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Die schönsten Gärten
Familie Schönauer hat eine Wohlfühloase

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sp Hünsborn. Der Garten hat für Stefan, Kathleen und Sohn Felix Schönauer eine besondere Bedeutung. „Wir sind eigentlich immer hier draußen“, versichern die Drei, die voller Stolz zeigen, was sie in den vergangenen Jahren geschaffen haben.

In erster Linie kümmert sich Kathleen Schönauer (36) um den Wohlfühlort, der versteckt hinter Hecken und Wohnhaus liegt. Sie erzählt, dass sie vor zweieinhalb Jahren Opfer eines schweren Raubüberfalls wurde, seitdem leidet sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, unter Angstzuständen. Zurzeit kann sie keinen Beruf ausüben.

Sie fand mit dem Garten einen Ort, in dem sie sich ablenken und beschäftigen kann.

sp Hünsborn. Der Garten hat für Stefan, Kathleen und Sohn Felix Schönauer eine besondere Bedeutung. „Wir sind eigentlich immer hier draußen“, versichern die Drei, die voller Stolz zeigen, was sie in den vergangenen Jahren geschaffen haben.

In erster Linie kümmert sich Kathleen Schönauer (36) um den Wohlfühlort, der versteckt hinter Hecken und Wohnhaus liegt. Sie erzählt, dass sie vor zweieinhalb Jahren Opfer eines schweren Raubüberfalls wurde, seitdem leidet sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, unter Angstzuständen. Zurzeit kann sie keinen Beruf ausüben.

Sie fand mit dem Garten einen Ort, in dem sie sich ablenken und beschäftigen kann. Hier fühlt sie sich sicher, freut sich über die Fülle der Pflanzen, die zahlreichen Insekten (sie finden Platz in einem großen Hotel) und das selbst großgezogene Gemüse. Durch ihr traumatisches Erlebnis habe sie den Garten noch mehr für sich entdeckt, „aber auch davor war ich schon dafür zu haben“, sagt sie. Mit dem Gemüsebeet habe dann alles angefangen.

Für jeden in der Familie ist was dabei

Die ganze Familie Schönauer hat einen grünen Daumen, das zeigt der Gang über das etwa 650 Quadratmeter große Grundstück. Das Ehepaar kauft gerne Pflanzen, die andere bereits aufgegeben haben, „die verkümmert am Wühltisch liegen und für wenige Cent verkauft werden“, sagt Stefan Schönauer. Gemeinsam werden sie in dem Hünsborner Garten wieder aufgepäppelt – und das gelingt sichtbar.

Der elfjährige Felix bringt sich gerne mit ein. In einem Minigewächshaus hat er eine kleine Wildblumenwiese großgezogen. Sein Spielturm (für den er eigentlich schon zu groß ist) steht im Gemüsebeet, dort hat er an einer Gießanlage getüftelt – nur eines seiner vielen Projekte. Wenn er darauf mal keine Lust mehr hat, dann spielt er an dem kleinen Teich, der ein bisschen versteckt zwischen einer Korkenzieher-Weide und dichtem Blattwerk unterschiedlichster Pflanzen liegt. Und dann gibt es noch den Kübel mit den fleischfressenden Pflanzen, um die sich Vater und Sohn gemeinsam kümmern.

Stefan Schönauer pflegt und hegt vor allem den Rasen, einen, wie man ihn hier in der Region wohl eher selten vorfindet. Kein Unkraut, nur saftig grünes Gras ist zu sehen. „Hier gibt es keinen Löwenzahn“, sagt der 39-Jährige. Der Garten ist in zwei Teile geteilt, der vordere liegt nah am Haus, das Zentrum bildet ein Tisch mit Stühlen, an dem die Familie zusammenkommt – und klar, der Grill steht in der Nähe. Für die richtige Würze beim Essen sorgen Kräuter, die in eine alte Zinkwanne gepflanzt wurden. Der Sitzbereich ist umgeben von einer üppigen Pflanzenpracht: Hortensien, Rosen, Lavendel, Pfingstrosen (deren Blütezeit leider schon vorbei ist) …

Der Garten ist in zwei Bereiche geteilt

Bevor die Besucher des Gartens in den zweiten Teil gelangen, müssen sie durch einen Rosenbogen laufen und kommen an dem Teich mit der gemütlichen Sitzgelegenheit vorbei. Ihm gegenüber liegt ein Schattenbeet. Dann eröffnet sich der Blick auf den grünen Rasen, ein geräumiges Gartenhaus, das Spielhäuschen mit dem Gemüse darunter und auf zahlreiche sonnenliebende Pflanzen. Beide Räume sind mit Hecken und verschiedenen Gehölzen umrahmt, sodass es fast egal ist, wohin man schaut: Überall ist es Grün.

Ob der Gartengestaltung ein Konzept zu Grunde lag? „Nein“, diese Frage kann die 36-Jährige schnell beantworten. „Aber wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann will ich das auch.“ So fuhr sie mit ihrem Mann nach Holland, um dort Pflasterklinker in einem bestimmten Braunton zu kaufen. Aber der Familie war von Beginn an wichtig: „Wir wollen eine naturnahe Gestaltung, keinen sterilen Garten.“

Nicht nur die Familie hat Freude an ihrem Garten, erzählt Felix: „Für mich ist das normal, aber wenn Leute zum ersten Mal kommen, ist das für die wie ein Traum.“

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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