»Eine beeindruckende Einrichtung«

Feierliche Wiederinbetriebnahme der Turnhalle / Gemeindesportverband 30 Jahre alt

hobö Wenden. Gleich vier besondere Ereignisse prägten das Wochenende auf dem Wendener Schlägelsberg: Die Hauptschule feierte ihr 30-jähriges Bestehen (vergl. gesonderten Bericht), der Gemeindesportverband beging dort an zwei Tagen seinen 30. Geburtstag, die Gemeinde Wenden führte ihre Sportlerehrung durch (Berichte morgen auf den Sportseiten) und überdies wurde die aufwendig renovierte Dreifachturnhalle des Konrad-Adenauer-Schulzentrums wieder in Betrieb genommen.

1,3Mill.e hat die Gemeinde Wenden in die Sanierung der Turnhalle investiert. Geschaffen wurde dabei eine »beeindruckende Einrichtung«, wie es Horst Schlabach, Leiter der Realschule Wenden, umschrieb. Mit einem Gruß an zwei in Gardekostümen erschienen Funkenmariechen des Karnevalvereins Schönau/Altenwenden eröffnete Bürgermeister Peter Brüser um exakt 11.11 Uhr die feierliche Wiederinbetriebnahme der Sportstätte.

Brüser wies in seiner Ansprache auf die enormen Investitionen hin, die die Kommune in den vergangenen Jahren für den Sport getätigt habe. Neben den zahlreichen Kunstrasenplätzen, seien in Rothemühle und Ottfingen neue Schul-Turnhallen gebaut und die anderen Grundschul-Turnhallen aufwendig saniert worden. Die mangelhaften sanitären Anlagen sowie neue Bestimmungen zum Brandschutz seien für den Umbau der Dreifachturnhalle des Schulzentrums ausschlaggebend gewesen.

Im November 2005 sei mit den Arbeiten begonnen worden. Seit dem 1. April war die Halle dann für den Schul- und Vereinssport gesperrt. Das 16000 Kubikmeter umfassende Gebäude wurde völlig entkernt, alle elektrischen und sanitären Leitungen wurden erneuert. Eine neue Belüftung, Beleuchtung und Beschallung fand Einzug in die Turnhalle. Eine neue, elektrisch herausfahrbare Tribüne, neuer Prallschutz und neue Sportgeräte wurden installiert. Hinzu kamen ein neuer Bodenbelag mit Fußbodenheizung darunter. Eigens dafür wurden 9 km Leitungen verlegt. Auf den ebenfalls völlig neu und hochwertig gestalteten Umkleide- und Duschkabinen baute die Gemeinde Wenden einen neuen Eingangsbereich. Neben der 240 Quadratmeter großen, überdachten Terrasse entstand ein Schulungs- und Veranstaltungsraum. Aus einem weiteren Regieraum können nunmehr sämtliche Sport-Einrichtungen gesteuert werden.

Nachdem Pfarrer Heiner Diehl und Pfarrer Martin Eckey die neuen Räumlichkeiten gesegnet hatten, übergab Bürgermeister Peter Brüser den Schlüssel für die Turnhalle an die Leiter der im Schulzentrum beheimateten Haupt- und Realschule, Joachim Winkelmann und Horst Schlabach. Die bedankten sich in ihren Grußworten für die neue Einrichtung. Dies sei besonders in Zeiten des öffentlichen Sparzwangs besonders zu würdigen. Die Halle befriedige nunmehr weit mehr als die Grundbedürfnisse für den Schulsport.

Ohne entsprechende Anlagen könnten auch keine sportlichen Erfolge erzielt werden, betonte Brüser. Der Sport habe in der Gemeinde Wenden einen sehr hohen Stellenwert. Tausende Bürger nutzten die Sportstätten. Und vor allem für die Jugendförderung sei der Sport extrem wichtig. Dem habe die Gemeinde auch mit der hohen Investition in die Dreifachturnhalle Rechnung tragen wollen.

Glückwünsche von Rat und Verwaltung sprach Bürgermeister Brüser dem Gemeindesportverband aus, der vor 30 Jahren gegründet wurde. Brüser dankte alle jenen, die in den vergangenen drei Jahrzehnten ehrenamtlich Verantwortung im Gemeindesportverband (GSV) übernommen hätten.

