SZ

Minister Laumann gleichwohl für Lockerungen:
„Das Virus ist nicht weg“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (l.) sprach bei seinem Besuch in Rothemühle auch mit der 98-jährigen Grete Bender und fuhr mit ihr in die Gartenanlage der Senioreneinrichtung "Haus Elisabeth". Foto: hobö
  • NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (l.) sprach bei seinem Besuch in Rothemühle auch mit der 98-jährigen Grete Bender und fuhr mit ihr in die Gartenanlage der Senioreneinrichtung "Haus Elisabeth". Foto: hobö
  • hochgeladen von Holger Böhler (Redakteur)

hobö Rothemühle. Interessante Ausführungen zum Thema „Corona“ und den Auswirkungen insbesondere auf Senioren- respektive Pflegeheime machte Karl-Josef Laumann, der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, bei seinem gestrigen Besuch in Rothemühle (vergl. gesonderten Bericht).

Der CDU-Politiker stellte klar, dass es der Landesregierung schwergefallen sei, fast das gesamte gesellschaftliche Leben stillzulegen. Persönlich sei ihm am schwersten gefallen, das Besuchsverbot für Pflege- und Altenheimen zu erlassen. Die konsequente Umsetzung sei aber vonnöten gewesen, denn dort, wo das Virus in die Heime gekommen sei, habe es schlimme Folgen gegeben.

hobö Rothemühle. Interessante Ausführungen zum Thema „Corona“ und den Auswirkungen insbesondere auf Senioren- respektive Pflegeheime machte Karl-Josef Laumann, der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, bei seinem gestrigen Besuch in Rothemühle (vergl. gesonderten Bericht).

Der CDU-Politiker stellte klar, dass es der Landesregierung schwergefallen sei, fast das gesamte gesellschaftliche Leben stillzulegen. Persönlich sei ihm am schwersten gefallen, das Besuchsverbot für Pflege- und Altenheimen zu erlassen. Die konsequente Umsetzung sei aber vonnöten gewesen, denn dort, wo das Virus in die Heime gekommen sei, habe es schlimme Folgen gegeben. Wie gefährlich das Coronavirus sei, zeige unter anderem, dass einige infizierte Pflegekräfte noch immer unter den Folgen der ernsthaften Erkrankungen litten. Wie viele Menschen an Corona gestorben seien, sei schwierig zu verifizieren, da es keine Leichenschau in NRW gebe, ob jemand an oder mit Corona gestorben sei.

In seinem langen politischen Wirken habe er noch nie so viele Brief erhalten wie im Zusammenhang mit dem Besuchsverbot in den Pflegeheimen. Daher sei er froh, dass die derzeitige Infektionsrate die Lockerung und vorsichtige Rückkehr zur Normalität möglich mache. Laumann mahnte aber: „Das Virus ist nicht weg. Die Eingrenzung gelingt uns zurzeit gut, wenn wir aber nicht aufpassen, kommt Covid-19 wie in Gütersloh wieder. Es gibt also allen Grund, an Maskenpflicht und Abstandsregeln festzuhalten.“

Die Regierungen müssten immer wieder abwägen, wie weit die Freiheit des Einzelnen für den Schutz vor Corona eingegrenzt werden könne. Der Gesundheitsminister ist sich sicher, dass bei der derzeitigen Infektionsrate „uns die Gerichte heute die Kontaktbeschränkungen vom März nicht erlauben würden“. Lockerungen seien seines Erachtens bei der aktuellen Infektionslage sogar verfassungsrechtlich geboten. Auch wenn mit den Besuchen in Altenheimen ein gewisses Risiko einhergehe.

Das Kommunikationsprojekt in Rothemühle sei eine Idee, die Einschränkungen „erträglicher zu gestalten“. Es mache ferner deutlich, dass sich Menschen auch außerhalb der Einrichtungen Gedanken machten, wie es den Menschen innerhalb gehe. „Das Schöne an der Zeit war, dass Solidarität und das Einstehen für andere eine neue Wertschätzung erhalten haben“, resümierte Karl-Josef Laumann. Er freute sich, dass er mit Grete Bender (98 Jahre), Magdalene Meurer (91) und Werner Drüke (80) drei Bewohner der Senioreneinrichtung „Haus Elisabeth“ bei guter Gesundheit begrüßen durfte. Er habe ja selbst eine 91-jährige Mutter, die daher zur Corona-Risikogruppe gehöre.

Bürgermeister Bernd Clemens hatte es zuvor als „ehrenvolle Aufgabe“ und „große Freude“ bezeichnet, den Minister in der Gemeinde Wenden begrüßen zu dürfen, und lobte, dass sich Laumann an der Basis anschaue, wie mit dem Thema „Corona“ umgegangen werde.

Der derart Begrüßte wies darauf hin, dass dies sein erster Besuch einer solchen Einrichtung nach der „starken Corona-Zeit“ sei. Er komme aber gerne ins Sauerland: „Als er diese Gegend geschaffen hat, hatte der Schöpfer einen seiner Höhepunkte.“

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen