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„Erfolgreich, ohne zu ,lällen’“

Der CDU-Gemeindeverband Wenden wählte Bernd Clemens (Mi.) mit 97,5 Prozent der abgegebenen Stimmen zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020. Vorsitzender Bernd Eichert (l.) und Kreisvorsitzender Jochen Ritter (r.) beglückwünschten den Amtsinhaber zu diesem Ergebnis.
  • Der CDU-Gemeindeverband Wenden wählte Bernd Clemens (Mi.) mit 97,5 Prozent der abgegebenen Stimmen zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl 2020. Vorsitzender Bernd Eichert (l.) und Kreisvorsitzender Jochen Ritter (r.) beglückwünschten den Amtsinhaber zu diesem Ergebnis.
  • hochgeladen von Holger Böhler (Redakteur)

hobö  Wenden. Die Wahlen des neuen Vorstands sowie des eigenen Bürgermeister-Kandidaten prägten am Donnerstagabend die Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbands Wenden. In diesem Zusammenhang äußerten die Bewerber interessante Beiträge in der mehr als zweistündigen Zusammenkunft im Hotel-Restaurant Zeppenfeld in Wenden.

Wie bereits kurz berichtet, wählten die Christdemokraten Bürgermeister Bernd Clemens erneut zu ihrem Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl am 13. September 2020. Bei einem Gegenvotum erhielt der Amtsinhaber 39 Jastimmen und somit 97,5 Prozent der Stimmen. Dies erfreute den 52-jährigen Gerlinger Verwaltungsfachmann sichtbar.

hobö  Wenden. Die Wahlen des neuen Vorstands sowie des eigenen Bürgermeister-Kandidaten prägten am Donnerstagabend die Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbands Wenden. In diesem Zusammenhang äußerten die Bewerber interessante Beiträge in der mehr als zweistündigen Zusammenkunft im Hotel-Restaurant Zeppenfeld in Wenden.

Wie bereits kurz berichtet, wählten die Christdemokraten Bürgermeister Bernd Clemens erneut zu ihrem Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl am 13. September 2020. Bei einem Gegenvotum erhielt der Amtsinhaber 39 Jastimmen und somit 97,5 Prozent der Stimmen. Dies erfreute den 52-jährigen Gerlinger Verwaltungsfachmann sichtbar. Bei seiner ersten Nominierung vor vier Jahren hatte er sich in einer Kampfabstimmung mit 89,1 Prozent (131 von 147 Stimmen) gegen Sven Halbe aus Hünsborn (10,2 Prozent) durchgesetzt und danach einen gleichsam triumphalen Erfolg bei der Kommunalwahl errungen. Mit 71,2 Prozent der Wählerstimmen errang er das beste Ergebnis aller Bürgermeister im Kreis Olpe. Insofern war die Abstimmung am Donnerstag ein deutlicher Fingerzeig, wer auch nach der Kommunalwahl den Chefsessel im Wendener Rathaus einnimmt.

Daher echauffierte sich der ehemalige 1. stellv. Bürgermeister sowie Ehrenringträger der Gemeinde Wenden, Gerd Müller aus Hillmicke, dass lediglich 40 Mitglieder zu dieser so bedeutenden Versammlung gekommen waren. Darunter befanden sich übrigens nur drei Frauen. Manche größere Ortsverbände, so Müller, seien gar nicht oder nur spärlich vertreten. Sie hätten eine hervorragende Vorstellung von Bernd Clemens verpasst.

Der hatte vor seiner Wahl einen Rückblick gehalten und Ziele für die Zukunft formuliert. Er sei gerne Bürgermeister und dankbar, seine Heimatgemeinde führen zu dürfen. Clemens sieht den Bürgermeister als Nahtstelle zwischen Verwaltung, Politik und Bürgern. Aufgrund seiner 30-jährigen Verwaltungstätigkeit und den vier Jahren als Bürgermeister „habe ich die Kompetenz für das Amt, und mein Herz sagt zudem: Ich liebe meine Heimatgemeinde und möchte mich mit aller Kraft für die Menschen einsetzen.“

Er sei überzeugt, dass sich die Bilanz seiner Amtszeit, die am 20. Oktober 2015 begann, sehen lassen könne. Die in seinem Zehn-Punkte-Plan angeregten Untersuchungen seien weitestgehend beschlossen oder gar umgesetzt worden.

