„Hunoweg“ ruft Fragen hervor
Drei Straßen im Baugebiet „Auf der Wahre“ in Hünsborn sind benannt

Die drei neuen Straßen im Baugebiet „An der Wahre“ in Hünsborn haben nun erstmals Namen.

hobö Wenden. Einstimmig folgte der Bau- und Planungsausschuss (BPA) der Gemeinde Wenden in seiner Sitzung am Mittwochabend im Wendener Rathaus einem gemeinsamen Vorschlag der Hünsborner Ratsmitglieder. Hierbei geht es um die Benennung der Straßen im Neubaugebiet „An der Wahre“, das derzeit erschlossen wird (die SZ berichtete mehrfach).

30 bis 35 neue Bauplätze winken

Drei Straßen sollen erstmalig benannt werden:
1. Dazu zählt die Straße, die von der Siegener Straße abzweigt. Eigentlich hatten Ortsvorsteherin Gertrud Quast-Koch zusammen mit den örtlichen Ratsmitgliedern hier „Auf der Wahre“ vorgeschlagen. In der BPA-Sitzung aber meldete sich Gudrun Scherer (CDU) zu Wort und teilte mit, dass die Hünsborner Mitglieder des Gemeinderats nun vorschlagen, hier den Namen „Über der Delle“ einzuführen.
2. Die Straße, die nördlich von der Straße Über der Delle abzweigt, erhält die Bezeichnung „Zum Peters Bergelchen“, so wie auch der ursprüngliche Vorschlag lautete.
3. Die Straße, die auf Höhe der Karl-Arnold-Straße von der Straße Über der Delle abzweigt sollte entsprechend des ursprünglichen Vorschlags die Bezeichnung „Überm Stücke“ erhalten. Doch auch hier meldete sich Gudrun Scherer. Die örtlichen Ratsmitglieder hätten sich auf den Namen „Hunoweg“ geeinigt.

Hunoweg wirft Fragen auf

In den Gesichtern der nicht aus Hünsborn stammenden BPA-Mitglieder und auch auf Seiten der Verwaltung war sogleich ein mimisches Fragezeichen erkennbar. Warum Hunoweg, und was steckt semantisch dahinter? Gudrun Scherer erläuterte kurz, dass es sich hier um die Erinnerung an einen „frühereren Ortsrichter von Hünsborn handelt, der vor mehr als 150 Jahren tätig war“.
Astrid König-Ostermann (SPD) aus Altenhof erinnerte daran, dass man sich eigentlich darauf geeinigt habe, keine personifizierte Straßennamen mehr zu vergeben. Schließlich habe es hier schon Probleme gegeben. Gudrun Scherer aber versicherte, dass man geprüft und keine Erkenntnisse gewonnen habe, dass Huno historisch bedenkliche Vorgänge zuzuschreiben seien.

Der BPA stimmte sodann einstimmig für die modifizierten Vorschläge.
In ihrer Sachdarstellung weist die Gemeindeverwaltung darauf hin, dass die ersten Bauanträge schon eingegangen seien. Daher mache eine Straßenbenennung Sinn.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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