SZ

„Ottimat“ in Ottfingen
Dorfladen bietet Einkaufen rund um die Uhr

Marketing-Verantwortliche Silke Niederschlag beim Einkauf im Dorfladen. Bald kann sie auch außerhalb der Öffnungszeiten Artikel für den täglichen Bedarf kaufen – am „Ottimaten“, der bald in Ottfingen aufgestellt wird. Über die Neuanschaffung freut sich auch Aushilfe Jin Chen aus Rothemühle.
  • Marketing-Verantwortliche Silke Niederschlag beim Einkauf im Dorfladen. Bald kann sie auch außerhalb der Öffnungszeiten Artikel für den täglichen Bedarf kaufen – am „Ottimaten“, der bald in Ottfingen aufgestellt wird. Über die Neuanschaffung freut sich auch Aushilfe Jin Chen aus Rothemühle.
  • Foto: Yvonne Clemens
  • hochgeladen von Michael Sauer

yve Ottfingen. Fast jedem ist das schon passiert. Beim Blick in den Kühlschrank oder in die Vorratskammer fällt auf, dass genau ein Produkt für das Mittagessen fehlt, die Sahne für das Geschnetzelte oder der Käse für das Frühstück. Und dann ist auch noch Sonntag. Meist bleibt nur der Weg zum Nachbarn, um sich die Zutat zu borgen. Bald aber gibt es eine Alternative: Einkaufen rund um die Uhr am Dorfladen in Ottfingen – und das ganz ohne Maske. Möglich macht das ein XXL-Warenautomat, der an der Hubertusstraße neben dem Geschäft aufgestellt wird.

Und einen Namen hat der große viereckige Kasten auch schon. „Ottimat“ soll er heißen. „Eine niedliche Wortkreation, das gibt der Sache ein Gesicht“, findet Silke Niederschlag.

yve Ottfingen. Fast jedem ist das schon passiert. Beim Blick in den Kühlschrank oder in die Vorratskammer fällt auf, dass genau ein Produkt für das Mittagessen fehlt, die Sahne für das Geschnetzelte oder der Käse für das Frühstück. Und dann ist auch noch Sonntag. Meist bleibt nur der Weg zum Nachbarn, um sich die Zutat zu borgen. Bald aber gibt es eine Alternative: Einkaufen rund um die Uhr am Dorfladen in Ottfingen – und das ganz ohne Maske. Möglich macht das ein XXL-Warenautomat, der an der Hubertusstraße neben dem Geschäft aufgestellt wird.

Und einen Namen hat der große viereckige Kasten auch schon. „Ottimat“ soll er heißen. „Eine niedliche Wortkreation, das gibt der Sache ein Gesicht“, findet Silke Niederschlag. Gespickt sei der Automat nicht nur mit regionalen Produkten, ergänzt die ehrenamtliche Marketing-Verantwortliche des Dorfladens. „Das passen auch ganze Kisten Bier rein.“ Für Sauerländer natürlich gut zu wissen.

„Ottimat“ in Ottfingen: Überwiegend Waren für den täglichen Bedarf

Überwiegend werde der „Ottimat“ mit Waren für den täglichen Bedarf gefüllt. Zu den Klassikern zählten Wurst, Sahne, Käse, Eier oder Milch. Snacks wie Kartoffelchips oder Süßwaren fehlen aber ebenso wenig wie Energie-Drinks und der Fastfood-Renner Pizza. Je nach Kaufverhalten könnten bestimmte Artikel aus dem Sortiment gestrichen, andere hinzugefügt werden. Ein Weilchen dauert es aber noch, bis bestückt werden kann. „Der ,Ottimat’ könnte ein Weihnachtsgeschenk werden“, sagt Silke Niederschlag, führt die SZ um den Dorfladen und zeigt, wo der auch mit einer App bedienbare 24/7-Automat in Bälde seinen Platz hat. Er kommt neben die Seitenwand des Geschäfts, in die Nähe des Eingangs zum Getränkebereich.

Bevor der „Ottimat“ in das Dorf ziehe, müssten noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Angefangen von der Erweiterung des Dachvorstands bis hin zu einem Überbau für den Automaten. „Die Kunden sollen bei der Auswahl der Produkte ja im Trockenen stehen.“ Der Vorstand des Dorfladens, der als Einkaufs- und Versorgungsgenossenschaft betrieben wird, setzt dabei auf die Hilfe von Ehrenamtlichen. Generell, so die Marketing-Verantwortliche, suchen wir noch Freiwillige, die sich bei uns engagieren möchten.

„Ottimat“ in Ottfingen: Kosten von etwa 20.000 Euro

Wie wichtig Unterstützung sei, werde am 24. Oktober bei der Mitgliederversammlung vorgestellt. „Jeder ist willkommen.“ Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr in der Grundschule in Ottfingen. Dort wird auch der „Ottimat“ vorgestellt, eine Anschaffung, die Laut Silke Niederschlag nicht ohne Fördermittel hätte gestemmt werden können. Das Kostenvolumen beläuft sich auf etwa 20.000 Euro. Der 24/7-Automat ist ein aktuelles  Kleinprojekt der Region "BiggeLand". „Das Programm ist etwas richtig Gutes.“ Es sei wichtig, immer wieder etwas Neues anzubieten, im Laden müsse Action sein.

Der „Ottimat“ könnte ein Weihnachtsgeschenk werden.
Silke Niederschlag
Marketing-Verantwortliche

Seit Anfang September 2020 können Bürgerinnen und Bürger wieder in Ottfingen einkaufen. Die Idee, einen Dorfladen und zugleich sozialen Treffpunkt mit Bistro zu etablieren, stammt aus der Feder der Projektgruppe „Dorfladen“ der Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO) – ein Mammut-Vorhaben. Die Projektgruppe geht etwa zwei Jahre später in eine neu gegründete Genossenschaft über. Nicht nur Ottfinger beteiligen sich in der Entstehungsphase mit Genossenschaftsanteilen in Höhe von 125 000 Euro. Und Leader-Fördermittel von 90.000 Euro lassen den Dorfladen schließlich Realität werden.

„Ottimat“ in Ottfingen: Selbst Geschenkkörbe erhältlich

Seit der Eröffnung ist über ein Jahr vergangen. Silke Niederschlag zieht eine positive Bilanz. In den ersten Monaten habe sich im laufenden Betrieb erstmal jeder zurecht finden müssen, vieles sei Neuland gewesen. „Jetzt läuft es, wir schreiben schwarze Zahlen.“ Und nun könne man im Dorfladen sogar einkaufen lassen, „das erledigt der Greifarm“.

Schwerpunkt auf regionalen Produkten

Selbst Geschenkkörbe „spucke“ der „Ottimat“ aus. In diesen befinden sich ausschließlich feine Produkte aus oder in der Region vertrieben – ob Nudeln, selbst gemahlenes Mehl, Craft-Beer, Olivenöl, Essig, Honig aus Ottfingen oder Senf aus dem Siegerland. Kopfzerbrechen über ein Mitbringsel bei einer spontanen Einladung sei damit Geschichte – wie das Ärgernis über Ladenöffnungszeiten.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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