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Entscheidung über Hallenbad-Zukunft vertagt

hobö Wenden. Schon vor Beginn der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Wenden am Montagabend stand im Grunde fest, dass der Tagesordnungspunkt „Weiteres Vorgehen Schwimmbad Wenden“ vertagt wird. Nachdem die SZ eine Woche zuvor berichtet hatte, dass Bürgermeister Bernd Clemens vorschlägt, keinen Neu- oder Anbau anzustreben, sondern eine umfassende Sanierung des 52 Jahre alten Hallenbads auf dem Wendener Westerberg vorzunehmen, hatten sich alle vier Ratsfraktionen in Pressegesprächen, per Stellungnahme oder auf Anfrage dahingehend geäußert, noch keine Entscheidung treffen zu wollen.

Gleichwohl herrschte am Montag eine gewisse Spannung, was die Politiker in der Sitzung sagen werden und wie der Bürgermeister auf die Stellungnahmen reagiert.

hobö Wenden. Schon vor Beginn der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Wenden am Montagabend stand im Grunde fest, dass der Tagesordnungspunkt „Weiteres Vorgehen Schwimmbad Wenden“ vertagt wird. Nachdem die SZ eine Woche zuvor berichtet hatte, dass Bürgermeister Bernd Clemens vorschlägt, keinen Neu- oder Anbau anzustreben, sondern eine umfassende Sanierung des 52 Jahre alten Hallenbads auf dem Wendener Westerberg vorzunehmen, hatten sich alle vier Ratsfraktionen in Pressegesprächen, per Stellungnahme oder auf Anfrage dahingehend geäußert, noch keine Entscheidung treffen zu wollen.

Gleichwohl herrschte am Montag eine gewisse Spannung, was die Politiker in der Sitzung sagen werden und wie der Bürgermeister auf die Stellungnahmen reagiert. Vorweg: Bei einer Enthaltung von Bernd Clemens stimmte der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig für die Vertagung des Tagesordnungspunkts.

Nachdem dieser aber zunächst aufgerufen worden war, meldete sich Hubertus Zielenbach als Erster. Er stellte im Namen der CDU-Fraktion offiziell den Antrag, den Tagesordnungspunkt zu vertagen. „Der CDU-Fraktion fehlen noch Daten und Fakten, um eine Entscheidung zu treffen die belegbar und machbar ist.“

Woraufhin der Bürgermeister als Ausschussvorsitzender auf die Geschäftsordnung verwies, die im Falle eines solchen Antrags lediglich eine Meldung pro und eine contra sowie die Stellungnahme des Bürgermeisters zulasse. Womit Bernd Clemens schnell geklärt hatte, dass über diesen Tagesordnungspunkt an diesem Tage nicht allzu viel gesagt wird.

Elmar Holterhof, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, meldete sich pro Antrag auf Vertagung. Er stimmte zu, dass Fakten fehlen würden. Es sei im Interesse von Rat und Verwaltung, sich mal einen Schwimmbad-Neubau – idealerweise das in der vergangenen Woche immer wieder genannte Hallenbad in Werdohl – anzugucken. Ferner bat Holterhof um Informationen, ob ein Neubau an der Gesamtschule oder der Grundschule in Wenden überhaupt möglich sei. Und es sei wichtig, vor einer Sanierung ganz genau zu wissen, was hinsichtlich der baulichen Substanz auf die Gemeinde zukomme.

Der Bürgermeister erinnerte an die jüngste Ratssitzung, in der die Fraktionen sehr umfangreiche Vorlagen mit ausführlicher Darstellung der Kosten für verschiedene Varianten erhalten hätten. „Ich meine, die Fakten liegen auf dem Tisch und habe deshalb eine Empfehlung abgegeben“, erklärte der Verwaltungschef. Wenn es noch offene Fragen gebe, spreche allerdings nichts gegen eine Vertagung. „Aber wir haben nicht mehr ewig Zeit, wir warten schon sehr lange auf eine Entscheidung, obwohl dringender Handlungsbedarf besteht.“ Bernd Clemens wunderte sich noch, dass die Politik mit Pressegesprächen und Stellungnahmen vor der eigentlichen Sitzung an die Öffentlichkeit gegangen sei. „Hier in der Sitzung ist doch der geeignete Raum, um sich über das Thema zu unterhalten.“

Daraufhin meldete sich SPD-Fraktionschef Stephan Niederschlag, um gegen den Vertagungsantrag zu reden, ohne wirklich dagegen zu sein. Er wollte nur die Chance für einen Wortbeitrag nutzen. Es habe keinen Streit in dieser Sache gegeben, man sei nur an die Öffentlichkeit gegangen, da der Eindruck entstanden sei, der Bürgermeister habe bereits für die Gemeinde entschieden. Woraufhin Bernd Clemens sofort klarstellte, dass er nur eine Empfehlung ausgesprochen habe. Die Entscheidung liege natürlich beim Gemeinderat.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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