Osterkranz mit Fundstücken aus der Natur
Blickfänger mit wenigen Griffen

Melanie Mandok mit dem fertigen Osterkranz (gr. Bild).
Die Narzissen setzt die Deko-Expertin ohne Erde in die Schalen.
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  • Melanie Mandok mit dem fertigen Osterkranz (gr. Bild).
    Die Narzissen setzt die Deko-Expertin ohne Erde in die Schalen.
  • Foto: yve
  • hochgeladen von Marc Thomas

yve Hünsborn. Ostern naht. Das älteste und höchste Fest im Kirchenjahr – 2021 inmitten der dritten Welle. Einmal mehr ist der Lockdown jüngst in die Verlängerung gegangen. Keine großen Familientreffen, keine Urlaubreise – es sei denn, es geht kurzfristig auf die Balearen-Insel Mallorca. Was bleibt, sind Ausflüge in die Natur bei hoffentlich frühlingshaftem Ferienwetter.

Wer sein Zuhause vor den Feiertagen verschönern möchte, der sollte sich einen Korb mitnehmen und nach Bastelmaterialien im Wald oder am Wegesrand Ausschau halten. Denn Melanie Mandok zeigt, wie mit wenigen Utensilien die Osterstimmung aufgehellt werden kann. Bereits in der Vorweihnachtszeit war die SZ in ihrer Naturwerkstatt in Hünsborn zu Gast, um ihr beim Gestalten eines Adventskranzes über die Schultern zu schauen. Heute dreht sich wieder alles um den Kranz. Und um das Ei.

Auf der Suche nach natürlichen Werkstoffen

Auf dem Werkstatt-Tisch liegen in verschiedenen Schalen Birkenreisig, Narzissen, Flechten, Federn und mehr. „Mein Einkaufsparadies ist die Dörnschlade“, lacht Melanie Mandok. Dort in der Umgebung der Wallfahrtskapelle mache sie sich am liebsten auf die Suche nach natürlichen Werkstoffen, den Hauptbestandteilen des Osterkranzes, den die 41-Jährige zum Nachbinden für die SZ-Leser kreiert.

„Das ist wirklich kinderleicht“, verspricht sie. Floristikdraht, Bastelzange und Klebepistole sollten aber zur Hand sein. Die Deko-Expertin greift zum Reisig, den Birken bei stürmischem Wetter verlieren, und dreht die Zweige ineinander. „Locker arbeiten, nicht zu viel dabei nachdenken“, empfiehlt sie. „Und das Grundgerüst an nur wenigen Stellen mit Draht fixieren, der Reisig soll an ein Nest erinnern.“ Den fertigen Kranz legt Melanie Mandok auf eine Baumscheibe. „Alternativ eignen sich auch ein Teller oder einfach ein größeres Stück Baumrinde.“ Das Nest füllt sie großzügig mit frischem Moos aus. „Am besten mehrere Lagen übereinander schichten“, so die 41-Jährige, die sodann zum Karton mit den ausgeblasenen Hühner- und Gänseeiern greift. Mit einer kleinen Zange bricht sie kleine Stücke aus den Schalen. „Im besten Fall sollten sie nach dem ,Eingriff’ wie gezackte kleine Vasen aussehen, die dann mit Heißkleber auf dem Moos arrangiert werden.“

Besprühen mit Wasser

Die Narzissen oder Traubenhyazinthen platziert Melanie Mandok ohne Erde in die Eierschalen. „Ein wenig trockenes Moos reicht, um den Pflanzen Halt zu geben.“ Vom Gießen rät sie ab. „Dann sprießen insbesondere die Narzissen zu schnell in die Höhe und durchbrechen die Harmonie im Kranz.“ In der Knolle befinde sich ausreichend Flüssigkeit. Falls die Blüten dennoch trocken wirkten, rät sie zum leichten Besprühen mit Wasser.

„Jetzt sind wir fast fertig“, sagt die 41-Jährige und vollzieht die letzten Handgriffe – setzt kleine Federn und Flaum in die Vasen, verteilt Ästchen mit Flechten sowie verschiedenfarbig gesprenkelte Wachteleier auf dem Moos. „Wer mag, kann noch ,Frohe Ostern’ auf einen Anhänger aus Tonpapier und Kordel schreiben und an den Kranz hängen.“

„Geschafft“, freut sich Melanie Mandok. „Das können auch Kinder“, hofft sie auf viele Bastelstunden vor Ostern daheim. Ihr Tipp am Rande: Kordel mit Heißkleber in einer Eierschalen-Vase anbringen, mit Blumen, Federn und kleinen Zweigen füllen und nahestehenden Menschen schenken. „Eine schöne Geste in schwierigen Zeiten.“

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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