Unser Dank an die Alltagshelden
Die Pflegefachkraft

Diana Stahl geht in ihrer Tätigkeit voll auf.

yve Gerlingen. Teil 2 unserer Serie der Alltagshelden, heute stellen wir die Pflegefachkraft Diana Stahl aus Wenden vor.

Es ist Mittwoch kurz vor 10 Uhr. Die SZ hat sich mit Diana Stahl in Gerlingen verabredet. Dort lebt Heidrun Arens, die den ambulanten Pflegedienst des Caritasverbands Olpe in Anspruch nimmt. Für die Seniorin und ihren Ehemann Rolf sind die Besuche von Diana Stahl eine große Unterstützung. „Ich bringe immer Schwung ins Haus“, erzählt die 48-Jährige beim Interview an der frischen Luft, dort wo Abstand halten nicht schwierig ist. Anders sieht es in der häuslichen Pflege aus – Nähe ist unentbehrlich, soziale Distanz keine Option. Noch akribischer sei jedoch die Hygiene. Vermehrt werde Mundschutz getragen, insbesondere bei Personen mit Erkrankungen der Lunge.
„Ich spüre die Ängste und die Sorgen der Älteren deutlich. Sie fürchten das Virus. Erinnerungen an den Krieg kommen hoch.“ Und auch die Gedanken der Wendenerin kreisen um Corona. „Ich begleite die Menschen teils über Jahre, ich nehme ihre Beunruhigung ernst und leide mit.“ Umso wichtiger sei es gerade jetzt, den Humor nicht zu verlieren. Für einige ist Diana Stahl der einzige Außenkontakt. „Reden, Zuhören, ganz bei den Klienten sein, nicht nur notdürftig Hallo und Tschüss sagen, ist wichtig – und lachen. Ich komme mit Pauken und Trompeten ins Haus.“

Ihre Berufsgruppe genießt Ansehen

Dankbar ist sie für die Herzlichkeit, die ihr bei vielen Besuchen geschenkt wird. „Das macht mich glücklich. Mir wird bewusst, wie gerne ich meinen Beruf ausübe. Und das schon sehr lange. Heute vor 27 Jahren habe ich beim Caritasverband angefangen.“ Natürlich sei sie schon gefragt worden, ob sie seit dem Kontaktverbot ihre Tätigkeit überhaupt noch ausüben wolle oder überhaupt dürfe. „Aber ohne uns geht es doch nicht.“ Gleichzeitig merkt sie, dass ihre Berufsgruppe Ansehen genießt – nicht nur jetzt – in einer Zeit, in der für Pflegekräfte applaudiert wird. „Schon früher haben mir Freunde gesagt, dass sie es ganz toll finden, was ich mache.“ Dass die SZ sie nun zu einer „Heldin des Alltags“ gemacht hat, lässt die 48-Jährige strahlen – sie freut sich – lacht herzlich über ihren neuen Titel, den sie sich selbst wohl nie gegeben hätte.
Und dann kommt wieder Heidrun Arens aus Gerlingen ins Gespräch. Auch sie sei eine Heldin, sagt die 48-Jährige. „Ihre Tochter nennt sie so, weil Frau Arens tapfer viele Krankheiten überwunden hat.“ Dazu trägt auch Diana Stahl bei – denn die Pflege braucht Helden!

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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