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Perfekte Überraschung: Musikkorps-Abordnung der Bundeswehr aus Siegburg spielt im Garten von Thorsten Voß
„Das ist großartig“

Thorsten Voß – hier auf dem Foto mit seiner Frau Bianca und seinem Sohn Maximilian – freute sich sehr über das kleine, ganz persönliche Konzert im eigenen Garten.
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  • Thorsten Voß – hier auf dem Foto mit seiner Frau Bianca und seinem Sohn Maximilian – freute sich sehr über das kleine, ganz persönliche Konzert im eigenen Garten.
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yve ■ Für Thorsten Voß aus Rothemühle sollte am 29. April ein großer Traum in Erfüllung gehen. Das renommierte Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg hätte an diesem Tag ein Benefizkonzert in der Stadthalle in Attendorn gegeben. Doch die Corona-Pandemie ließ diesen Traum jäh platzen.

Thorsten Voß ist im Jahr 2018 an der unheilbaren Nervenerkrankung ALS erkrankt. Eben das hat den 48-Jährigen dazu bewogen, eine bemerkenswerte Mission anzutreten. Er setzt sich unermüdlich dafür ein, dass gegen ALS gekämpft wird. Im vergangenen Jahr gründete der Mann aus Rothemühle die Initiative „Sternenlicht“, um mit Spenden die gemeinnützige Charcot-Stiftung um Prof. Dr. Albert Ludolph zu unterstützen, die einen wichtigen Beitrag zur Förderung der medizinischen Forschung auf dem Gebiet der ALS leistet.

yve  Für Thorsten Voß aus Rothemühle sollte am 29. April ein großer Traum in Erfüllung gehen. Das renommierte Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg hätte an diesem Tag ein Benefizkonzert in der Stadthalle in Attendorn gegeben. Doch die Corona-Pandemie ließ diesen Traum jäh platzen.

Thorsten Voß ist im Jahr 2018 an der unheilbaren Nervenerkrankung ALS erkrankt. Eben das hat den 48-Jährigen dazu bewogen, eine bemerkenswerte Mission anzutreten. Er setzt sich unermüdlich dafür ein, dass gegen ALS gekämpft wird. Im vergangenen Jahr gründete der Mann aus Rothemühle die Initiative „Sternenlicht“, um mit Spenden die gemeinnützige Charcot-Stiftung um Prof. Dr. Albert Ludolph zu unterstützen, die einen wichtigen Beitrag zur Förderung der medizinischen Forschung auf dem Gebiet der ALS leistet.

„Sternenlicht“ sollte auch das Motto des Benefizkonzertes sein. Ziel war, möglichst vielen Menschen einen hochkarätigen Hörgenuss zu bieten, um mit den Einnahmen aus dem Konzert die Stiftung zu stärken. Als die Musiker um Oberstleutnant Christoph Scheibling seinerzeit von dem Wunsch von Thorsten Voß hörten, waren sie sofort „Feuer und Flamme“ – sie wollten unbedingt helfen, zumal auch für den „Sternenlicht“-Initiator Orchestermusik unverzichtbar ist. So ist er Vizedirigent und ehemaliger Tanzmusikleiter der „Seemannskapelle“ Hillmicke. Der Musikverein war es auch, der Voß bei seinen Überlegungen für das Benefizkonzert stets zur Seite stand. Und daran soll sich in Zukunft nichts ändern.

Als während einer Pressekonferenz im Februar die Einzelheiten des Auftritts vorgestellt wurden, war der 48-Jährige sprachlos und gerührt. Das wiederholte sich  am Dienstag, als eine Abordnung des Musikkorps plötzlich in seinem Garten stand, um ein Überraschungsständchen für ihn zu spielen.

Nicht nur Thorsten Voß hatte Tränen in den Augen, auch Zuhörer, die sich in geregeltem Abstand auf seinem Grundstück versammelt hatten, waren ergriffen, als Daniel Ridder, Stephan Müller, Jan Pomimo, Andreas Bachmann und Sören Wehn zu ihren Blasinstrumenten griffen und die ersten Töne erklangen.

Aktuell liege das ganz Orchester brach, so Oberstleutnant Scheibling in seiner Ansprache. Daher sei beschlossen worden, in kleinen Besetzung zu spielen – vorrangig, um Menschen eine Freude zu bereiten.

50 Konzerte standen auf dem Spielplan des Musikkorps aus Siegburg. „Auf keines haben wir uns so sehr gefreut wie auf das in Attendorn.“ Einen Nachholtermin zu finden, bleibe in jedem Fall das Ziel, versprach Scheibling.

Stücke wie der „Marsch des hessischen Kreisregiments“ oder „Highland Cathedral“ ertönten an der Königsbergerstraße – viel Applaus gab es für die Darbietungen. „Damit habe ich nicht gerechnet, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, sagte Thorsten Voß sichtlich beeindruckt. „Ich finde das großartig. Vielen, vielen Dank, dass ihr in dieser Zeit in dieser Form an mich gedacht habt.“

Leider habe die Corona-Krise seine Spendeninitiative auf Null gefahren. „Dabei hatte sie so gut Fahrt aufgenommen.“ Der 48-Jährige betonte aber, sich weiterhin für das Aufmerksammachen auf die Thematik und die Erforschung von ALS einzusetzen. Musikzugführer Matthias Reißner machte ihm Hoffnung. „Viele Menschen denken an dich und an deine Initiative.“ Er dankte Voß für seinen Mut, offen mit seiner Krankheit umzugehen, und für seinen beharrlichen Kampf gegen ALS. „Das ist dir eine besondere Herzensangelegenheit.“

„Hier stehen fünf von 60 Musikern, die das genauso sehen“, ergänzte Oberstleutnat Christoph Scheibling. Er hatte auch ein Geschenk mit nach Rothemühle gebracht, und zwar eine Handvoll CDs mit erlesener Orchestermusik.

„Vom Band“ ersetzt diese zwar nicht das große Benefizkonzert in Attendorn. Sie kann aber die Wartezeit bis zum Nachholtermin durchaus angenehmer gestalten.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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