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Projektgruppe „Ottfinger Dorfladen“ informierte ausführlich über aktuellen Stand / Suche nach Vorsitzendem
Betrieb soll nach der Kirmes starten

Das Treffen fand in der Turnhalle statt – 234 Zuhörer folgten den interessanten Ausführungen zum aktuellen Stand der Pläne und dem weiteren Vorgehen. Besonders die Suche nach einer oder einem Vorsitzenden treibt die Projektgruppe derzeit um. Fotos: baka
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  • Das Treffen fand in der Turnhalle statt – 234 Zuhörer folgten den interessanten Ausführungen zum aktuellen Stand der Pläne und dem weiteren Vorgehen. Besonders die Suche nach einer oder einem Vorsitzenden treibt die Projektgruppe derzeit um. Fotos: baka
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baka ■ Bereits zum zweiten Mal hatte die Projektgruppe „Dorfladen“ der Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO) zu einer Dorfversammlung im Rahmen des Projektes „Dorfladen“ eingeladen. Weil bei der vorherigen Versammlung das Schützenhaus förmlich aus allen Nähten geplatzt war, trafen sich die interessierten Ottfinger dieses Mal in der Turnhalle. Olaf Arns konnte 243 Anwesende begrüßen, unter ihnen Ortsvorsteher Hubert Halbe, den stellv. Bürgermeister, Ludger Wurm, Thomas Munschek als Vertreter der Gemeinde Wenden, Paul Sieler als Vertreter der Sparkasse und Marco Heinemann von der Volksbank.

„Wir sind sehr froh, dass sie alle gekommen sind und wir soviel Unterstützung bekommen“, so Arns.

baka  Bereits zum zweiten Mal hatte die Projektgruppe „Dorfladen“ der Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO) zu einer Dorfversammlung im Rahmen des Projektes „Dorfladen“ eingeladen. Weil bei der vorherigen Versammlung das Schützenhaus förmlich aus allen Nähten geplatzt war, trafen sich die interessierten Ottfinger dieses Mal in der Turnhalle. Olaf Arns konnte 243 Anwesende begrüßen, unter ihnen Ortsvorsteher Hubert Halbe, den stellv. Bürgermeister, Ludger Wurm, Thomas Munschek als Vertreter der Gemeinde Wenden, Paul Sieler als Vertreter der Sparkasse und Marco Heinemann von der Volksbank.

„Wir sind sehr froh, dass sie alle gekommen sind und wir soviel Unterstützung bekommen“, so Arns. Dann begrüßte er ein Team vom WDR Köln, das für ein dreiviertel Jahr die Projektgruppe begleiten und daraus einen 45-minütigen Dokumentarfilm drehen wird. Danach hielt Stefan Klör einen kurzen Rückblick. Von den ersten Gesprächen, einen genossenschaftlich organisierten Dorfladen zu schaffen, der Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durch die Projektgruppe, die in der Jahreshauptversammlung von ZWO legitimiert worden war, über die Zusage der LEADER-Förderung bis hin zu bisher 488 verbindlichen Zusagen von 376 Personen.

Dann folgte ein „Rückblick mit Ausblick“, darunter Aufgaben wie Lieferanten- und Produktauswahl, das Personalkonzept, die Kapitalbeschaffung und die Gründung der Genossenschaft mit Aufsichtsrat und Vorstand. Jochen Bruch betonte, dass durch ein neues energieeffizientes Beleuchtungs- und Kühlkonzept bis zu 50 Prozent der Energiekosten eingespart werden können. Bei der anschaulichen Power-Point-Präsentation konnte man schon einmal einen virtuellen Gang durch den geplanten Dorfladen mit Sitzecke, einem Paketdienst, einer großen Frischetheke mit Backwaren, Wurst und Käse, einer großen Angebotspalette bis hin zu Drogerieartikeln in zahlreichen Regalen und einer Getränkeabteilung erleben. Zusätzlich kann an der Kasse auch Bargeld abgeholt werden.

Insgesamt sollen 2500 Artikel angeboten werden. Bruch ist sich sicher, mit wettbewerbsfähigen Preisen und einem guten Personalkonzept die Kosten so gering wie möglich halten zu können. „Wir rechnen allein von einem Umsatz-Plus von 30 Prozent durch den Verkauf von Brot und Brötchen an der Frischetheke.“

Der Laden wird montags bis freitags durchgängig von 7 bis 18 Uhr und samstags von 7 bis 12 Uhr geöffnet sein. „Dadurch, dass wir in den Zeiten, in denen weniger eingekauft wird wie etwa von 10 bis 12 Uhr, weniger Personal einsetzen als zu den Stoßzeiten wie etwa am Samstagsvormittag, können wir eine Vielzahl an Kosten sparen. Wir wollen auf jeden Fall kostendeckend arbeiten“, erläuterte Bruch.

