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Kein Weiterkommen in puncto Verkehrsberuhigung / "Kreis soll tätig werden"
„Das empfinde ich als zynisch“

Das aktuelle Vorstandsteam des Vereins für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben/Scheiderwald (v. l.): Beisitzer Fabian Knott, Schriftführer Udo Martini, Vorsitzender Peter Niklas und 2. Vorsitzender Udo Clemens.  Foto: yve
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  • Das aktuelle Vorstandsteam des Vereins für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben/Scheiderwald (v. l.): Beisitzer Fabian Knott, Schriftführer Udo Martini, Vorsitzender Peter Niklas und 2. Vorsitzender Udo Clemens. Foto: yve
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yve ■ Dass der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben/Scheiderwald äußerst aktiv ist, belegte einmal mehr der Jahresbericht von Schriftführer Udo Martini, den er bei der Generalversammlung am Mittwochabend im Pfarrheim in Elben vortrug. Die Maßnahmen, die in den beiden Orten – insbesondere in Elben – für ein intaktes und lebendiges Dorfleben durchgeführt werden, sind vorbildlich. Ob regelmäßige Angebote wie Familiengottesdienste, „Frühschicht“ in der Kirche und gesellige Runden im Pfarrheim, Aktionen für die „Elbkids“, das wieder ins Leben gerufene Pfarrfest oder auch innovative Errungenschaften wie der Multifunktionsplatz, der mithilfe von Fördermitteln realisiert werden konnte.

yve  Dass der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben/Scheiderwald äußerst aktiv ist, belegte einmal mehr der Jahresbericht von Schriftführer Udo Martini, den er bei der Generalversammlung am Mittwochabend im Pfarrheim in Elben vortrug. Die Maßnahmen, die in den beiden Orten – insbesondere in Elben – für ein intaktes und lebendiges Dorfleben durchgeführt werden, sind vorbildlich. Ob regelmäßige Angebote wie Familiengottesdienste, „Frühschicht“ in der Kirche und gesellige Runden im Pfarrheim, Aktionen für die „Elbkids“, das wieder ins Leben gerufene Pfarrfest oder auch innovative Errungenschaften wie der Multifunktionsplatz, der mithilfe von Fördermitteln realisiert werden konnte.

„Hier passiert viel“, unterstrich der Vorsitzende und zugleich der Ortsvorsteher von Elben und Scheiderwald, Peter Niklas. Er dankte den Anwesenden für ihr Engagement, denn ohne Hilfe bei den zahlreichen Einsätzen wäre ein erfolgreiches Wirken im Dorf nicht möglich. Und schon in Bälde wartet eine neue Herausforderung auf die Elbener. Bekanntlich soll das auch von der Gemeinde Wenden bezuschusste LEADER-Projekt „ELBmobil“ verwirklicht werden. „Wir haben bereits Fakten geschaffen“, betonte Niklas. So habe die Lokale Aktionsgruppe (LAG) auf der jüngsten Sitzung erfolgreich darüber abgestimmt.

Bei dem „ELBmobil“ handelt es sich um einen bunten „Bauwagen“ für Kinder – innen ausgestattet unter anderem mit Mikroskopen, Pinzetten, kleinen und großen Lupen, Ferngläsern, Seilen, Gartengeräten für Kinder, Werkzeugen zum Basteln, Bauen, Schnitzen, inklusive Literatur und Anleitungen. Mit dem ambitionierten Projekt sollen Kinder zu Forschern und Entwicklern werden. Nicht nur das: Der „Bauwagen“ mit umweltpädagogischem Schwerpunkt kann mitsamt seinem Naturerlebnis- und Forscherequipment an Träger von Jugendarbeit, Kindergärten, Grundschulen oder sonstige Vereine sowie auch an Privatpersonen ausgeliehen werden.

Derzeit wartet der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben noch auf die Zusage einer Förderung der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW. Niklas zeigte sich optimistisch, die Summe einplanen zu können. Dennoch möchte der Verein in puncto Umsetzung absolute Sicherheit haben. Daher gaben die Versammlungsteilnehmer auch ihr Votum, im Falle einer Ablehnung des Förderungantrags 5000 Euro aus dem Vereinsguthaben in das Projekt fließen zu lassen.

