Mehr als 60 Kinder und sämtliche Beschäftigte in Quarantäne
Erzieherin in "Arche Noah" ohne Symptome positiv getestet

Im Rahmen einer Routinetestung für das Personal in Kindertagesstätten ist bei einer symptomfreien Mitarbeiterin des Familienzentrums "Arche Noah" in Hünsborn eine Infektion nachgewiesen worden.
  • Im Rahmen einer Routinetestung für das Personal in Kindertagesstätten ist bei einer symptomfreien Mitarbeiterin des Familienzentrums "Arche Noah" in Hünsborn eine Infektion nachgewiesen worden.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

sz Hünsborn. Im Rahmen einer Routinetestung für das Personal in Kindertagesstätten ist bei einer symptomfreien Mitarbeiterin des Familienzentrums "Arche Noah" in Hünsborn eine Infektion nachgewiesen worden. Das Kreisgesundheitsamt hat deshalb mehr als 60 Kinder und sämtliche Beschäftigten des Familienzentrums in Quarantäne geschickt. Das Betreuungskonzept der Einrichtung sieht keine geschlossenen Gruppen vor. Somit haben alle Kinder offenen Zugang zu allen Räumen. Daher konnte das Gesundheitsamt das Infektionsgeschehen nicht auf eine Kindergartengruppe einschränken. Die gesamte Einrichtung bleibt vorerst geschlossen. Da die Mitarbeiterin, die sich noch in der Ausbildung befindet, außerdem ein Seminar am Berufskolleg Olpe besucht hatte, wurde auch für die 21 Seminarteilnehmer sowie eine Lehrkraft eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Alle betroffenen Kontaktpersonen werden Anfang kommender Woche getestet.

Schülerin an Grundschule Hohenstein positiv getestet

Am Freitag sind sieben weitere positive Corona-Testergebnisse beim Gesundheitsamt eingegangen. Die Gesamtfallzahl im Kreis Olpe seit Beginn der Pandemie ist damit auf 740 gestiegen. Aktuell gelten 33 Personen als infiziert.Für 27 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte an der Grundschule Hohenstein in Olpe wurde Quarantäne angeordnet. Dort war eine Schülerin, die als Kontaktperson zu einem bereits bekannten Fall gilt, ebenfalls positiv getestet worden. Da in den Grundschulen generell keine Maskenpflicht gilt, wurden alle Mitschüler sowie Lehrer der betroffenen Klasse als enge Kontaktpersonen eingestuft.

"Niemand muss sich aktuell Sorgen machen" 

„Vor allem die Eltern der betroffenen Kinder sind nun verständlicherweise besorgt, dass eine Übertragung des Virus stattgefunden haben könnte“, so Dr. Claudia Lamprecht, Amtsärztin beim Gesundheitsamt des Kreises Olpe. „Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 verlaufen bei Kindern häufig sehr mild und oft sogar ohne jedes Krankheitszeichen. Zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung des Erregers ist es daher von besonderer Bedeutung, die Kinder zu testen“. Stefan Spieren, Arzt in Hünsborn und Vorsitzender des Ärzteverbundes Südwestfalen, betont die Bedeutung der seit Schuljahresbeginn eingeführten Routinetestungen für Beschäftigte in Schulen und Kindertagesstätten: „Alle, die sich freiwillig testen lassen, übernehmen hierdurch Verantwortung und sind vernünftig. Dass dadurch infizierte Personen entdeckt werden, ist zu erwarten. Man sollte dies eher als Vorteil sehen, denn nur so kann eine weitere Verbreitung zielgerichtet verhindert werden. Die Entwicklung ist in diesen Fällen nicht dramatisch. Durch die gute Verzahnung und den schnellen Informationsaustausch der testenden Arztpraxen, Testlabore und des Gesundheitsamtes wurde zügig reagiert. Niemand muss sich aktuell ernsthafte Sorgen machen. Die Fälle zeigen erneut, wie wichtig die Testbereitschaft der Beschäftigten ist."

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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