„Geisterfahrer“ mitten in der Ortschaft

Die gelbe Sperrvorrichtung auf der Koblenzer Straße soll ein Linksabbiegen auf die Straße Am Baumhof verhindern. So manche Verkehrsteilnehmer umkurven die Neuerung aber kurzerhand und gefährden als „Geisterfahrer“ Fußgänger und entgegenkommende Fahrzeugführer gleichermaßen.  Foto: hobö
  • Die gelbe Sperrvorrichtung auf der Koblenzer Straße soll ein Linksabbiegen auf die Straße Am Baumhof verhindern. So manche Verkehrsteilnehmer umkurven die Neuerung aber kurzerhand und gefährden als „Geisterfahrer“ Fußgänger und entgegenkommende Fahrzeugführer gleichermaßen. Foto: hobö
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hobö Gerlingen. In der Bürgerversammlung am Donnerstagabend gab es vor allem Kritik an zwei verkehrstechnischen Neuerungen im Ort.

Einmal mehr wurden aber auch die Ampelschaltungen in Gerlingen und am Autobahnkreuz Olpe-Süd bemängelt. Von „grüner Welle“ könne keine Rede sein. Vielmehr würden die unkoordiniert schaltenden Signalanlagen für unnötige Staus auf der Koblenzer Straße sorgen, bemängelten einige Gerlinger Bürger.

Überdies wurde gefragt, ob denn der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung L 512 /  L 714 (Abzweig in Richtung Wenden) realisiert werde. Bürgermeister Peter Brüser wies darauf hin, dass weder die Ampelschaltungen noch der Kreisel in der Entscheidungsgewalt der Gemeinde Wenden lägen. Da es sich um eine Landesstraße handele, sei der Landesbetrieb Straßenbau NRW verantwortlich. Brüser versprach, im Frühjahr zu einer neuerlichen Bürgerversammlung einzuladen, bei der einzig und allein die Verkehrsproblematik in Gerlingen auf der Tagesordnung stehen werde. Dazu solle ein hochrangiger Vertreter von Straßen NRW geladen werden. Der könne Rede und Antwort stehen. Außerdem lägen dann neueste Daten einer Verkehrszählung vor.

Bezüglich des Kreisverkehrs betonte der Bürgermeister bereits am Donnerstag, dass ein solcher städtebaulich vielleicht attraktiv sein könne, bei mehr als 2000 Fahrzeugen pro Stunde aber gar kontraproduktiv für den Verkehrsfluss sein könne. Diese Zahl würde in Gerlingen häufig erreicht. Und ob der Straßenbaulastträger 750 000 Euro ausgebe, um eine funktionierende Kreuzung gegen einen Kreisverkehr einzutauschen, sei angesichts der leeren Kassen mehr als fraglich. Die Gemeinde habe jedenfalls Anträge auf Prüfung eines Kreisverkehrs abgegeben.

Emotionaler geriet die Debatte, als eine Neuerung auf der Koblenzer Straße zur Sprache kam. Dort können Verkehrsteilnehmer seit kurzem nicht mehr von Olpe kommend nach links auf die Straße Am Baumhof abbiegen, sondern müssen einen Umweg über die Elbener Straße in kauf nehmen. Umgekehrt können Autofahrer von der untergeordneten Straße Am Baumhof nicht mehr nach links auf die L 512 abbiegen. Jedenfalls theoretisch.Denn viele Verkehrsteilnehmer ignorieren die Sperrvorrichtung auf der Mitte der Koblenzer Straße, in dem sie diese verkehrsgefährdend umfahren. Manche fahren sozusagen als „Geisterfahrer“ auf der Gegenfahrbahn oder auf dem Bürgersteig, um die Sperrvorrichtung zu „umkurven“ und gefährden dabei Fußgänger und entgegenkommende Verkehrsteilnehmer erheblich. Während sich zahlreiche Bürger für die Wegnahme der gelben Sperrvorrichtung auf der Fahrbahn aussprachen, plädierten andere, die Verkehrsregeln einzuhalten.Nicht weniger emotional diskutierten die Gerlingen über die neuen Leitpfosten an der Biebergstraße in unmittelbarer nähe des Sportplatzes. Die sind montiert worden, um einen Teil der Straße für Fußgänger abzutrennen. Damit soll vor allem eine höhere Sicherheit für Kinder und Jugendliche erreicht werden, die zu Fuß den Sportplatz erreichen bzw. von ihm heimkehren wollen.Offenbar treten zahlreiche Zeitgenossen, die Pfosten aus ihrer Verankerung. Überdies ärgern sich Autofahrer, dass die Straße wegen der Pfosten zu eng geworden sei. Ratsherr Hubertus Zielenbach appellierte, dass man den Jugendliche erklären solle, dass die Pfosten zu ihrer Sicherheit montiert worden seien und deshalb nicht umgetreten werden sollten. Und die Autofahrer hätten überhaupt keine Probleme, wenn sie langsamer in diesem Bereich fahren würden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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