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Herber Schlag für erfolgreiche private Initiative
Defibrillatoren müssen stillgelegt werden

Diese  AED der Firma Telefunken müssen stillgelegt werden. Das Foto zeigt die Installation eines solchen Geräts an der Hünsborner Straße in Wenden. Die St.-Severinus-Schützenbruderschaft Wenden  hatte das Gerät gespendet, und Brudermeister Andreas Schneider übergab es im März 2017an Ortsvorsteher Dietmar Häner.
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  • Diese AED der Firma Telefunken müssen stillgelegt werden. Das Foto zeigt die Installation eines solchen Geräts an der Hünsborner Straße in Wenden. Die St.-Severinus-Schützenbruderschaft Wenden hatte das Gerät gespendet, und Brudermeister Andreas Schneider übergab es im März 2017an Ortsvorsteher Dietmar Häner.
  • Foto: hobö
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

hobö Wenden. Vor gut drei Jahren war die Gemeinde Wenden Zentrum einer bemerkenswerten Entwicklung. Dank privater Initiatoren, finanzieller Unterstützung seitens der Kommune sowie Spenden von Unternehmen und Vereinen wurden in nahezu allen größeren Ortschaften im Wendener Land öffentlich zugängliche Defibrillatoren installiert. Doch nun gibt es eine schlechte Nachricht, die nahezu überall baugleichen „Automatisierten Externen Defibrillatoren“ (AED) müssen stillgelegt werden. Ein Zertifikatsmangel dieser Geräte ist dafür ausschlaggebend. Rupert Wurm Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, Sicherheit und Ordnung der Gemeinde Wenden, bestätigt auf Anfrage der SZ: „Die Geräte müssen ausgetauscht werden.

hobö Wenden. Vor gut drei Jahren war die Gemeinde Wenden Zentrum einer bemerkenswerten Entwicklung. Dank privater Initiatoren, finanzieller Unterstützung seitens der Kommune sowie Spenden von Unternehmen und Vereinen wurden in nahezu allen größeren Ortschaften im Wendener Land öffentlich zugängliche Defibrillatoren installiert. Doch nun gibt es eine schlechte Nachricht, die nahezu überall baugleichen „Automatisierten Externen Defibrillatoren“ (AED) müssen stillgelegt werden. Ein Zertifikatsmangel dieser Geräte ist dafür ausschlaggebend. Rupert Wurm Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, Sicherheit und Ordnung der Gemeinde Wenden, bestätigt auf Anfrage der SZ: „Die Geräte müssen ausgetauscht werden.“
Die in der Gemeinde Wenden fast ausnahmslos installierten Telefunken-Defibrillatoren seien zwar funktionstüchtig, so Wurm, besäßen aber einen Zertifikatsmangel. Eine Aufarbeitung oder eine Nachzertifizierung seien nach den im Rathaus vorliegenden Informationen nicht möglich.
Die Gemeinde Wenden hat die Geräte nicht angeschafft, aber gefördert. Die Dorfgemeinschaften erhielten zur Anschaffung der rund 2500 Euro teuren AED 500 Euro pro Ort sowie 50 Cent pro Einwohner. Einhergehend sorgten private Spenden für die Installation.
„Jetzt geht es Schlag auf Schlag“, freute sich im April 2017 Allgemeinmediziner Stefan Spieren aus Hünsborn. Er ist der Initiator der Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst viele öffentlich zugängliche Defibrillatoren in der Gemeinde Wenden und darüber hinaus zu installieren.
Auch die Eheleute Reinhard und Veronika Schönauer aus Hünsborn machten sich von Beginn an für die flächendeckende Versorgung stark und installierten in Wenden und Hünsborn selbst zwei AED. Am 25. April 2017 wurden im Rahmen eines Pressetermins in der Firma Werbetechnik Koch in Hünsborn, die zahlreiche Defibrillatoren zum Selbstkostenpreis installierte, 14 weitere AED von der Firma Gomed aus Freudenberg übergeben. Auch Bürgermeister Bernd Clemens erschien zu jener Übergabe, da die Gemeinde Wenden das Thema „Defibrillatoren“ zur „Chefsache“ erklärte hatte.
Clemens dankte den umtriebigen Initiatoren. Sie hätten das Thema erfolgreich in die Öffentlichkeit getragen. „Das gesamte Bemühen stellt eine großartige Unterstützung der Gemeinde und des Gemeinwohls dar.“ Auf der Homepage der Kommune gibt es eine Übersicht, wo die frei zugänglichen Defibrillatoren zu finden sind.
Die Gemeinde war bei der Anschaffung kein Vertragspartner der ausliefernden Firma aus Freudenberg. „Wir wollen denen auch keinen Vorwurf machen“, erklärt Rupert Wurm angesichts der aktuellen Entwicklung. Er habe dennoch prüfen lassen, ob ein Klageweg beschritten werden sollte. Der Rechtsweg sei aber schwierig zu begehen, denn eine Sammelklage sei offenbar nicht möglich, weswegen jeder Ortsvorsteher bzw. Käufer selbst klagen müsste. Die Gewährleistung sei ohnehin nach zwei Jahren abgelaufen.
Die Ortsvorsteher der Ortschaften, in denen die betroffenen Defibrillatoren installiert sind, seien informiert worden. Im Rathaus überlege man nun, inwieweit man bei einer Neuanschaffung finanziell helfen könne, versicherte Rupert Wurm.

Diese  AED der Firma Telefunken müssen stillgelegt werden. Das Foto zeigt die Installation eines solchen Geräts an der Hünsborner Straße in Wenden. Die St.-Severinus-Schützenbruderschaft Wenden  hatte das Gerät gespendet, und Brudermeister Andreas Schneider übergab es im März 2017an Ortsvorsteher Dietmar Häner.
Auf der Homepage der Gemeinde Wenden sind die Standorte der öffentlich zugänglichen Defibrillatoren im Wendener Land abrufbar.
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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