Männer von der Kommandobrücke der Freiwilligen Gemeinde-Feuerwehr: den ehemaligen Leiter Wolfgang Solbach aus Wenden sowie dessen Stellvertreter Josef Alfes aus Hünsborn. Als eigentlich alle Worte gesprochen und Zeichen der Wertschätzung überreicht waren, leitete Kreisbrandmeister Christoph Lütticke den überraschenden Höhepunkt des Empfangs in der Aula der Gesamtschule Wenden ein, denn er übergab "Wolli" Solbach das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold – die bedeutendste Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbands. Außerdem wurde der 59-Jährige von der Gemeinde Wenden zum Ehren-Gemeindebrandinspektor ernannt. 

Würdigung für Gemeindebrandinspektoren

Die Veranstaltung am Freitag diente der Würdigung der Verdienste der beiden Gemeindebrandinspektoren, die offizielle Übergabe ihrer Ämter hat bereits stattgefunden. So übernahm Gemeindebrandinspektor Joachim Hochstein die Leitung der Gemeinde-Feuerwehr zum 1. Januar 2022. Dadurch und aufgrund des Rücktritts von Josef Alfes waren gleich beide Stellvertreter-Posten neu zu besetzen. Diese übernahmen die beiden Gemeindebrandinspektoren Jens Winnersbach und Kevin Frohnenberg zum 1. April (die SZ berichtete).

Zu den Klängen des Musikzugs der Wendener Gemeinde-Feuerwehr wurde Solbach mit stehenden Ovationen in der Aula begrüßt. Mit dessen Abschied gehe nach 19 Jahren als stellv. Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wenden, 18 Jahren als Führer des Löschzuges Wenden und sieben Jahren als Leiter der Gemeinde-Feuerwehr eine Ära zu Ende, lobte Bürgermeister Bernd Clemens in seiner Festrede. Zwei wesentliche Dinge würden die Feuerwehr prägen,: das Vertrauen der Bürger in die Wehr sowie die Faszination für die Arbeit in der Kameradschaft. "Der Eintritt ist freiwillig, was danach kommt, ist Pflichterfüllung", zitierte der Bürgermeister den zu verabschiedenden Gemeindebrandinspektor. Den Bürgern müsse immer wieder verdeutlicht werden, dass eine funktionierende Freiwillige Feuerwehr gar nicht selbstverständlich sei. Es müsse stets Frauen und Männer geben, die in ihrer Freizeit – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr – bereit seien, sich in den Dienst der Feuerwehr zu stellen und im Ernstfall das eigene Leben zu riskieren, um das eines anderen zu retten.

Seit 13. Lebensjahr in der Feuerwehr

Mit 13 Jahren trat Solbach als Jugendfeuerwehrmann in den Löschzug Wenden ein. Zielstrebig ging es danach die Karriereleiter hinauf bis zum "Chef" der Gemeinde-Feuerwehr mit ihren vier Einheiten in Gerlingen, Hillmicke, Hünsborn und Wenden und ihren insgesamt 178 aktiven Feuerwehrleuten, 46 Mitgliedern der Jugend- und 15 Mitgliedern der Kinderfeuerwehr sowie 37 Angehörigen der Ehrenabteilung und 53 Aktiven im Musikzug. "Mit 46 besuchten Lehrgängen und Seminaren und sieben Beförderungen in 22 Jahren hast du bewiesen, dass man von dir als einem Sondermodell sprechen kann", betonte Bürgermeister Clemens.

Nach innen habe SolbaFreiweilligeh den Erhalt und die Pflege der Kameradschaft in einer starken Gemeinschaft gefördert. "Dazu haben deine Verlässlichkeit, Gradlinigkeit und ruhige Art sicherlich entscheidend beigetragen." Die zweite Grundvoraussetzung, die Solbach immer im Blick gehabt habe, sei der Leistungsstand und die Einsatzfähigkeit der Mannschaft sowie der gute Bestand an Gebäuden, Fahrzeugen und Ausrüstung gewesen. Dieser besondere Einsatz sei nur mit dem Rückhalt der Familie leistbar, der Clemens besonders dankte. Der Bürgermeister überreichte Wolfgang Solbach sodann infolge eines einstimmigen Beschlusses des Gemeinderats die Ernennungsurkunde zum Ehren-Gemeindebrandinspektor.

Motto der Feuerwehr wird in Wenden gelebt

Kreisbrandmeister Christoph Lütticke lobte, dass das Motto der Feuerwehr "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" in Wenden wirklich gelebt werde. Joachim Hochstein wies darauf hin, dass es Solbach zu verdanken sei, dass es weiterhin vier Feuerwehr-Standorte in der Gemeinde Wenden gebe und diese im Brandschutzbedarfsplan festgeschrieben seien. "Du hast deinen Dienst gelebt wie kein anderer", lobte der neue Feuerwehrleiter seinen Vorgänger. 

Während Solbach alle Ämter abgibt, bleibt Josef Alfes nach dem Rückzug aus der Leitung der Gemeinde-Feuerwehr gleichwohl Leiter der Feuerwehr-Einheit Hünsborn. Hier wird sich der 57-Jährige nun neben den eigentlichen Führungsaufgaben dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses widmen. Mit ihm verlasse ein weiteres Urgestein die Kommandobrücke auf kommunaler Wehr-Ebene, betonte Bürgermeister Clemens. Josef Alfes gehöre der Feuerwehr seit 44 Jahren an und bekleide seit 1997 Führungspositionen, zuletzt knapp neun Jahre als stellv. Leiter der Gemeinde-Feuerwehr. "Als Feuerwehrmann mit Leib und Seele" habe er sich den Respekt und die Anerkennung verdient.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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