Es grünt so grün, wenn Laubers Blüten blühen

Ehepaar hat in Girkhausen ein Haus mit Blick aufs Blumenmeer – 50 Sorten wachsen und gedeihen

Girkhausen. Welch eine Pracht – denken sich Manfred und Ingrid Lauber aus Girkhausen immer, wenn sie in den Sommermonaten morgens in der Früh ihr Rollo hochziehen und dann das zum Vorschein kommt, wofür sie tags zuvor hart arbeiten mussten: Fuchsien hier, Fuchsien dort. Hunderte dieser Blumen befinden sich auf dem Gelände des Frührentners.

Im Ort eine richtige Attraktion für Gäste

„Insgesamt rund 50 verschiedene Sorten”, erzählt Manfred Lauber, während er im Wintergarten verschwindet und neu angesetzte Keimlinge zum Vorschein bringt. Denn dort entsteht das, was spätestens im kommenden Jahr seinen Platz im Blumenkübel, am Haus oder auf dem Balkon finden soll, und somit nicht nur den beiden Blumenfreunden Freude bereitet: Immer wieder, so Lauber, blieben Feriengäste minutenlang vor dem Grundstück stehen und begutachteten sichtlich erfreut die farbenfrohe Blumenpracht.

Leidenschaft entstand schon vor Jahren

Angefangen habe dieses doch eher ungewöhnliche Hobby vor Jahren, als man noch Landwirtschaft betrieben habe: Jahrelang hätten sie sich früher an Geranien erfreuen können, doch auf Grund der Probleme mit dieser Blume in den Sommermonaten sei diese Freude schnell entschwunden: „Da wir hier und da auch mal Fuchsien hatten, haben wir festgestellt, dass diese Sorte eigentlich mit eine der schönsten Blumen ist.” Bemerkt, getan, mit der Folge, dass sich sein Haus nunmehr inmitten eines kleinen Blumenparadieses befindet.

„Jeden Tag mehr als 150 Liter Wasser”

Das kostet natürlich: Unter anderem benötige er, so Lauber, „täglich mehr als 150 Liter Wasser” für seine nicht gerade pflegeleichten Sprösslinge. Dennoch habe er noch nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, auch nur eine Blume zu verkaufen. Vielmehr freue er sich, seinen Nachbarn, Freunden oder Verwandten mit der Blume als Geschenk große Freuden bereiten zu können.

Fuchsien müssen im Keller überwintern

So zeigt er, wo in seinen Nachbarhäusern von ihm gezüchtete Blumen Platz gefunden hätten. Genervt sei er schon ab und zu, wenn er täglich seine Fuchsien von Nahem begutachten müsse, um sie von verfaulten Blättern zu befreien und damit die Blüten vor dem wohl tödlichen Schimmel zu schützen. Da die Fuchsien Sommerblumen seien, müssten sie infolgedessen im Keller überwintern. Doch bis die große Traurigkeit ins Hause Lauber einkehrt, dauert es noch eine Weile.

Kanarienvögel und Finken zwitschern

Denn zunächst stünde erst mal die zweite Blütezeit fast aller Blumen an. Es folge der erste Frost, dann heiße es für Manfred und Ingrid Lauber jeden Tag: „Abends die Blumen rein- und morgens wieder rausbringen.” Keine einfache und vor allen Dingen schnelle Arbeit, wie Ingrid Lauber erzählt, schließlich könne ein solcher Akt schon mal vier Stunden am Tage beanspruchen. Und auch der Winter ist für beide nicht so trüb, wie es das Wetter vielleicht vermuten lässt. Schließlich habe man dann eben im Keller ein kleines Paradies. Und im Garten selbst warte im Winter ein weiteres Hobby. Denn in seiner Voliere würden nicht nur im Sommer Kanarienvögel und australische Prachtfinken auf ihn warten.

Wunderbar: Morgen nach einer Regennacht

Doch schon jetzt ist im Hause Lauber klar: Herbst und Winter können kommen, schließlich folgen dann auch wieder Frühjahr und Sommer. Und im Lenz wachsen schon wieder die ersten Krokusse. Und dann ist bald wieder Sommer, und Manfred und Ingrid Lauber freuen sich schon frühmorgens auf das Hochziehen ihres Rollos. Wer weiß, vielleicht ist es ja einer dieser herrlichen Morgen, von dem Ingrid Lauber schwärmt: „Wenn es nachts geregnet hat und morgens die Sonne auf die Fuchsien scheint, ja dann…”Wette

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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