Diskutiert wurde ferner über den zukünftigen Stellplatz für den „Bauwagen“. Der favorisierte Ort sei nun der Kinderspielplatz, teilte der Vorsitzende mit. Dafür müssten aber zwei Spielgeräte – darunter die Rutsche – auf den Multifunktionsplatz „umziehen“. Das wurde aus den Reihen der Versammlung moniert. Schließlich sei die Rutsche das meist genutzte Gerät auf dem Areal. Das Fehlen würde viele Kinder traurig stimmen. Niklas reagierte mit Verständnis und wird diesen Punkt in die weiteren Planungen, die auch Unterhaltung, Zufahrtsmöglichkeiten und Versicherungsfragen beinhalten, miteinbeziehen. Er ließ anklingen, dass auch ein anderes Gerät, das weniger im Gebrauch sei, umgesetzt werden könne.

Zudem informierte Niklas über den über Jahre im Dornröschenschlaf befindlichen Kapellenbauverein. Es sei schließlich in Erfahrung gebracht worden, dass dieser nicht mehr existiere. Wortlaut des Anwortschreibens an Pfarrer Michael Kleineidamm vom Amtsgericht Siegen, Abteilung Vereinsregister: „ …der Verein ist infolge Wegfalls aller Mitglieder erloschen.“

Immer wieder Thema in Elben ist die Verkehrssituation. Seit Jahren kämpft die Dorfbevölkerung um geschwindigkeitsdrosselnde Maßnahmen – vergeblich. Seinem Versprechen, sich erneut schriftlich mit dem Kreis Olpe in Verbindung zu setzen, war Peter Niklas nachgekommen. Auch eine Geschwindigkeitsmessung wurde daraufhin durchgeführt. Mit dem Ergebnis: „Es besteht kein Handlungsbedarf.“ Gemessen wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 48 km/h. Dieser Wert dürfte auch auf der Tatsache fußen, so der Vorsitzende, dass das Messgerät vor einer Garageneinfahrt aufgestellt worden sei. Und die Nutzer selbiger seien schließlich mit einem sehr niedrigen Tempo an der Messstelle vorbeigefahren, um in ihre Garage zu kommen. Des Weiteren sei von Seiten des Kreises mitgeteilt worden, dass noch kein Unfall passiert sei. „Das empfinde ich als zynisch“, so der Ortsvorsteher. Der Passus „Der Kreis soll tätig werden“ wurde am Mittwoch letztlich ins Protokoll aufgenommen. Das heißt, die Elbener lassen nicht locker, und so „flattert“ in Kürze das nächste und auch schärfer formulierte Schreiben ins Kreishaus. Dieses beinhaltet auch die Forderung nach Geschwindigkeitsmessung an Stellen, die auch die Polizei wählen würde, um Temposünder zur Kasse zu bitten.

In Sachen Baulandplanung soll mit einer Abrundungssatzung erreicht werden, dass mit der Erschließung „In den Höfen“ nicht wie im Flächennutzungsplan vorgesehen im Jahr 2022, sondern früher begonnen werden könne. Zudem hat Peter Niklas nach dem Gründungsdatum von Elben recherchiert. So stammt die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1416. Nach dem Gründungsjahr von Scheiderwald müsse indes noch geforscht werden. Das Gründungsjahr von Elben könnte auch auf den gewünschten vier Ortseingangsschilder Erwähnung finden. Die Standortfrage ist laut Niklas schon geklärt, „jedoch müssen wir Leute finden, die beim Bau helfen“. Interessenten können sich beim Vorstand oder beim Ortsvorsteher melden.

Auch zwei Vorschläge aus dem Dorf – ein Weihnachtsmarkt und der Bau einer Boule-Bahn – wurden der Versammlung unterbreitet, stießen jedoch auf wenig Interesse.

Die Wahlen gestalteten sich kurz und bündig. So bleibt Peter Niklas für zwei weitere Jahre Vorsitzender, Udo Martini für ein weiteres Jahr Schriftführer und Udo Clemens für ein weiteres Jahr 2. Vorsitzender. Neue Kassenprüfer sind Hubertus Sieler und Petra Reidenbach. Alle Termine, die die Ortschaften Elben und Scheiderwald betreffen, finden Interessierte unter www.dorf-elben.de.

Das aktuelle Vorstandsteam des Vereins für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben/Scheiderwald (v. l.): Beisitzer Fabian Knott, Schriftführer Udo Martini, Vorsitzender Peter Niklas und 2. Vorsitzender Udo Clemens.  Foto: yve
Das „ELBmobil“, ein multifunktionaler „Bauwagen“, soll auf dem Spielplatz in Elben geparkt werden. Dafür müssen aber zwei Spielgeräte weichen, die auf dem Multifunktionsplatz wieder ausgestellt werden sollen.  Fotos: yve
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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