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Großes Interesse vorhanden
Gemeinde fördert Photovoltaikanlagen

Auf dem Balzenberg in Wenden sieht man bereits etliche
Dächer mit Photovoltaikanlagen. Nun möchte der Gemeinderat mit dem Förderprogramm die Installation von 100 weiteren Anlagen in der Kommune mit insgesamt 100 000 Euro fördern.
  • Auf dem Balzenberg in Wenden sieht man bereits etliche
    Dächer mit Photovoltaikanlagen. Nun möchte der Gemeinderat mit dem Förderprogramm die Installation von 100 weiteren Anlagen in der Kommune mit insgesamt 100 000 Euro fördern.
  • Foto: höbo
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

hobö Wenden. Das gibt es auch nicht oft: Die drei Fraktionen von SPD, UWG und Bündnis 90/Die Grünen formulierten einen gemeinsamen Antrag, der am Mittwochabend in der Sitzung des Wendener Gemeinderats auf der Tagesordnung stand.Und wie infolge der neuen Mehrheitsverhältnisse zu erwarten war, hatte das gemeinsame Ansinnen sogar Erfolg. Zumal die CDU dem Antrag fast geschlossen zustimmte. Lediglich Matthias Quast und Christian Stock aus den Reihen der Christdemokraten votierten gegen den Antrag der drei anderen Fraktionen.

"Nötige Trendwende einleiten"Inhaltlich beantragten SPD, UWG und Grüne, dass die Gemeinde Wenden den Kauf von 100 Photovoltaikanlagen mit jeweils 1000 Euro fördert.

hobö Wenden. Das gibt es auch nicht oft: Die drei Fraktionen von SPD, UWG und Bündnis 90/Die Grünen formulierten einen gemeinsamen Antrag, der am Mittwochabend in der Sitzung des Wendener Gemeinderats auf der Tagesordnung stand.Und wie infolge der neuen Mehrheitsverhältnisse zu erwarten war, hatte das gemeinsame Ansinnen sogar Erfolg. Zumal die CDU dem Antrag fast geschlossen zustimmte. Lediglich Matthias Quast und Christian Stock aus den Reihen der Christdemokraten votierten gegen den Antrag der drei anderen Fraktionen.

"Nötige Trendwende einleiten"

Inhaltlich beantragten SPD, UWG und Grüne, dass die Gemeinde Wenden den Kauf von 100 Photovoltaikanlagen mit jeweils 1000 Euro fördert. Daher sprach Elmar Holterhof, der als Vorsitzender der Grünen-Fraktion den Antrag mündlich begründete, vom „100-Dächer-Programm“. Es soll am 1. April nächsten Jahres starten, dafür sollen 100 000 Euro in den derzeit in Beratung befindlichen Haushaltsplan 2021 eingestellt werden.Beim Kampf gegen den Klimawandel, so ist der schriftlichen Antragsergründung zu entnehmen, „dürfen wir keine Zeit verlieren. Die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere seit den trockenen Sommern 2018 bis 2020, sind gerade hier in der Gemeinde bedrohlich sichtbar geworden.“ Weiter heißt es in dem Antrag, dass „auch wir Bürgerinnen und Bürger gefordert sind und die Möglichkeit, ja sogar die Pflicht haben, unsere Anstrengungen im Klimaschutz zu intensivieren. Wenn künftige Generationen noch eine Lebensgrundlage haben wollen, dann müssen wir uns diesen Fragen verstärkt zuwenden und jetzt eine Trendwende schaffen.“ Mit dem vorgenannten Antrag wollen die drei Fraktionen in der Gemeinde „eine nötige Trendwende einleiten“.

Kleines Konjunkturprogramm

Elmar Holterhof erinnerte in der Ratssitzung daran, dass die Gemeinde eine Klimaschutzgemeinde sei und mit entsprechenden Schildern an den Einfallsstraßen werbe. Außerdem sei die Kommune die erste im Kreis Olpe gewesen, die eine Klimaschutzmanagerin eingestellt und ein Klimaschutzkonzept aufgestellt habe. „Lasst uns also zu den alten Pfaden zurückkehren und etwas für den Klimaschutz tun“, warb Holterhof namens der drei antragstellenden Fraktionen um Zustimmung.Außerdem, so Holterhof, sei das „100-Dächer-Programm“ ein kleines Konjunkturprogramm. Wenn 100 Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet würden, seien dies Aufträge von mindestens 1,5 Millionen Euro für heimische Handwerker. Überdies würden die Besitzer von der Stromerzeugung profitieren – „und das Klima sowieso“.

Förderkriterien vorgeschlagen

CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Solbach nannte den Antrag „eine gute Idee“. Ob es die Beste sei, wolle er nicht behaupten. Unbeantwortet bliebe auch die Frage, so Solbach, ob die 100 künftigen Investoren ihre Photovoltaikanlagen nicht auch ohne dieses gemeindliche Förderprogramm installiert hätten. Namens der CDU bat Martin Solbach noch darum, bei bereits bestehenden Anlagen die Neuinstallation von Stromspeichersystemen zu fördern. Nach Bekanntwerden des Antrags hätten sich bereits viele Interessenten bei der Gemeinde Wenden gemeldet, berichtete Bürgermeister Bernd Clemens dem Gemeinderat. Das Interesse sei also groß.Der Umweltausschuss der Gemeinde soll nun in seiner nächsten Sitzung die Voraussetzungen für die Förderung benennen. Die Antragsteller schlugen bereits Förderkriterien vor. Ein genereller Anspruch des Antragstellers auf Gewährung soll jedenfalls nicht bestehen. Die Förderung werde nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, malt zuerst“ zugeteilt.

Eine Anlage pro Antragsteller

Gefördert werden soll der Erwerb inklusive Installation und Inbetriebnahme von neuen Photovoltaikanlagen (optional auch mit Batteriespeicher) mit mindestens 4 kWp Leistung auf dem Dach, an der Fassade des Gebäudes oder auf dem Grundstück des Antragstellers. Je Antragsteller werde eine Anlage gefördert. Nicht gefördert werden sollen Photovoltaikanlagen ohne Rückeinspeisemöglichkeit in das öffentliche Versorgungsnetz, die nicht der Bundesnetzagentur ordnungsgemäß angemeldet sind und die vor der erfolgreichen Fördermittelzusage der zuständigen Stelle erworben, installiert oder in Betrieb genommen wurden. Die Erweiterung vorhandener Photovoltaikanlagen sowie der Erwerb, die Installation oder die Inbetriebnahme von gebrauchten Anlagen oder mit einem Investitionsrichtwert unter 2500 Euro sollen ebenfalls nicht gefördert werden.Empfänger sollen Unternehmen, Privatpersonen, Genossenschaften, Stiftungen und Vereine sein, die eine Anlage in der Gemeinde installieren.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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