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Chance auf Glasfaser bis 17. Juli
Endspurt in digitale Zukunft

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser legt pure, kupfer- freie Glasfaser bis in jede Wohnung. Vom lokalen „POP“ (Point of Presence) wird jede Wohnung und jedes Büro mit gesonderten Fasern versorgt. Die farbige Ummantelung erleichtert die Orientierung bei der Verlegung.
  • Das Unternehmen Deutsche Glasfaser legt pure, kupfer- freie Glasfaser bis in jede Wohnung. Vom lokalen „POP“ (Point of Presence) wird jede Wohnung und jedes Büro mit gesonderten Fasern versorgt. Die farbige Ummantelung erleichtert die Orientierung bei der Verlegung.
  • Foto: Deutsche Glasfaser/Martin Wissen
  • hochgeladen von Marc Thomas

hobö Wenden. Heute in einer Woche ist ein entscheidender Stichtag für die Gemeinde Wenden. Dann entscheidet sich, ob weite Teile der Kommune den Schritt in die digitale Zukunft gehen können, oder aber nicht. An diesem 17. Juli endet die sogenannte Nachfragebündelung der Deutsche Glasfaser GmbH, und den bisherigen Aussagen zufolge, wird das Glasfaser im „Wendschen“ nur dann bis in die Häuser verlegt, wenn 40 Prozent der Hausbesitzer einen Auftrag unterzeichnet haben. Davon ist man Stand 7. Juli aber noch deutlich entfernt, obwohl im Grunde sehr viel dafür spricht, das Angebot des Privatunternehmens anzunehmen.

Während in Brün mehr als 50 Prozent der Hausbesitzer einen Auftrag unterschrieben haben, sind es in Hünsborn lediglich 15.

hobö Wenden. Heute in einer Woche ist ein entscheidender Stichtag für die Gemeinde Wenden. Dann entscheidet sich, ob weite Teile der Kommune den Schritt in die digitale Zukunft gehen können, oder aber nicht. An diesem 17. Juli endet die sogenannte Nachfragebündelung der Deutsche Glasfaser GmbH, und den bisherigen Aussagen zufolge, wird das Glasfaser im „Wendschen“ nur dann bis in die Häuser verlegt, wenn 40 Prozent der Hausbesitzer einen Auftrag unterzeichnet haben. Davon ist man Stand 7. Juli aber noch deutlich entfernt, obwohl im Grunde sehr viel dafür spricht, das Angebot des Privatunternehmens anzunehmen.

Während in Brün mehr als 50 Prozent der Hausbesitzer einen Auftrag unterschrieben haben, sind es in Hünsborn lediglich 15. In den anderen Bereichen, von der Deutschen Glasfaser als Polygon bezeichnet, variiert der Bedarf ebenfalls deutlich. Insgesamt haben bislang 22 Prozent der Immobilieneigentümer das Angebot für einen kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss angenommen.

Wenig Bereitschaft für digitale Zukunft

Woran liegt die vordergründig geringe Bereitschaft, den Sprung in die gesicherte digitale Zukunft zu wagen? Offenbar herrscht noch zu viel Skepsis vor. So vernimmt man Sorgen, der gesamte Vorgarten würde für den Hausanschluss umgegraben. Die Kabel werden allerdings unterirdisch vorangetrieben. Am Gebäude selbst wird eine kleine Kopfbohrung vorgenommen, um von dort die Leitungen durch die Gemäuer ins Innere zu führen.

Manche verweisen darauf, dass sie bereits eine ausreichende Internet-Verbindung hätten. Das mag ja heute stimmen, kann aber morgen zu wenig sein. „Wer heute noch gelegentlich streamt, Videos oder Bilder verschickt, hat morgen Enkel oder Kinder, die gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen Unterhaltung oder Wissen aus dem Internet beziehen“, sagt beispielsweise Herbert Munschek, Geschäftsführer des Unternehmens Munschek Process Consulting in Hünsborn.

In vielen Ortsteilen geringe Internet-Geschwindigkeit

Wichtiger ist indes, dass es in vielen Ortsteilen eine so geringe Internet-Geschwindigkeit gibt, dass noch nicht mal digitale Heimarbeit oder der Heimunterricht möglich sind. Hier wäre das Glasfaser eine enorme Bereicherung. Da natürlich viele Fragen zu Kosten, Nutzen, Technik und Vertragsdetails im Raume stehen, hat die Deutsche Glasfaser von Beginn an auf umfassende Information gesetzt. Zusammen mit der Gemeinde Wenden als Kooperationspartnerin wurden mehrere Hauswurfsendungen verteilt. Zudem ziehen Berater des Unternehmens durch die Orte. In dem an der Hauptstraße 63 in Wenden eingerichteten Beratungsbüro können die Bürger ebenfalls all die für sie wichtigen Informationen einholen.

"Wir als Gemeinde Wenden befürworten
den Glasfaser-Ausbau absolut."

Bastian Dröge
Leiter Fachdienst Zentrale Dienste

Daher richtet Bastian Dröge, Leiter des Fachdienst Zentrale Dienste bei der Gemeinde Wenden, den dringenden Appell an alle Bürger, sich mit dem Thema „Internet, Telefonie und Fernsehen via Glasfaser“ zu beschäftigen und sich beraten zu lassen. „Wir als Gemeinde befürworten den Glasfaser-Ausbau absolut. Die Vorteile liegen auf der Hand.“ Kupferleitungen seien vor Jahrzehnten für die Telefonie verlegt worden, und die Leitungen fürs Kabelfernsehen eben nur für die TV-Übertragung. Für das Internet seien diese Leitungen nie vorgesehen gewesen.

Glasfaser beste Technologie

Glasfaser hingegen sichere für einen langen Zeitraum die beste Technologie für das digitale Zeitalter. „Mit dem Breitbandausbau bietet sich jetzt die Riesenchance, einen Meilenstein für Kinder und Enkel unserer Gemeinde zu setzen“, appelliert Dietmar Meurer von „immoXperten“, die Heimat für die Zukunft „sicher und attraktiv aufzustellen“.

Tanja Oenning, Senior Koordinator Marketing und Kommunikation bei Deutsche Glasfaser, appelliert, ein kostenloses Beratungsgespräch anzunehmen. Termine seien im Servicebüro in Wenden oder per Tel. (0 28 61) 8 13 34 20 werktags von 8 bis 17 Uhr vereinbar. „Wenn jeder Kunde noch einen weiteren Kunden wirbt, dann kommt Wenden einer völlig neuen Glasfaserinfrastruktur einen riesen Schritt näher.“

Letzten Tage projektentscheidend

Sollte die 40-prozentige Zustimmung bis zum 17. Juli nicht zustande kommen, kann das Thema „Glasfaser im Wendschen“ für viele Jahre oder Jahrzehnte keines mehr werden. „Die letzten Tage sind oft projektentscheidend“, weiß Tanja Oenning. Ob gegebenenfalls eine Verlängerung der am 17. Juli endenden Frist erfolge, könne sie noch nicht sagen. Dies müsste gegebenenfalls mit der Geschäftsführung abgestimmt werden.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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