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Frühlingsfest soll Aufmerksamkeit bringen
Dorfladen in Ottfingen ist kein Selbstläufer

Sonnenbrillenwetter beim Frühlingsfest in Ottfingen.
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yve Ottfingen. Seit Anfang September 2020 können die Ottfinger Bürgerinnen und Bürger wieder im eigenen Dorf einkaufen. Die Idee und das Mammut-Vorhaben, einen Dorfladen und zugleich sozialen Treffpunkt mit Bistro zu etablieren, stammt aus der Feder der Projektgruppe „Dorfladen“ der Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO). Heute ist das Geschäft eine Einkaufs- und Versorgungsgenossenschaft. Gerne hätten die "Macher" des Dorfladens eine große Eröffnungsfeier ausgerichtet. Doch die Pandemie ließ keinen Raum für Geselligkeit. Zum einjährigen Bestehen des neuen Mittelpunktes sollten die Feierlichkeiten nachgeholt werden. "Und wieder kam Corona dazwischen", sagte am Samstag Olaf Arns vom Genossenschaftsvorstand. Jetzt könne endlich in Form eines Frühlingsfestes gefeiert werden.

yve Ottfingen. Seit Anfang September 2020 können die Ottfinger Bürgerinnen und Bürger wieder im eigenen Dorf einkaufen. Die Idee und das Mammut-Vorhaben, einen Dorfladen und zugleich sozialen Treffpunkt mit Bistro zu etablieren, stammt aus der Feder der Projektgruppe „Dorfladen“ der Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO). Heute ist das Geschäft eine Einkaufs- und Versorgungsgenossenschaft. Gerne hätten die "Macher" des Dorfladens eine große Eröffnungsfeier ausgerichtet. Doch die Pandemie ließ keinen Raum für Geselligkeit. Zum einjährigen Bestehen des neuen Mittelpunktes sollten die Feierlichkeiten nachgeholt werden. "Und wieder kam Corona dazwischen", sagte am Samstag Olaf Arns vom Genossenschaftsvorstand. Jetzt könne endlich in Form eines Frühlingsfestes gefeiert werden. 

Ottfinger feiern Frühlingsfest

Fast das gesamte Dorf hatte sich auf den Weg gemacht, bereits am Samstagmorgen waren alle Tische auf dem Vorplatz des Ladens besetzt. Es duftete nach Gegrilltem und Waffeln, an der Weinbar servierte Silke Niederschlag vom Vorstand Rebensaft eines Bio-Winzers von der Ahr.

Das Fest sei sehr kurzfristig geplant worden, so Olaf Arns. Umso mehr freue es ihn, das fast alle musikalischen Vereine sich sofort bereit erklärt hätten, für das Unterhaltungsprogramm zu sorgen. Zunächst spielte der Musikverein "Treue" auf, es folgten Stücke des Männerchores "VocalArt". "Endlich wieder richtiges Lebens im Dorf", freute sich ein Besucher, als sich das Tambourcorps formierte.

Dorfladen ist kein Selbstläufer

Mit dem Frühlingsfest, so Olaf Arns, werde aber nicht nur die Eröffnung nachgeholt. Der Dorfladen sei kein Selbstläufer. Er ging auf den Umsatz ein. "Es sah acht Wochen lang nicht so rosig aus." Es seien dann Schreiben verteilt und viele Gespräche geführt worden. "Das hat auch gewirkt." Er erinnerte die Gäste daran, dass ein Mindestvolumen gebraucht werde. "Der Dorfladen braucht die Aufmerksamkeit." Auch daher sei die Veranstaltung organisiert worden. "Das, was Ottfingen ausmacht, ist doch der Zusammenhalt", richtete Arns seinen Blick stolz auf Gäste und Musiker. Die am Fest mitwirkenden Vereine hätten nur zweieinhalb Wochen Vorlaufzeit gehabt, um sich vorzubereiten. 

Arns lud die Besucher ein, auch in den Dorfladen zu gehen, um sich einen ersten Eindruck vom "Dorfarchiv" der Zukunfts-Werkstatt Ottfingen (ZWO) zu verschaffen. „Wir versprechen uns davon nicht nur einen intensiven Austausch über das Gezeigte, sondern auch den ein oder anderen Interessenten, der sich unverbindlich über die Arbeit in der Projektgruppe ,Dorfarchiv' informieren kann“, so Daniel Halbe, Geschäftsführer der ZWO.

Dorfarchiv in der ehemaligen Grundschule

Bekanntlich wird das Archiv in den Westflügel der ehemaligen Grundschule einziehen, die zur "Kulturwerkstatt" mit Projekt-Café, Kino, Kleinkunstbühne und multifunktionaler Küche umgebaut wird. Davon habe sich bereits eine Gruppe der Universität Münster ein Bild gemacht. "Und die Technische Universität Dortmund hat sich mit dem Konzept des Dorfladens intensiv befasst", ferner schreibe eine Studentin ihre Masterarbeit darüber. "Unsere Projekte ziehen unglaubliche Kreise. Wir dürfen nicht nachlassen." Auch wenn sich die Umsätze momentan wieder im akzeptablen Rahmen bewegten.

Olaf Arns bat dann Ortsvorsteher Ralf Bröcher nach vorne und verkündete "sehr, sehr gute Nachrichten". Das Dorf Ottfingen habe sich beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" erstmalig für den Landeswettbewerb qualifiziert. "Und Zukunft ist das, was wir hier heute im Dorf erleben – eine gute Infrastruktur und ein gutes Miteinander." 

Einkaufen 24/7 am "Ottimat" 

Und in Ottfingen kann jetzt sogar rund um die Uhr einkauft werden. Möglich macht das der "Ottimat", ein XXL-Warenautomat mit regionalen Produkten und Waren für den täglichen Bedarf, der neben dem Geschäft an der Hubertusstraße steht. Das Kostenevolumen beläuft sich auf etwa 20 000 Euro. Fördermittel gab es von Leader-Region "BiggeLand – Echt. Zunkunft!" Über Ladenöffnungszeiten braucht sich in Ottfingen und in den Nachbarorten nun niemand mehr zu ärgern.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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