Der Beginn seiner Wahlperiode sei geprägt gewesen von dem enormen Zuzug von Flüchtlingen. Rat und Verwaltung hätten dafür gesorgt, dass mit enormen Anstrengungen würdige Unterkünfte in Neubauten sowie gekauften oder gemieteten Wohnungen bereitgestellt worden seien. Dank der großartigen Hilfe der Ehrenamtlichen, seien die Flüchtlinge hervorragend betreut und hernach weitgehend integriert worden.

In der Schulpolitik seien auch „schmerzhafte Entscheidungen“ zu treffen gewesen. Mit dem Kauf der Stromnetze in der Gemeinde, die er selbst federführend vorbereitet habe, sei „alles richtig gemacht“ worden, wie die Überschussbeteiligung aus dem Jahr 2018 in Höhe von mehr als 170 000 Euro zeige.

Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren kräftig investiert und dennoch Gelder übrig gehalten. „Wir haben geordnete Finanzen“, verwies der Bürgermeister auf den nahezu schuldenfreien Haushalt bei gleichzeitig rund 19 Mill. Euro Guthaben. Daher habe man im vergangenen Jahr auch die Grundsteuern für die Bürger gesenkt. Die politischen Entscheidungen habe der Rat mit der CDU-Mehrheit getroffen, er selbst habe sie mit der „gut und modern aufgestellten“ Verwaltung maßgeblich vorbereitet, erklärte Clemens.

In Zukunft wolle er die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben, ein betriebliches Gesundheitsmanagement integrieren und in den Aufbau von Homeoffice-Arbeitsplätzen einsteigen. Wichtige Themen seien insbesondere die Bereitstellung von Bauland und bezahlbarem Wohnraum, die Entwicklung des Gewerbegebiets „Ruttenberg“ nordwestlich des Autobahnkreuzes bei Gerlingen, der Klimaschutz, die ärztliche Versorgung, der Ausbau der Kitas sowie die Investitionen in Bildung. Zu allen Bereichen machte der Bürgermeister detaillierte Ausführungen.

Bernd Clemens versicherte, dass er sich „sehr freuen würde, wenn die CDU in der Gemeinde Wenden mich zu ihrem Kandidaten macht“. Er bat als einziger Bewerber darum, „ihn nicht mangels Alternativen, sondern aus voller Überzeugung ins Rennen zu schicken“. Und das taten die Christdemokraten aus dem Wendener Land dann ja auch.

Die Rede des Bürgermeisters strahle Zuversicht aus, erklärte daraufhin Bernd Eichert, der sodann zu den Vorstandswahlen überleitete (vergl. gesonderten Bericht).

Am Ende der Tagesordnung oblag Jochen Ritter, Landtagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender, das Schlusswort. Er dankte, dass er im „Wendschen“ immer „mehr als ordentlich“ empfangen werde. Er kenne Bernd Clemens schon lange und gratulierte der Gemeinde Wenden und der CDU zu dem „fachlich außerordentlich kompetenten und persönlich sehr integeren“ Bürgermeister. Auch Bernd Eichert sei „der richtige Mann am richtigen Platz“.

Ritter berichtete vom positiven Zwischenbericht der NRW-Landesregierung und einigen Entscheidungen, die direkte Auswirkungen auf den kommunalen Raum hätten. Im Düsseldorfer Landtag „gebe ich alles und setze mich gerne für die Interessen des Kreises Olpe ein“, versprach der Politiker aus Olpe. Die personelle Situation im CDU-Gemeindeverband Wenden lobte er als „Topp-Mischung“.

Ratsherr Franz-Josef Henke aus Gerlingen appellierte, die Erfolge der CDU in der Gemeinde Wenden besser darzustellen. Er schlug vor, eine „vernünftige Broschüre“ aufzulegen, in der die Erfolge von CDU und Gemeinde dargelegt würden. Bernd Eichert erläuterte, dass die CDU sehr intensiv im Hintergrund arbeite und womöglich nicht alle guten Entscheidungen nach außen posaune. „Wir sind erfolgreich, ohne über alles zu ,lällen’“, wählte er ein im Wendener Land gerne benutztes Verb für aktive Schaumschlägerei.

Nach dem Singen der Nationalhymne lud der Vorsitzende noch zu einer Runde Hochprozentigem ein, ehe die Christdemokraten zufrieden den Heimweg antraten. Lediglich die geringe Resonanz hinterließ einen Wermutstropfen im Freudenbecher der CDUler.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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