Führungswechsel im Musikverein

Guido Simon und Stefan Dornseifer »beerben« Bernd Clemens / Probenhaus auf gutem Weg

rudi Gerlingen. »Ich habe mich immer gerne den Aufgaben und Herausforderungen gestellt«, verabschiedete sich Bernd Clemens am Samstagabend bei seinen Kameraden des Musikvereins Gerlingen. Zwölf Jahre hatte er den Vorsitz bei den Musikern inne. »Es war eine schöne Zeit«, stand für ihn fest. Nur schweren Herzens stellte er im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthof »Avenarius« sein Amt zur Verfügung – auch weil den Verein mit dem anstehenden Bau des Probenhauses ein denkbar umgünstiger Zeitpunkt des Führungswechsels trifft. Berufliche Gründe machten diesen Wechsel jedoch unabdingbar.

Um so wichtiger war es Clemens, sein Amt in gute Hände abzugeben. Zufällig kristallisierten sich die Vorschläge der Versammlung auch als diejenige Konstellation heraus, die der Vorstand im Vorfeld als die beste Besetzung befunden hatte. Guido Simon, Stefan Dornseifer und Roland Will sollten als mögliche Kandidaten zur Wahl stehen – und letztlich auch allesamt ihr Amt antreten. Für zunächst ein Jahr betritt der Verein Neuland und folgt damit dem Beispiel diverser anderer Vereine: Der Vorsitz wird künftig »aufgeteilt«. Guido Simon und Stefan Dornseifer bilden ab sofort die Führungsspitze, während Roland Will die Funktion des zweiten Vorsitzenden übernimmt. Weiterhin wurden Rainer Dornseifer sowie Bruno Schneider einstimmig als Beisitzer bestätigt. »Ich bin froh, dass wir Männer gewählt haben, die das Herz sicherlich am rechten Fleck haben«, kommentierte Clemens das fast einstimmige Wahlergebnis.

Diese Meinung sollte sich im Anschluss bestätigen. »Wir werden dieses Ziel in Deinem Sinne verfolgen«, versicherte Guido Simon in Bezug auf das Probenhaus, als er seine Laudatio auf den scheidenden Vorsitzenden anstimmte. »Mit Respekt vor deiner Leistung: Ein herzliches Dankeschön für alles«, richtete er das Wort an Clemens, um dann zusammenfassend festzustellen: »Bernd Clemens hat dem Musikverein gut getan«.

Dieses Lob bezog sich nicht nur auf die zahlreichen musikalischen Erfolge, die sich unter der Führung von Clemens einstellten. Vor allem der Plan, ein eigenes Probenhaus zu bauen, sowie die damit verbundene umfangreiche Arbeit seien maßgeblich Clemens zuzuschreiben. Allein dessen Fachwissen bringt als logische Konsequenz mit sich, dass Clemens den Vorstand diesbezüglich auch weiterhin tatkräftig unterstützen wird.

Seit mehr als fünf Jahren steht das Thema Probenhaus bereits auf der Tagesordnung der Gerlinger. Nachdem der Baubeginn einige Male verschoben werden musste, scheint für das Vorhaben nun »Land in Sicht« zu sein. Der Widerspruch ansässiger Nachbarn bei der Bezirksregierung Arnsberg erforderte ein erneutes Lärmgutachten und stellte die bereits erteilte Baugenehmigung vom Kreis bis dato zurück. Vergangene Woche stellte der TÜV Rheinland nun den neuen Befund fertig. 34 Geräuschpunkte wurden dabei gemessen. An keinem Bezugspunkt und bei keiner Veranstaltung würden dabei die geltenden Werte gravierend überschritten, so das Fazit. Somit wären bis zu zehn Mal im Jahr auch Veranstaltungen nach 22 Uhr möglich.

Der zuständige Diplom-Physiker habe sich bereits mit entsprechenden Ämtern und Behörden in Verbindung gesetzt, bemerkte Clemens am Samstag. Und auch der Musikverein nahm vergangene Woche wieder die Gespräche mit der Bauaufsichtsbehörde auf. »Es bleibt bei unserer Baugenehmigung«, so Clemens. Bald soll auch der Bezirksregierung das neue Gutachten vorgelegt werden. Werde dann der Widerspruch der Nachbarn wirklich zurückgewiesen, habe man ein solides Fundament, so Clemens. Im April plant man, mit dem Bau beginnen zu können. »Deshalb denke ich, dass unser Vorhaben Probenhaus auf einem guten Weg ist«, zeigte sich Clemens zuversichtlich.

Zuversichtlich können die Musiker auch in puncto Nachwuchs in die Zukunft schauen. Nathalie Brune, Michael Clemens, Hanna Wurm sowie Tobias Sieler wurden am Samstag als Neuzugänge des Orchesters begrüßt. Eine weitere erfreuliche Nachricht in Sachen Jugendarbeit gab dem Verein am Samstag Anlass zur Freude: Gleich zwei junge Hornisten konnten sich am gleichen Tag für den Landeswettbewerb von »Jugend musiziert« qualifizieren. Auch in dieser Hinsicht scheint der Musikverein also ein »solides Fundament« zu haben.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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