»Es ist super gelaufen«

Jugendfeuerwehr überzeugte bei Jahresabschlussübung / Schnell und konzentriert

rudi Gerlingen. »Es ist super gelaufen«, resümierte Werner Frohnenberg, Jugendfeuerwehrwart der Gemeinde Wenden, am Samstagnachmittag nach »getaner Arbeit«. Damit bezog er sich auf die Jahresabschlussübung seiner Zöglinge, die am Sägewerk Häner in Gerlingen durchgeführt worden war. Obwohl man die Anforderungen gegenüber den Vorjahren dieses Mal zurückgeschraubt hatte, war die Leistung der jungen Blauröcke beachtlich.

Viele kritische und neugierige Augen waren auf die Floriansjünger der Jugendfeuerwehr gerichtet, als diese am frühen Samstagnachmittag mit sechs Fahrzeugen am Einsatzort eintrafen. Nicht nur zahlreiche Anwohner hatten sich eingefunden. Ebenso waren Wendens Bürgermeister Peter Brüser, Gemeindebrandinspektor Antonius Vierschilling, Ehrenhauptbrandmeister Ulrich Koch sowie Kreisjugendfeuerwehrwart Klaus Beutler zur Stelle. Allesamt verfolgten das Spektakel gebannt – und waren sichtlich zufrieden mit den Fertigkeiten der 12- bis 18-Jährigen. »Die Übung hat gezeigt, dass ihr mit Eifer bei der Sache seid«, lobte Klaus Beutler den Nachwuchs später. Da man viele neue Mitglieder in den Reihen der insgesamt 42 Einsatzkräfte wusste, hatte die Leitung die Anforderungen der Übung ––ausgearbeitet von Frohnenbergs Stellvertreter Wolfgang Käseberg ––gegenüber den Vorjahren etwas zurückgeschraubt. Obwohl die »Probe aufs Exempel« somit weitaus weniger spektakulär als gewohnt ausfiel, war doch manche Hürde zu nehmen. Vor allem den jüngst beigetretenen Mitgliedern verlangte das Geschehen ihr volles feuerwehrtechnisches Wissen sowie höchste Konzentration ab. Nicht nur der Brandbekämpfung sowie der Wasserversorgung vom Hydranten widmete man sich. Höchste Priorität hatte die Menschenrettung.

Bei der Übung gingen die Blauröcke von einer Staubexplosion im Sägewerk aus, die einen Vollbrand zur Folge hatte und mehrere Personen verletzte. Unter anderem wurde ein Arbeiter unter Baumstämmen eingeklemmt und musste mittels Stemmwerkzeugen geborgen werden. Derweil galt es auch, den Brand unter Kontrolle zu bringen sowie das angrenzende Lager und die »Sägemehlbar« durch ein »Hydro-Schild« vor den Flammen zu schützen. Aus Gründen der Brandprävention musste auch das Silo mit Wasser kühl gehalten werden.

Die jungen Wehrmänner – obwohl in der Gemeinde Wenden auch Frauen für den Feuerwehrdienst zugelassen sind, befindet sich beim Nachwuchs derzeit kein Mädchen in Ausbildung – stellten mit einem schnellen und konzentrierten Eingreifen unter Beweis, dass sie ihr »Handwerk« bereits bestens verstehen und sogar über ihr »Fach« hinaus noch manche Fertigkeit besitzen. Da dieses Mal keine Sanitäter an der Übung beteiligt waren, übernahmen die jungen Blauröcke nämlich selbst die Erstversorgung der vermeintlich Verletzten.

Mit viel Lob wurden die ansehnlichen Leistungen anschließend seitens der Feuerwehrführung bedacht. Mit Recht war man stolz auf das Können der Jüngsten. Auch das anschließende Ständchen des Jugendorchesters vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wenden, das erstmals mit von der Partie war und unter der Leitung von Angelika Breidebach aufspielte, galt daher auch als Zeichen des Danks und der Anerkennung.

Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren, die selbst Lust haben, sich in der Jugendfeuerwehr einzubringen, können dies immer montags ab 18.45 Uhr tun.

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