UWG drückt auf die Tube
CDU dauert Verfahren zu lange

Das Areal der Firma Apparatebau Rothemühle wird bestimmt von großzügigen Büro- wie Fertigungsgebäuden, die zum Teil historischen Wert haben. Spätestens im Februar soll entschieden sein, welche Zukunft das Gelände hat.
  • Das Areal der Firma Apparatebau Rothemühle wird bestimmt von großzügigen Büro- wie Fertigungsgebäuden, die zum Teil historischen Wert haben. Spätestens im Februar soll entschieden sein, welche Zukunft das Gelände hat.
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win Wenden/Rothemühle. Schon lange harrt das riesige Areal, auf dem bis vor einigen Jahren der Apparatebau Rothemühle seine begehrten Produkte für die ganze Welt konstruierte und baute, einer nachhaltigen neuen Nutzung. Nun ist endlich Bewegung in die Sache gekommen:

Gemeinde Wenden beschloss ein anderes Vorgehen

Am 19. Mai beschloss der Rat der Gemeinde Wenden ein anderes Vorgehen als geplant, nachdem massive Kritik am bisherigen Prozedere lautgeworden war. Am Mittwochabend nun ging es darum, den weiteren Weg freizumachen, doch es zeichnete sich neuer Unmut ab, als die Gemeindevertreter in der Aula der Gesamtschule darüber abstimmen sollten. Er wurde geäußert von Thorsten Scheen, Fraktionschef der UWG. Er kündigte an: „Wir haben in der vorigen Ratssitzung dem Vorschlag der CDU unsere Zustimmung gegeben. Damals war aber die Rede von einer Entscheidung im November. Jetzt ist in der Beschlussvorlage der Februar genannt. So haben wir den Beschluss damals nicht verstanden.“ Die UWG werde nur dann zustimmen, wenn als Kompromiss als Termin die Dezember-Ratssitzung zur Vergabe genannt werde.

Vorgehen könnte Zuschüsse gefährden

Verwaltung hält den Zeitplan nicht für realistisch

Bürgermeister Bernd Clemens (CDU) wiederholte seine Ausführungen aus dem Bauausschuss: In der Sachdarstellung stehe, warum die Verwaltung den ursprünglichen Zeitplan nicht mehr für realistisch halte. Der inzwischen hinzugezogene Fachanwalt habe bekanntlich ein zweistufiges Verfahren empfohlen, und dazu seien gewisse Fristen einzuhalten. „Daher halten wir nun den Februar für realistisch. Ein früherer Zeitpunkt wäre meines Erachtens fahrlässig.“ Jutta Hecken-Defeld wollte wissen, warum die Gemeinde so ausdrücklich auf einen möglichen Ausstieg aus dem Verfahren hinweise.

„Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“

Baudezernent Markus Hohmann führte aus, der von der Gemeinde eingeschaltete Vergaberechtsanwalt habe dies dringend empfohlen, dies zu tun, um flexibel reagieren zu können. Elmar Holterhof (Grüne) signalisierte Verständnis: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“ Martin Solbach von der CDU ließ erkennen, dass die Kritik der UWG bei den Christdemokraten durchaus auf Verständnis stößt. Er ergänzte: „Wir gehen heute in die nächste Phase. Was dabei herauskommt, kann heute keiner beurteilen. Wir sind ja bewusst den Weg gegangen, möglichst vielen die Chance zu geben, sich einzubringen. Auch wir waren enttäuscht, dass der Termin weiter verschoben wurde. Wir sollten uns selbst die Aufgabe stellen, hart daran zu arbeiten, möglichst etwas Zeit herauszuholen.“ Bei zwei Nein-Stimmen aus der CDU und bei 13 Enthaltungen aus den Reihen von SPD, UWG und Grünen wurde der Beschluss trotz aller Kritik gefasst.

Die Verwaltung kann nun damit beginnen, die Interessensbekundungen möglicher Investoren entgegenzunehmen, die bereit sind, 2,1 Millionen Euro für das Areal hinzublättern. Nach einer Vorauswahl erhalten die dann übriggebliebenen Teilnehmer einen Kriterienkatalog und müssen Konzepte erarbeiten. Der endgültige Zuschlag soll dann in der angesprochenen Februar-Sitzung erfolgen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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