Flugplatzfest begeisterte Besucher

Bemerkenswerte Flugvorführungen an zwei Tagen mit musikalischer Unterhaltung gepaart

rudi Hünsborn. Der Himmel über Hünsborn war am Wochenende wieder vom Geräusch der Motorflieger und vom Anblick graziös gleitender Segelflieger erfüllt. Damit kündigte sich bereits aus großer Entfernung eine Veranstaltung an, die seit vielen Jahren lieb gewonnene Tradition ist: Das Flugplatzfest der Flugplatzgemeinschaft Hünsborn lockte am Samstag als auch gestern Besucher vor allem aus dem gesamten Kreis Olpe sowie aus dem Siegerland an. Dabei hatten die vier in Hünsborn beheimateten Luftsportvereine erneut keine Mühen gescheut, um ihren Gästen ein ansprechendes Programm mit vielen interessanten Details zu bieten. Unangefochtenes Highlight an beiden Tagen war dabei die Vorführung einer gelben Trümmer »PLZ 106«, die mittels ihres integrierten Wassertanks eine brennende Strohlinie ablöschte.

Das diesjährige Flugplatzfest setzte abermals nicht nur in Sachen Flugsport Akzente, sondern wartete auch mit vielseitiger musikalischer Unterhaltung auf. Für Groß und Klein gab es wieder allerhand zu sehen, zu staunen und zu erleben. Vor allem die Flugvorführungen fanden regen Anklang. Während die Besucher auf dem Boden ausreichend Gelegenheit hatten, einzelne Maschinen in Augenschein zu nehmen, demonstrierten die Piloten in der Luft, zu welchen Leistungen die Flugzeuge fähig sind. Besonders beeindruckend gestaltete sich dabei der Einsatz einer »PLZ 106« aus Stadtlohn, die Dieter Gehling steuerte. Das 600 PS starke Agrarflugzeug wurde zunächst von den Mannen der Feuerwehr Hünsborn betankt. Im Flug warf die gelbe Trümmer dann 500 Liter Wasser ab und löschte in Minutenschnelle eine brennende Strohlinie auf dem Rollfeld.

Nicht weniger interessant gestalteten sich die Vorführungen mit einer »Yak 55«, in der ein wahrer Profi des Luftsports sein Können zum Besten gab. Mit Uli Debinski konnte man in Hünsborn einen weltbekannten Flieger begrüßen, der schon an Weltmeisterschaften teilnahm, vor sieben Jahren Deutscher Meister war und bis vor wenigen Jahren noch im deutschen Nationalteam vertreten. Mehr als 3500 Flugstunden kann er vorweisen – eine Zahl, die viele Hobby-Piloten selbst nach vielen Jahren nicht annähernd erreichen.

Auch die eigenen Aktiven der Luftsportvereine Freudenberg, Ferndorf, Lennestadt und Netphen begaben sich in luftige Höhen. Mitunter ging man dabei mit einer »Extra 200« an den Start, die eine Haltergemeinschaft der Flugplatzgemeinschaft Hünsborn erst im März dieses Jahres fabrikneu gekauft hatte. Ralf Kehl setzte mit der Motormaschine nicht nur zu ansehnlichen Kunstflugfiguren an, sondern bot auch Rundflüge für die Gäste an. Wie immer hatten die Besucher nämlich auch selbst Gelegenheit, sich die nähere Umgebung aus der Vogelperspektive anzuschauen – nicht nur aus einem der Flugzeuge, sondern auch aus einem so genannten »Bell Jetranger«, einem Helikopter. Dieser befand sich gestern in Gesellschaft des ADAC-Rettungshubschraubers »Christoph 25«, der seine Rufbereitschaft abermals auf den Hünsborner Flugplatz verlegt hatte, um den Gästen Einblicke in sein »Innenleben« zu gewähren.

Dennoch sollten es nicht nur »fliegende Objekte« sein, die das Geschehen beim Flugplatzfest bestimmten. Am Samstagabend wurde vor allem Geselligkeit und musikalische Unterhaltung groß geschrieben.

Musikalisch ging es auch gestern Morgen weiter: Wie immer machte man mit einem zünftigen Frühschoppen-Konzert den Auftakt zur »zweiten Runde«. Neben dem Musikverein »Hoffnung« brachten sich dabei auch der örtliche Männerchor, der Kirchenchor sowie die »Zwölf Räuber« ein. Nicht zuletzt diese Tatsache unterstrich, was während des gesamten Festes spürbar war: Die Flugplatzgemeinschaft genießt höchstes Ansehen in Hünsborn als auch in den Nachbarorten des Siegerlandes. So war das Fest auch dieses Jahr wieder »Bindeglied« beider Kreise ––ein Umstand, der zusammen mit dem hervorragenden Wetter dafür sorgte, dass noch mehr Gäste als gewohnt auf den Flugplatz kamen. Vor allem gestern sahen sich die Veranstalter einem wahren Besucheransturm gegenüber.

Während die älteren Semester bevorzugt die Kunstflug-Vorführungen der »LO 100« oder den »Bannerschlepp« Gerd Bäumers verfolgten, erfreuten sich die jüngsten Gäste an der bunten Kinderbelustigung oder versuchten sich am erstmals bereitgestellten Segelflugsimulator. Jung und Alt kamen beim Flugplatzfest wieder ganz auf ihre Kosten. Den krönenden Abschluss bildete gestern Abend ein Programmpunkt, der erneut eine neue Rekordmarke aufstellte: Mit rund 15 Heißluftballons fuhren gestern Abend so viele Körbe wie nie zuvor gen Himmel.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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