Eine weitere Kostenersparnis soll dadurch erreicht werden, dass die Einrichtung nicht renoviert, sondern erneuert wird. „Wenn wir die vorhandenen Regale und Fächer renovieren, müssen wir das selbst bezahlen. Schaffen wir eine neue Einrichtung an, wird die von dem LEADER-Projekt bezahlt. Wir haben ein sehr gutes Konzept“, erläuterte Bruch. Die Liquiditätsbetrachtung ist mit realen Zahlen hinterlegt, und man merkte deutlich, dass die Projektgruppe fest davon überzeugt ist, dass der Dorfladen funktionieren wird.

Die Kaufkraft ist im Ort vorhanden, und sowohl von der Sparkasse wie auch von der Volksbank kommt große Zustimmung, ob sich der Umsatz generiert, liegt nun an den Ottfingern selbst. Stefan Clemens oblag es, den Satzungsentwurf mit über 40 Paragraphen der zu gründenden Genossenschaft zu erläutern. Dabei beschränkte er sich auf einige der wichtigsten Paragraphen, der Dorfladen würde unter „Einkaufs- und Versorgungsgenossenschaft Ottfingen eG“ geführt, hat den Zweck der wirtschaftlichen Förderung und Betreuung der Mitglieder und ist für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Waren und Dienstleistungen gedacht.

Natürliche Personen, Personengesellschaften wie GbR, OHG, Gmbh & Co KG und juristische Personen wie eine AG, eV etc. können die Mitgliedschaft erwerben. Die Mitgliedschaft kann durch Kündigung beendet werden, außerdem kann man seine Anteile übertragen und bei Todesfall wird der Erbe automatisch Mitglied der Genossenschaft. Wichtig für alle Anwesenden war die Erläuterung über die Organe in der Genossenschaft. Die Generalversammlung, an der alle Genossenschaftsmitglieder teilnehmen können, wählt den Aufsichtsrat, der bestimmt den Vorstand und der wiederum bestimmt das Personal des Ladens. Ein Geschäftsanteil beträgt 250 Euro und das Geschäftsguthaben setzt sich aus der Summe der Geschäftsanteile zusammen. Wichtig ist auch, dass die Genossenschaftsmitglieder maximal mit ihren eingebrachten Genossenschaftsanteilen haften. Bei einem eventuellen Gewinn entscheidet die Generalversammlung über die Verwendung.

Stefan Clemens wies daraufhin, dass eine Genossenschaft aber nur dann gegründet werden kann, wenn sich Mitglieder für den Vorstand und ein Vorstandsvorsitzender finden. „Wir haben schon einige Gespräche geführt, und es gibt Kandidaten, die sich vielleicht bereiterklären. Aber wir haben noch keinen Vorstandsvorsitzenden und ohne den oder die wird es keine Gründung, also keinen Dorfladen geben“, legte Clemens den Anwesenden ans Herz. Olaf Arns betonte noch einmal, dass sowohl die Projektgruppe wie auch alle Vorstandsmitglieder gemeinsam dem Vorsitzenden zur Seite stehen werden.

Für die geplante Gründungsversammlung meldeten sich schon am Sonntagvormittag 34 Interessenten an, die Gründungsmitglieder werden möchten. Es kann aber jeder daran teilnehmen. Der Termin wird zeitnah bekanntgegeben. In den nächsten vier Wochen hofft die Projektgruppe, einen geeigneten Kandidaten für den Vorstandsvorsitz zu finden, damit zügig das Vorhaben „Dorfladen“ weitergeführt werden kann. Ehrgeiziges Ziel ist es, in der nächsten Zeit mit der Renovierung, der Mitarbeiter-Akquise, der Ausstattung des Ladens usw. zu beginnen, um dann den Geschäftsbetrieb nach der Kirmes aufzunehmen. Aus der Versammlung meldete sich Peter Solbach, sprach großen Respekt aus und bedankte sich im Namen aller für das große Engagement der Projektgruppe. Zum Ende der Versammlung wies Arns auf zwei Termin der „JuKids“ hin, die am 14. März und 4. April wieder ins Pfarrheim einladen, wenn die Jugendlichen bei der „Suppenküche“ kochen.

Das Treffen fand in der Turnhalle statt – 234 Zuhörer folgten den interessanten Ausführungen zum aktuellen Stand der Pläne und dem weiteren Vorgehen. Besonders die Suche nach einer oder einem Vorsitzenden treibt die Projektgruppe derzeit um. Fotos: baka
Das engagierte Team der Projektgruppe „Dorfladen“ der Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO): Jochen Bruch, Stefan Clemens, Olaf Arns und Stefan Klör (v. l.).
Autor:

Barbara Kampa aus Siegen

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