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Benefizkonzert für "Sternenlicht"
Ergreifende „Klangfusion“

Voll besetzt war die Hillmicker Kirche, die anlässlich des Konzerts mit Farblichtern ausgeleuchtet wurde. Rund 300 Besucherinnen und Besucher erlebten ein ergreifendes Konzert. Thorsten Voß (l., im Rollstuhl) verfolgte das Konzert aus der ersten Reihe. Fotos: win
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  • Voll besetzt war die Hillmicker Kirche, die anlässlich des Konzerts mit Farblichtern ausgeleuchtet wurde. Rund 300 Besucherinnen und Besucher erlebten ein ergreifendes Konzert. Thorsten Voß (l., im Rollstuhl) verfolgte das Konzert aus der ersten Reihe. Fotos: win
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win Hillmicke. So voll wie am Sonntagnachmittag war die St.-Antonius-Kirche in Hillmicke schon lange nicht mehr. Pater Soby Thomas, der die Besucher kurz willkommen hieß, blickte sowohl im Haupt- wie im Seitenschiff und sogar auf der Orgelbühne auf komplett besetzte Bänke, und eine große Zahl von Gästen musste mit einem Stehplatz vorliebnehmen. Rund um die Kirche fand kaum noch ein Mofa Platz: Bis hinab zur Spiel- und Sporthalle waren sämtliche Parkplätze belegt, so groß war der Andrang zum Benefizkonzert, das unter dem Motto „Klangfusion“ organisiert worden war.

win Hillmicke. So voll wie am Sonntagnachmittag war die St.-Antonius-Kirche in Hillmicke schon lange nicht mehr. Pater Soby Thomas, der die Besucher kurz willkommen hieß, blickte sowohl im Haupt- wie im Seitenschiff und sogar auf der Orgelbühne auf komplett besetzte Bänke, und eine große Zahl von Gästen musste mit einem Stehplatz vorliebnehmen. Rund um die Kirche fand kaum noch ein Mofa Platz: Bis hinab zur Spiel- und Sporthalle waren sämtliche Parkplätze belegt, so groß war der Andrang zum Benefizkonzert, das unter dem Motto „Klangfusion“ organisiert worden war. Rund 300 Zuhörerinnen und Zuhörer waren am Ende der Einladung der beiden jungen Frauenchöre „Chorazon“ aus Möllmicke und „Chorios“ aus Olpe gefolgt, deren Darbietungen ergänzt wurden von einem Bläserensemble des Musikvereins Hillmicke.

Das anspruchsvolle Konzertprogramm war der eine Grund für viele, zu kommen. Der andere war der Anlass des Konzerts: Bei den Sängerinnen von „Chorazon“ war die Idee entstanden, die Spendeninitiative „Sternenlicht“ zu unterstützen. Der in Rothemühle lebende, aus Hillmicke stammende Thorsten Voß leidet selbst an der bislang unheilbaren Nervenerkrankung ALS und hat diese Initiative ins Leben gerufen, um die Erforschung dieser Geißel der Menschheit voranzubringen. Die „Chorios“-Sängerinnen sagten sofort zu, und das Bläserensemble aus Hillmicke musste praktisch nicht einmal gefragt werden – Thorsten Voß ist Mitglied des Vereins und war viele Jahre aktiv, sodass es für die „Seeleute“ selbstverständlich war, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen.

Thorsten Voß selbst begrüßte die Besucher in seiner Heimatkirche und dankte den Initiatoren für ihren Einsatz. Er hatte zuvor eine Probe besucht und zeigte sich sehr ergriffen von so viel Engagement für seine Sache.

Den ersten Konzertblock gestalteten die jungen Frauen von „Chorazon“, die von Moritz Schönauer dirigiert werden. Das „Wiegenlied“ von Johann Friedrich Reichardt, Max Regers „Im Himmelreich“, das durch Bette Midler berühmt gewordene „The Rose“ und schließlich Sally K. Albrechts „Alleluia“ sorgten für Gänsehaut bei den Zuhörern.

Die Hillmicker Blasmusiker hatten sich für Stücke aus dem Musical „Frozen“ (Die Eiskönigin) entschieden und leiteten jeweils zum Wechsel von einem Chor zum anderen über, etwa mit dem von Demi Lovato zum Hit gemachten „Let it go“. Währenddessen machten sich die Sängerinnen von „Chorios“ unter Leitung von Teresa Braun fertig für ihren ersten Block. Sie sangen „Here I am“, „You raise me up“, „Never enough“ mit einem Solo von Larissa Solbach und schließlich Paul Simons „Sound of silence“. Dann waren noch einmal die Hillmicker Blechbläser an der Reihe, bevor „Chorazon“ vier weitere Stücke vortrug: „Der Sehnsucht Treue“, „Applaus, Applaus“, die Ode „An die Heimat“ von Oliver Gies sowie die Volksweise „Kein schöner Land“, von Oliver Gies in ein zwischen Gospel und Tradition fließendes Arrangement gekleidet, das nicht nur für Patricia Grebes Soli Extra-Applaus hervorrief.

Nach dem letzten Stück des Blasmusik-Ensembles, „Say something“, waren wieder die jungen Frauen von „Chorios“ an der Reihe. Leonard Cohens ergreifendes „Hallelujah“ mit Sologesang von Sara Breuch, „Defying gravity“ aus dem Musical „Wicked“, „Don’t stop believing“ mit Soli von Larissa Solbach, Anika Humpert und Sara Breuch und dem Lied „Fighter“. Letzteres war vom Chor angekündigt worden als eigens für Thorsten Voß ausgesucht, denn „Thorsten, du bist ein Kämpfer“. Mit ihm lege man sich besser nicht an, er habe sich entschieden, es der Krankheit ALS zu zeigen.

Für das letzte Stück des Programms kamen beide Chöre gemeinsam nach vorn: Moritz Schönauer hat das Stück „Sternenlicht“ eigens für Thorsten Voß und dessen Initiative geschrieben. Zart und getragen sorgte es nicht nur bei Voß für Tränen der Rührung.

Nach langem Schlussapplaus kam es zu einer Zugabe der besonderen Art. Zunächst nahm Thorsten Voß noch einmal das Mikrofon, um einerseits Danke zu sagen, andererseits, um die Anliegen seiner Spendeninitiative und der dadurch unterstützten Stiftung zu erläutern.

Und dann wurde es noch einmal musikalisch: Auf besonderen Wunsch von Thorsten Voß sang er gemeinsam mit beiden Chorleitern und den Chören das Stück „An guten Tagen“ von Johannes Oerding, damit deutlich machend, dass für ihn trotz seiner Krankheit dieser Sonntag für ihn ein guter Tag war.

Ein Eintritt wurde nicht erhoben, stattdessen baten die Veranstalter um Spenden für „Sternenlicht“.

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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