Fast vergessenes Handwerk wieder in Erinnerung gerufen

Schmied zeigte seine Kunst / Neuer »Werbeträger«

rudi Wendenerhütte. Für viele ältere Bürger gehörten die Dorfschmieden einst zum täglichen Ortsbild. Längst ist das Schmiedehandwerk jedoch weitestgehend ausgestorben, Werkzeug wird »von der Stange« gekauft und nicht mehr selbst hergestellt. Am Sonntag jedoch hatten auch die jüngeren Generationen Gelegenheit, das Schmiedehandwerk kennenzulernen. Das Technische Museum Wendener Hütte öffnete unter dem Motto »Technikgeschichte für Enkel und Großväter« ihre Pforten und gewährte Einblicke in die »Dorfschmiede«. »Technikgeschichte für Großväter und Enkel« – das verstand sich am Sonntag wörtlich.

Da die Dorfschmieden für Großväter einst noch zum Alltag gehörten, deren Enkel sie aber meist nur aus Erzählungen kennen, sollte das Wissen beider Generationen geeint werden. Angeregt wurde die Idee durch den Arbeitskreis Technik des Servicebüros Südwestfalen.

Die Wendener Hütte war nur eines von vielen Museen, das sich an der Aktion beteiligte. Im Mittelpunkt stand dabei die Arbeit des Schmiedes Rainer Quade, der nicht nur das Schmiedefeuer anheizte, sondern zu späterem Zeitpunkt auch das Hammerwerk in Betrieb nahm, um dessen Mechanismus vor allem den jungen Besuchern vorzustellen. Diese zeigten sich höchst interessiert und verfolgten nicht nur gebannt die Arbeit des Schmiedes, sondern lauschten auch den Erzählungen ihrer Großeltern. Diese schienen beim Anblick von Hammer, Amboss und Ofen geradezu in alte Zeiten zurückversetzt und schwelgten in Erinnerungen. Immerhin orientierte man sich bei der Veranstaltung an den einstigen Aufgaben des Dorfschmiedes: Nicht nur Nägel wurden selbst hergestellt; ebenso bot man Reperaturen von eigenem Werkzeug an.

Aus eigener Herstellung stammt auch der neue »Werbeträger« der Wendener Hütte, der vor allem dem Zweck dient, Spenden für den Museumsbau zu sammeln. »Ein Herz für die Wendener Hütte« – so lautet das Motto, unter dem nunmehr selbstgeschmiedete Schlüsselanhänger in Herzform erstanden werden können. Ebenso können schmucke »Hüttentaler« aus eigener Prägung erworben werden. Der Reinerlös des Verkaufs kommt jeweils dem Bau des neuen Besucherzentrums zugute, der nunmehr mit großen Schritten voranschreitet.

Sowohl der Parkplatz als auch der Fahrradweg sind bereits fertiggestellt; die grundlegenden Arbeiten für den Neubau auf den Fundamenten der alten Faktorei sind abgeschlossen. »Das Schwierigste ist geschafft«, so Museumsleiterin Monika Löcken, »jetzt kann’s hochgehen«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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