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Die schönsten Gärten
Ein Garten wie ein Urwald

Grün, soweit das Auge reicht: Kaum eine Stelle im Garten von Franz-Josef Scherer ist nicht bepflanzt. Darüber freuen sich nicht nur Gartenbesucher, sondern auch die vielen Tiere, die sich auf seinem Grundstück prima verstecken können und reichlich Nahrung finden.
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  • Grün, soweit das Auge reicht: Kaum eine Stelle im Garten von Franz-Josef Scherer ist nicht bepflanzt. Darüber freuen sich nicht nur Gartenbesucher, sondern auch die vielen Tiere, die sich auf seinem Grundstück prima verstecken können und reichlich Nahrung finden.
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sp  Hünsborn. Wer den rund 1500 Quadratmeter großen Garten von Franz-Josef Scherer in Hünsborn betritt, der könnte fast glauben, sich in einen Urwald verirrt zu haben. Soweit das Auge reicht: dichtes grünes Blattwerk. Am Boden liegen alte knorrige Baumwurzeln, Efeu rankt an zahlreichen Bäumen und Sträuchern hoch. Hier und da hört man das Plätschern von Wasser, das Zwitschern von Vögeln, das Summen von Insekten. Die Sonne scheint nur vereinzelt durch die Pflanzen, die über den Köpfen der Besucher wuchern; wie in einem Labyrinth kann man nicht gleich erkennen, wo der Weg aus dem Gehölz wieder herausführt.

Aber wenn man es geschafft hat, dann öffnet sich der Blick auf eine bunte und sonnige Fläche mit zarten Blüten.

sp  Hünsborn. Wer den rund 1500 Quadratmeter großen Garten von Franz-Josef Scherer in Hünsborn betritt, der könnte fast glauben, sich in einen Urwald verirrt zu haben. Soweit das Auge reicht: dichtes grünes Blattwerk. Am Boden liegen alte knorrige Baumwurzeln, Efeu rankt an zahlreichen Bäumen und Sträuchern hoch. Hier und da hört man das Plätschern von Wasser, das Zwitschern von Vögeln, das Summen von Insekten. Die Sonne scheint nur vereinzelt durch die Pflanzen, die über den Köpfen der Besucher wuchern; wie in einem Labyrinth kann man nicht gleich erkennen, wo der Weg aus dem Gehölz wieder herausführt.

Aber wenn man es geschafft hat, dann öffnet sich der Blick auf eine bunte und sonnige Fläche mit zarten Blüten. Die Pflanzen in diesem großen Beet sind deutlich niedriger und ragen nur kaum über den Kopf hinaus. Hier kann Franz-Josef Scherer gemeinsam mit seiner Partnerin Gisela Sondermann Johannisbeeren, Kirschen, Äpfel, Brombeeren, Stachelbeeren und vieles mehr ernten. Das Obst und Gemüse, das in dem Garten wächst, wird verarbeitet. So stellt die 68-Jährige aus Holunderblüten einen leckeren und erfrischenden Sirup her, der den Gästen des Gartens gerne angeboten wird – und die kommen nicht selten. Dass sie hier willkommen sind, zeigen die Sitzgelegenheiten, die sie überall im Garten finden. Bei schlechtem Wetter lädt die Gartenhütte zum Verweilen ein, die mit einem Ofen ausgestattet ist. Aus mehreren Fenstern können auch die Hühner beobachtet werden, die in einer großen Voliere und – typisch für den Garten – auch unter einem dichten Blätterdach leben.

Küstenweißtanne bedrängt das Gartenhaus

Das Gartenhaus ist allerdings inzwischen in Bedrängnis geraten: Eine amerikanische Küstenweißtanne breitet sich immer weiter aus und drückt mit ihrem kräftigen Stamm gegen eine Wand des Häuschens. Dass der Baum einmal so groß wird, hatte Scherer nicht gedacht, als er ihn vor rund 50 Jahren pflanzte. „Der ist mir buchstäblich über den Kopf gewachsen“, so der 75-Jährige. Der Gartenfreund, im Übrigen auch Waldvorsteher, ist ein großer Fan von Gehölzen, das ist unübersehbar.

Scherer versucht, jede Ecke seines Gartens zu bepflanzen: Auf der Garage sprießen wilde Blumen, auf dem Dach des Vogelhäuschens hat sich Hauswurz ausgebreitet, und an Holzstelen ranken Himbeeren. Weil alles so dicht und üppig bepflanzt ist, sich zwischen dem Efeu und den vielen Wurzeln kleine Räume bilden und weil Franz-Josef Scherer auch einen Amphibien-Teich angelegt hat, fühlen sich zahlreiche Tierarten bei ihm wohl: Kröten, Fledermäuse, Igel, unzählige Insekten, Vögel, Eichhörnchen … Gisela Sondermann fasst die Gartenphilosophie ihres Partners zusammen: „Wo was von alleine wächst, da darf es auch bleiben.“

Rezept für Holunderblütensirup

  • Für einen Holunderblütensirup, für eine Menge von fünf Flaschen à 300 Milliliter, benötigt Gisela Sondermann einen Liter Apfelsaft, 800 Gramm Zucker, zwei Bio-Zitronen und etwa 25 Holunderblütenstiele. Den Apfelsaft bringt die Hobbygärtnerin mit dem Zucker und den in Scheiben geschnittenen Zitronen zum Kochen, etwa zwei bis drei Minuten muss die Masse köcheln. Die Holunderblüten macht Gisela Sondermann sauber und füllt sie in eine Schüssel. Mit dem noch heißen Sud werden die Blüten übergossen. Das Ganze muss zugedeckt drei Tage ziehen. Im Anschluss wird der Sirup durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb gegossen und in Flaschen gefüllt. 
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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