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Apparatebau Rothemühle
Die zweite Stufe zünden

Und wieder ruft die zukünftige Nutzung des großen Komplexes der ehemaligen Firma Apparatebau Rothemühle politische Diskussionen im und außerhalb des Wendener Rathauses hervor.
  • Und wieder ruft die zukünftige Nutzung des großen Komplexes der ehemaligen Firma Apparatebau Rothemühle politische Diskussionen im und außerhalb des Wendener Rathauses hervor.
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hobö Wenden. Die Zukunft der Industriebrache Apparatebau Rothemühle ist seit Monaten eines der dominanten Gesprächsthemen in der Gemeinde Wenden. Die Diskussionen im politischen Raum nähren dies zusätzlich, zumal manche Dinge öffentlich, manche wieder nichtöffentlich beraten und entschieden werden. So auch am Montagabend, als der Haupt- und Finanzausschuss zweimal über die Thematik debattierte, mal offen und später hinter verschlossenen Türen.

Bewertung der potenziellen Investoren
Zunächst informierte die Verwaltung über die vier Bewerber, die sich an der ersten Stufe der Konzeptvergabe beteiligen (die SZ berichtete). Überdies ging es in der HFA-Sitzung darum, Kriterien zu benennen, mit deren Hilfe die Konzepte der potenziellen Investoren bewertet werden sollen.

hobö Wenden. Die Zukunft der Industriebrache Apparatebau Rothemühle ist seit Monaten eines der dominanten Gesprächsthemen in der Gemeinde Wenden. Die Diskussionen im politischen Raum nähren dies zusätzlich, zumal manche Dinge öffentlich, manche wieder nichtöffentlich beraten und entschieden werden. So auch am Montagabend, als der Haupt- und Finanzausschuss zweimal über die Thematik debattierte, mal offen und später hinter verschlossenen Türen.

Bewertung der potenziellen Investoren

Zunächst informierte die Verwaltung über die vier Bewerber, die sich an der ersten Stufe der Konzeptvergabe beteiligen (die SZ berichtete). Überdies ging es in der HFA-Sitzung darum, Kriterien zu benennen, mit deren Hilfe die Konzepte der potenziellen Investoren bewertet werden sollen.
SPD-Fraktionsvorsitzender Ludger Reuber beantragte, diesen Tagesordnungspunkt in den nichtöffentlichen Teil zu verschieben, da die Bewerbungen ja auch nichtöffentlich eingesehen worden seien. Dagegen sprach sich Bürgermeister Bernd Clemens aus. Zum einen müsse jeder Bewerber sehen, welche Kriterien angewendet werden, zum anderen „wollen wir zeigen, dass es sich um ein transparentes öffentliches Verfahren handelt“. Mit 4:5 Stimmen fand der SPD-Antrag bei drei Enthaltungen keine Mehrheit.
So erfolgte die Beratung über den Einstieg in die zweite Verfahrensstufe öffentlich. In diesem zweiten Schritt haben die vier Bewerber bis zum 31. Dezember die Möglichkeit, ihre Konzepte für die spätere Nutzung der Industriebrache zu konkretisieren.

Wir wollen zeigen, dass es sich um ein transparentes öffentliches Verfahren handelt.
Bernd Clemens
Bürgermeister

Bewerbungsmatrix soll den Investoren helfen

Mit einer Bewerbungsmatrix soll den Investoren sozusagen eine Zielvorgabe an die Hand gegeben werden. Die Verwaltung wollte sieben Kriterien vorgeben, die eine unterschiedliche Gewichtung in der Abwägung erhalten sollten: 1. Wohnen; 2. Arbeiten; 3. Verkehr und Erreichbarkeit (jeweils 20 Punkte); 4. Kultur, Freizeit und Gastronomie; 5. Freiraum und Aufenthaltsqualität (je 10 Punkte); 6. Städtebau (5 Punkte); 6. Kaufpreis (15 Punkte).
Bernd Arns erklärte, dass die CDU-Fraktion die zweite Stufe des Verfahrens auslösen, die Matrix aber anders als die Verwaltung gewichten wolle. So erachte man den Aspekt Wohnen nicht für so wichtig, der Schwerpunkt müsse auf Arbeit liegen. Auch die Punkte Kultur, Freizeit sowie Freiraum und Aufenthaltsqualität sollten nicht so wichtig sein. Dafür solle die zeitliche Umsetzung als weiteres Kriterium aufgeführt werden.
Die UWG habe ähnliche Vorstellungen, erklärte Fraktionschef Thorsten Scheen. Der Einfachheit schloss sich die UWG dem Matrix-Antrag der CDU an. Diese sieht folgende Gewichtung vor: 1. Wohnen (10 Punkte); 2. Arbeiten (35 Punkte); 3. Verkehr und Erreichbarkeit (15 Punkte); 4. Kultur, Freizeit, Gastronomie; 5. Freiraum, Aufenthaltsqualität (je 5 Punkte); 6. Städtebau und vorhandene Bausubstanz (15 Punkte); 6. Kaufpreis (10 Punkte); 7. zeitliche Komponente (5 Punkte).
Mit den Stimmen von CDU und UWG (acht) fanden das Auslösen der zweiten Verfahrensstufe sowie der Matrix-Vorschlag der CDU die Mehrheit – Grüne und SPD votierten dagegen (vier Stimmen). Am heutigen Mittwoch entscheidet der Gemeinderat (Beginn 17 Uhr in der Gesamtschule) über die Matrix und das Auslösen der zweiten Verfahrensstufe.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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