Der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes, Lambert Stoll, freute sich, dass der Verband mit seinen 35 angeschlossenen Vereinen den runden Geburtstag in der neuen Turnhalle begehen konnte. Nach der feierlichen Inbetriebnahme führte der GSV eine Fußballturnier mit Mannschaften von Schülern, Lehrern, Handwerkern, Busfahrern, Mitarbeitern des Bauhofes sowie der Jubiläums-Schülermannschaft der Hauptschule Wenden sowie Altligisten des SV Ottfingen und VSV Wenden durch. Am gestrigen Sonntag stellten sich zahlreiche Vereine mit einem unterhaltsamen Programm der Öffentlichkeit vor. Statt teure Prominenz zu dem Geburtstag einzuladen, habe man die Vereinsvielfalt vorstellen wollen, betonte Lambert Stoll.

»Wir sehen den Sport als wichtigstes Bindeglied aller gesellschaftlichen Gruppen«, betonte Lambert Stoll, der den GSV als Interessenvertreter der Vereine und Bindeglied zu Gemeinde und Politik bezeichnete. 7500 Mitglieder seien in den Sportvereinen in der Gemeinde Wenden aktiv, das sei statistisch gesehen jeder dritte Bürger der Kommune. Besonders wichtig stufte Stoll die Zahl von 2600 Kindern und Jugendlichen ein, die in den Clubs Sport treiben würden. Das sei eine Zahl, die weit über den Durchschnittswerte anderer Gemeinden liege. Nicht nur die Sportanlagen, sondern auch die Vereinen würden sich in einem hervorragenden Zustand präsentieren. »Wir sind stolz darauf«, erklärte der GSV-Vorsitzende.

Die große Herausforderung sei, in der Zukunft weiterhin sachkundige und leistungsbereite Frauen und Männer zu finden, die sich ehrenamtlich engagierten. Als Vorbilder diesbezüglich bat Stoll die Mitglieder des GSV-Gründungsvorstandes nach vorn. Lutz Schabelon, Bruno Schwarz, Albert Kinkel, Marlies Verbücheln und Karljosef Böhler erhielten einen Blumenstrauß sowie später bei der Sportlerehrung die Sportplakette der Gemeinde Wenden überreicht. Berthold Schade, der erste Vorsitzende des GSV, konnte nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Er war treibende Kraft für die Gründung des Verbandes. Überdies war er zehn Jahre Vorsitzender das SV Hillmicke, Mitglied des Sportausschusses der Gemeinde Wenden und der hiesige Leiter des Bildungswerkes des Landessportbundes. Daneben ist Schade Begründer und bis heute Vorsitzender der Hallensportgemeinschaft Hillmicke.

Lutz Schabelon war 2. Vorsitzender des GSV. Zudem war der Hünsborner 27 Jahre Vorsitzender der DLRG Wenden und ist jetzt Ehrenvorsitzender. Von 1997 bis 2001 war er Vorsitzender von »Rot-Weiß« Hünsborn. Bruno Schwarz war von Beginn an im GSV aktiv und zu Beginn viele Jahre Geschäftsführer. Dasselbe Amt bekleidete er lange Zeit beim SV Rothemühle. Später war Bruno Schwarz Mitglied der Spruchkammer für Jugendfußball der Kreise Olpe und Siegen.

Albert Kinkel kam als Kassierer von »Rot-Weiß« Hünsborn in den GSV-Vorstand. Hier übernahm er für viele Jahre das gleiche Amt. Daneben war Kinkel zwölf Jahre Vorsitzender des Sportfischervereins »Elritze« Hünsborn. Marlies Verbücheln war als Frauenwartin im GSV aktiv. 30 Jahre lang war sie Übungsleiterin vor allem beim Kinder- und Frauenturnen. Außerdem war sie 1976 Mitbegründerin der Sportgemeinschaft Wenden. 20 Jahre gehörte sie dem SG-Vorstand an, viele Jahre davon als Vorsitzende. Karljosef Böhler war als Pressewart im ersten GSV-Vorstand aktiv und zählte neben Schade als Wegbereiter für die Gründung des GSV. Rund 30 Jahre war Böhler als Übungsleiter in der Leichtathletik aktiv Er gründete 1976 die Sportgemeinschaft Wenden und war deren erster Vorsitzender. Er »erfand« im gleichen Jahr den Südsauerlandlauf, der vor einer Woche zum 31. Mal stattfand. Auf Kreisebene war Böhler unter anderem auch als Kreisleichtathletikobmann aktiv.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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